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Migration und Integration in Deutschland

Die Wirtschaft entschied über die Anzahl der angeworbenen Gastarbeiter wie über deren Verteilung innerhalb der Bundesrepublik.

Ursula Mehrländer, Ausländerpolitik im Konflikt, 1978

TV-Tipps des Tages

15.10.2012 – Türkei, Juden , Erdoğan, Migration, Ausländer, Integration

TV-Tipps des Tages sind: Kulturzeit: Abtreibung ist Mord ? – Erdogans Sexualpolitik spaltet die Türkei Das werktägliche Kulturmagazin mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein; Österreichs Universitäten: Thema: Migration – Unis in Bewegung? Unsere bunte Heimat

VONÜmit Küçük

DATUM15. Oktober 2012

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Kulturzeit
Magazin (Kultur) – Abtreibung ist Mord ? – Erdogans Sexualpolitik spaltet die Türkei Das werktägliche Kulturmagazin mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. „Kulturzeit“ bietet ergänzende Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen. 19:20-20:00 • 3sat

Österreichs Universitäten
Thema: Migration – Unis in Bewegung? alpha-Österreich -Moderation: Martin Haidinger

Es diskutieren: Vizerektor Heinz Faßmann (Univ. Wien); Rektor Georg Schulz (Kunst- Uni Graz); Prof. Gudrun Biffl (Donauuniversität Krems, Leitung des Departments für Migration); Mag. Elisabeth Fiorioli (Universitätenkonferenz Österreich); Dr. Silvia Nadjivan (Institut für den Donauraum und Mitteleuropa)

An den österreichischen Universitäten studieren neben 280.000 Inländern auch 81.500 Studierende aus dem Ausland. Davon sind rund 31.000 Studierende aus Deutschland, zumeist Numerus-Clausus-Flüchtlinge. Da die Universitäten mit Geldproblemen und Platzmangel kämpfen, Studiengebühren und Zulassungsbeschränkungen heiß diskutiert werden, regt sich Unmut. Sind Studierende aus dem Ausland eine Bereicherung oder Belastung? Problematisch ist, dass die Rot-Weiß-Rot Card als Zulassung zum österreichischen Arbeitsmarkt nur für Master- und Diplom-, nicht für Bachelor- Abschlüsse erteilt wird. Für Jungwissenschafter stellt sich ein anderes Problem: Obwohl Forschungsaufenthalte im Ausland zur wissenschaftlichen Karriere dazugehören, finden Rückkehrwillige später nicht genügend adäquate Stellen an den heimatlichen Universitäten auch deshalb, weil die wenigen Dauerstellen dem Wettbewerb der besten Köpfe unterliegen. Die TeilnehmerInnen diskutieren verschiedene Aspekte von Migration im Hochschulsektor sowie Lösungsmöglichkeiten. 19:30-20:15 • BR-alpha

Unsere bunte Heimat
Er führt ein Leben für die Integration: Uwe Dziuballa, jüdischer Gastronom aus Chemnitz. Er liebt und lebt seinen Glauben und will zeigen, wie „normal“ Juden sind – wenn man sie nur lässt. Sein Restaurant „Schalom“ ist das einzige koschere Restaurant in Mitteldeutschland – und zugleich das größte in Deutschland. Hier betreibt er seine eigene Integrationspolitik: Er lädt Juden und Nichtjuden ein, koscheres Essen zu probieren.

Uwe Dziuballa ist nicht nur Restaurant-Chef, sondern auch Organisator, Kurator, Vermittler, Dichter – und das „Schalom“ für ihn nur ein Projekt unter vielen. Schalom e.V., so heißt auch der deutsch-jüdisch-israelische Verein in Chemnitz, der es sich zum Ziel gemacht hat, Chemnitz bunt und tolerant zu gestalten: „Ich sehe das Restaurant als Plattform. Dass auch Nichtjuden hier koscheres Essen erleben können, beseitigt Schwellenängste.“ In Chemnitz leben etwa 1.400 Juden, viele davon sind Aus- und Umsiedler aus der ehemaligen Sowjetunion. Uwe Dziuballa ist Ansprechpartner für viele: Für die jüdischen Rückkehrer aus Russland, die zum Großteil über 75 Jahre alt sind und kaum Deutsch verstehen. Oder für eine Schulklasse, die mit einem Juden ins Gespräch kommen will.

Im Herbst zieht Dziuballa mit seinem Restaurant um – in einen belebteren Stadtteil von Chemnitz. Bis jetzt steht nur der Rohbau, und bis zur Eröffnung ist noch viel zu tun. 03:10-03:25 • MDR Sachsen

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