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TV-Tipps des Tages

24.05.2011 – Einwanderer, Odessa, Altenheim, Türken, Russland, Ausländer

TV-Tipps des Tages sind: Frau Muyan singt: Das Multikulturelle Altenheim „Haus am Sandberg“. Frau Muyan ist Türkin und kam vor vielen Jahren mit ihrer Familie ins Ruhrgebiet, wo sie als Hebamme arbeitete; Zeitalter des Terrors: Geschichten des Terrorismus; Klein Odessa: Little Odessa liegt an der südlichsten Spitze von Brooklyn in New York City

VONÜmit Küçük

DATUM24. Mai 2012

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Klein Odessa
Little Odessa liegt an der südlichsten Spitze von Brooklyn in New York City. Der Stadtteil, der eigentlich Brighton Beach heißt, bekam den Spitznamen Little Odessa bereits in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Denn die ersten Einwanderer aus Russland stammten aus Odessa am Schwarzen Meer. Sie ließen sich hier nieder, weil der Strand und die Promenade sie an ihren Heimatort erinnerten. Heute leben in Brighton Beach an die 200 000 Menschen, deren Muttersprache russisch ist Sie leben in einer eigenen, russischen Welt, im Herzen des ehemaligen „Klassenfeindes“.

In „Little Odessa“ spielen Familie, Freunde und entfernte Verwandte eine große Rolle. Daher sind auch Feiern, Essen und Restaurantbesuche ein integraler Bestandteil des Lebens in Brighton Beach. Die Familie Gerber umfasst vier Generationen und besitzt ein gut gehendes Fischgeschäft, wo sich russisch-jüdische Einwanderer nicht nur zum Fischkauf, sondern auch zum Austausch von Neuigkeiten treffen. Am Abend des jüdischen Neujahrsfestes „Rosch ha-Schana“, kommt die 17-köpfige Familie zum Festessen zusammen und singt jiddische, russische und ukrainische Lieder. Yelena Makhnin ist intelligent, charmant und spricht fließend Englisch. Sie genießt das Nachtleben von Brighton Beach. Am Vorabend des Neujahrsfestes steht ein besonderer Boxkampf mit „The Hebrew Hammer“, einem jungen jüdischen Boxer aus Odessa, auf dem Programm. Die 84-jährige Genya Peretyatko zelebriert stolz ihr Veteranentreffen. 15:15-16:00 • NDR Mecklenburg-Vorpommern

Frau Muyan singt
Das Multikulturelle Altenheim „Haus am Sandberg“. Frau Muyan hat ihr Gedächtnis verloren. Aber sie kann noch immer die Wiegenlieder ihrer Kindheit singen. Frau Muyan ist Türkin und kam vor vielen Jahren mit ihrer Familie ins Ruhrgebiet, wo sie als Hebamme arbeitete. Heute lebt die Achtzigjährige zusammen mit deutschen, türkischen, spanischen und afrikanischen Menschen im Duisburger „Haus am Sandberg“. Der Film taucht ein in den multikulturellen Alltag dieses einzigartigen Hauses.

Mit leichtem Schritt irrt die alte Frau durch die Flure. Dann legt sie sich plötzlich auf den Boden. Es sieht aus, als würde sie beten. Ihre Mitbewohner im Altenheim stört das nicht. Und wenn sie mit der türkischen Pflegerin die Lieder ihrer Kindheit singt, hören auch die Deutschen gern zu.

Frau Muyan lebt im einzigen multikulturellen Altenheim Deutschlands, im „Haus am Sandberg“ in Duisburg. Ein Haus, in dem Nationalität, Sprache und Religion keine Rolle spielen. Vor 50 Jahren hatte niemand darüber nachgedacht, was aus den ausländischen Arbeitern werden würde, wenn sie einmal alt sind. Sie würden in ihre Heimat zurückkehren. Darauf bauten die Deutschen, und das hofften die Migranten. Aber wo sollen heute diese in Deutschland alt gewordenen Menschen Zuflucht nehmen, wenn sie zu krank sind und zu schwach, um in ihre alte Heimat zurückzukehren? Wenn ihre Kinder und Enkel hier in Deutschland sie nicht mehr versorgen können?

Von den 96 Bewohnern des „Hauses am Sandberg“ stammen knapp die Hälfte aus fremden Ländern und Kulturen: Deutsche, Türken, Spanier, Kroaten, Afrikaner leben in dem modernen Atriumhaus. Um das Miteinander bemühen sich 90 Pflegerinnen und Pfleger. Viele von ihnen sprechen mindestens zwei Sprachen und sind selbst Einwanderer. Der Film taucht ein in den multikulturellen Alltag dieses einzigartigen Hauses. 00:15-01:35 • SWR BW

Zeitalter des Terrors (3/4)
In dieser BBC-Dokumentationsreihe werden wahre Geschichten des Terrorismus durch eindringliche und bewegende Interviews, lebendiges Archivmaterial, atmosphärische Inszenierungen und mit Peter Taylors außergewöhnlicher journalistischer Erfahrung rekapituliert.

1994. Als sich eine Air France Maschine darauf vorbereitete, den Flughafen Algeriens zu verlassen, kamen vier Männer in Uniform ins Flugzeug herein, um die Pässe zu kontrollieren.

Aber es waren keine Beamten der algerischen Behörden; es waren Mitglieder der GIA, einer islamistischen Extremistengruppe, die innerhalb der letzten zwei Jahre Tausende von Menschen in Algerien abgeschlachtet hatten.

Sie waren Teil eines grausamen, brutalen Bürgerkrieges, der Algerien gepackt hatte, seit die Wahlen, bei denen die islamische Partei siegte, vom Militär annulliert wurden. Die Männer entführten das Flugzeug und forderten, dass es nach Paris flog. Zwei Tage vergingen und drei Passagiere wurden getötet, bevor die algerischen Behörden den Abflug nach Marseille erlaubten. 02:25-03:20 • PHOENIX

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