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Migration und Integration in Deutschland

Es sei denn, man würde die Lebensverhältnisse der Ausländer in der Bundesrepublik derartig nachhaltig verschlechtern, dass ein Leben am Rande des Existenzminimums in den Herkunftsländern vorteilhafter erschiene.

Forschungsverbund „Probleme der Ausländerbeschäftigung“, 1979

Deutschland ausländerfreundlicher

Stimmung kippt zugunsten von Ausländern

Die Stimmung in Deutschland kippt zugunsten von Ausländern. Mehr als die Hälfte der Bundesbürger sind für den Zuzug von Fachkräften. Auch das Verhältnis zwischen Deutschen und Ausländer scheint sich zu bessern.

Das Verhältnis zwischen Deutschen und Ausländern wird besser. Einer Stern-Umfrage zufolge bezeichneten 71 Prozent der Befragten das Verhältnis als positiv. Vor acht Jahren lag dieser Wert noch bei mageren 52 Prozent. Das überrascht. Studien jüngeren Datums wiesen eine zunehmende Ausländerfeindlichkeit aus.

Laut Stern-Umfrage haben auch immer mehr Deutsche (90 Prozent) nichts dagegen, ausländische Nachbarn zu haben – 1999 waren es noch 83 Prozent gewesen. Entsprechend positiv fällt die Antwort auf folgende Frage aus: „Stört es Sie, wenn Ausländer in ihr Wohngebiet ziehen?“ 8Prozent gaben an, nichts dagegen zu haben. Bei einer ähnlichen Umfrage vor zwölf Jahren hatten noch 11 Prozent Einwände erhoben.

Ausländerfeindlichkeit geht zurück
Im Vergleich zu 1999 geht auch die allgemeine Ausländerfeindlichkeit zurück. Damals glaubten noch 40 Prozent, dass in Deutschland zu viele Ausländer leben – heute glauben das nur noch 30 Prozent. Bemerkenswert dabei ist, dass zwischen 1999 und 2012 keine nennenswerte Zu- bzw. Abnahme von Ausländern verzeichnet wurde.

In puncto Fachkräftezuwanderung sind mehr als die Hälfte aller Bundesbürger sogar für einen weiteren Zuzug von Fachkräften aus Euro-Krisenstaaten. 54 Prozent sprachen sich dafür aus, dass dieser Prozess gefördert werden sollte. Dagegen sprachen sich 30 Prozent der Befragten aus. Diese Ansicht vertraten vor allem Bürger mit Hauptschulabschluss. (hs)

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6 Kommentare
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  1. pepe sagt:

    Es kann natürlich daran liegen, dass man nicht zwischen Ausländergruppen differenziert. Die meisten Deutschen haben (aus rassistischen Gründen) nichts gegen die Anwesenheit von weissen, westlichen, christlichen Ausländern.

  2. Büro für Demokratie und Vielfalt sagt:

    Hallo liebe Betreiber von migazin. Ich find das spannende Ergebnisse. Wo kann ich die Studie im Ganzen bekommen? Auf der stern-hp war gerade noch nichts zu finden. Beste Grüße, Jana Kaufmann

  3. BVB Fan sagt:

    Man hätte vielleicht besser geziehlt bzgl. Türken/Arabern/Moslems fragen sollen…

  4. Zensus sagt:

    Das ist nur eine Momentaufnahme und sie bezieht sich eindeutig auf den Zuzug europäischer, gebildeter Zuwanderer.
    Die Ablehnung der Erhöhung des islamischen Bevölkerunganteiles hat sich nach jedweder weiteren Studie ab 1999 keineswegs abgebaut – im Gegenteil.

  5. Knöki sagt:

    […] Statistik hin oder her. Erst wenn ich sehe dass jeder dritte Richter, Lehrer, Polizist und Staatsanwalt in HH oder München Migrationshintergund hat, glaube ich es.

  6. […] bei denen Tausende friedlich gegen Rechts demonstriert haben. Ermutigend ist auch eine aktuelle Umfrage des ‚Stern‘, wonach die Ausländerfeindlichkeit so gering ist wie lange nicht. Dies sollte für […]



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