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TV-Tipps des Tages

12.04.2011 – Moschee, Synagoge, Kirche, Libanon, Palästina, Terror

TV-Tipps des Tages sind: Stätten der Besinnung: Kirche, Synagoge, Moschee, Wallfahrtsorte – Wissen und mehr; Kleider & Leute; Im Libanon entwickelt sich nach dem Ende des Bürgerkriegs eine modische Vielfalt; Was Du nicht siehst: Palästina – Die junge französische Journalistin Sophie Massieu reist um die Welt; Zeitalter des Terrors: Angriff auf Paris

VONÜmit Küçük

DATUM12. April 2012

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Stätten der Besinnung
Kirche, Synagoge, Moschee, Wallfahrtsorte – Wissen und mehr. Die Sendung gibt Einblick in Stätten der Besinnung, die vielen Menschen wichtig sind. 10:00-10:15 • HR

Kleider & Leute
Im Libanon entwickelt sich nach dem Ende des Bürgerkriegs eine modische Vielfalt. Getragen wird, was gefällt, vom khakifarbenen Militärdrillich und getigertem Minikleid über klassische Designermode bis zum traditionellen Ganzkörperschleier.

Im Libanon bleibt Khaki als Kleiderfarbe in Mode, und entsprechend gefärbten Drillich tragen nicht nur die Soldaten. Nach all den kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten Jahre genießen modebewusste Frauen im Libanon jetzt in vollen Zügen den Überfluss, legen aber in der Kleiderfrage Wert auf klassischen Stil. Doch erstaunlicherweise schließen sich dabei getigertes Minikleid und Schleier keineswegs aus. Bei Hochzeitsfeiern wird ein besonders großer Aufwand betrieben. Und im Süden des Landes, der der internationalen Friedenstruppe UNIFIL unterstellt ist, ist eine eher protzige Mode vertreten.

Die Abaya der Musliminnen, ein zumeist schwarzes mantelartiges Übergewand, das vom Hals bis zu den Füßen reicht, ähnelt der Tracht orthodoxer Nonnen. In den Palästinenserlagern trägt die traditionelle Kleidung zur Identitätswahrung bei.

Und in Beiruter Bobo-Vierteln schlingt man sich heute lässig ein Tuch um den Hals, das nur noch vage an die symbolträchtige Kufiya, das „Palästinensertuch“, erinnert.

Hintergrundinformationen:
Zeige mir, was Du trägst, und ich sage Dir, wer Du bist – die Reihe „Kleider & Leute“ befasst sich mit Bekleidungstraditionen aus aller Welt. Dabei wird deutlich, dass Kleidung ein Ausdruck persönlicher und kollektiver Individualität ist.

Film von Sonia Kronlund. 12:20-12:50 • arte

Was Du nicht siehst
29/40, Palästina – Die junge französische Journalistin Sophie Massieu reist um die Welt. Doch das, was sie ihren Zuschauern auf ihrer 40 Etappen umfassenden Tour zeigt, kann sie selbst nicht sehen. Denn Sophie Massieu ist blind. In dieser Folge der Reihe besucht sie Betlehem und das mehrheitlich von Palästinensern bewohnte Westjordanland.

Die biblische Stadt Betlehem liegt heute im Westjordanland inmitten der palästinensischen Autonomiegebiete. Sie ist ein geschichtlich und religiös bedeutsamer Ort in brisantem Umfeld. In Betlehem leben Christen und Muslime seit Jahrhunderten friedlich zusammen. Das meint zumindest Pater Stéphane, ein französischer Mönch, der vor 30 Jahren in die Heilige Stadt kam. Er lädt Sophie in die Geburtskirche ein, die in frühchristlicher Zeit über der vermuteten Geburtsstätte Jesu errichtet wurde.

Um diese Region, die reich an religiösen Stätten ist, tobt eine konfliktgeladene politische Auseinandersetzung. Mit Abdelfattah besucht Sophie Massieu das palästinensische Flüchtlingslager „Aida“ am Ortsrand von Betlehem. Dort leben 5.000 Menschen, einige von ihnen schon seit über 60 Jahren. Sie mussten im Zuge der Gründung des Staates Israel ihre Dörfer verlassen. Abdelfattah hofft, dass er durch die Theaterarbeit mit Jugendlichen des Lagers dazu beitragen kann, dass endlich Frieden in die Region einzieht.

Die Palästinenser bemühen sich sehr um die Bewahrung ihrer Kultur. Maha erklärt Sophie, wie man Hochzeitskleider im traditionellen Stil bestickt. Dann darf die junge Französin die Küchlein für das Aid-Fest backen und entdeckt dabei die köstlichen Geheimnisse der palästinensischen Küche. 17:30-17:55 • arte

Zeitalter des Terrors (3/4)
Angriff auf Paris – In dieser BBC-Dokumentationsreihe werden wahre Geschichten des Terrorismus durch eindringliche und bewegende Interviews, lebendiges Archivmaterial, atmosphärische Inszenierungen und mit Peter Taylors außergewöhnlicher journalistischer Erfahrung rekapituliert.

1994. Als sich eine Air France Maschine darauf vorbereitete, den Flughafen Algeriens zu verlassen, kamen vier Männer in Uniform ins Flugzeug herein, um die Pässe zu kontrollieren.

Aber es waren keine Beamten der algerischen Behörden; es waren Mitglieder der GIA, einer islamistischen Extremistengruppe, die innerhalb der letzten zwei Jahre Tausende von Menschen in Algerien abgeschlachtet hatten.

Sie waren Teil eines grausamen, brutalen Bürgerkrieges, der Algerien gepackt hatte, seit die Wahlen, bei denen die islamische Partei siegte, vom Militär annulliert wurden. Die Männer entführten das Flugzeug und forderten, dass es nach Paris flog. Zwei Tage vergingen und drei Passagiere wurden getötet, bevor die algerischen Behörden den Abflug nach Marseille erlaubten. 21:55-22:45 • PHOENIX

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