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TV-Tipps des Tages

28.01.2012 – Ehrenmord, Arzu, Jerusalem, Ausländer, Kosovo, Istanbul, Moschee

TV-Tipps des Tages sind: Cosmo TV: Der Fall Arzu- Die Geschichte Arzus und Hintergründe der Tat; Eine Oase in Jerusalem; Gesichter Europas: Zankapfel Nordkosovo; Konstantinopels versunkener Hafen; Moscheen – Bauen um zu bleiben; Cosmo TV-Das Integrationsmagazin mit Till Nassif

VONÜmit Küçük

DATUM28. Januar 2012

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Cosmo TV
Der Fall Arzu
BIELEFELD. Elf Wochen zwischen Bangen und Hoffen, jetzt gibt es Gewissheit: Die Ende 2011 verschleppte Kurdin Arzu aus Detmold ist tot. Am Wochenende wurde ihre Leiche gefunden. Damit wächst der Druck auf ihre fünf Geschwister, die in Untersuchungshaft sitzen. War es ein Ehrenmord? Fest steht: Die Familie war nicht einverstanden mit Arzus deutschem Freund. Doch Arzu wollte ihre Beziehung nicht beenden. Cosmo TV zeigt Arzus Geschichte und fragt nach den Hintergründen der Tat.

Schulfrust – auch in NRW?
DUISBURG. Immer wieder gibt es Schlagzeilen über Konflikte im Klassenzimmer. Die jüngsten stammen von der Berliner Abiturientin Viviane Cismak. In ihrem Buch „Schulfrust“ berichtet sie über die angebliche Frauenfeindlichkeit und Diskriminierung von Deutschen an ihrer Kreuzberger Schule. Cosmo TV geht an Schulen und fragt nach: Wie sieht die Situation in NRW aus? Werden deutsche Minderheiten ausgegrenzt? Und gibt es so etwas wie „Schulfrust“ bei uns?

Der kleine Abel
KÖLN. Dass der kleine Abel heute lebt, grenzt an ein Wunder, denn Abel kam vier Monate zu früh auf die Welt. Er hatte kaum Überlebenschancen. Seine leibliche Mutter war Roma, auf der Durchreise in Köln, sie gab ihn zur Adoption frei. So wurde Antonia Manteras zu Abels Mutter. Die Nachbarn fragten damals ungläubig: „Hast Du nicht Angst, dass er Dich beklaut, wenn er groß ist?“ Aber Antonia Manteras sah kein Problem in seiner Herkunft. Sie liebt Abel und versucht ihm das entsprechende Selbstbewusstsein mitzugeben. Heute geht der Achtjährige auf eine internationale Schule, spricht drei Sprachen und spielt Geige. Cosmo TV über das ungewöhnliche Leben des kleinen Abel. 09:00-09:30 • WDR

Eine Oase in Jerusalem
Das American Colony Hotel – Das ist Colony ein wunderschönes, luxuriöses Hotel mit zuvorkommenden Mitarbeitern: Juden, Christen und Muslime sind miteinander befreundet. Und für den Gast aus Amerika oder Europa ist das Hotel eine der schönsten Oasen des Nahen Ostens.

Die reiche Geschichte des „American Colony“ geht bis ins späte 19. Jahrhundert zurück. Sie nahm ihren Ursprung in einer Reihe tragischer Ereignisse, die dazu führten, dass die strenggläubige christliche Familie von Horatio und Anna Spafford im Jahre 1881 ihre Heimatstadt Chicago verließ, um Frieden in der Heiligen Stadt Jerusalem zu finden und dort Familien in Not zu helfen. Sie waren keine Missionare, versuchten jedoch nach dem Vorbild der frühen Christen ein einfaches Leben zu führen. Wegen ihrer Wohltätigkeit sowohl den jüdischen Nachbarn als auch gegenüber den Beduinen von jenseits des Jordan gegenüber hatten sie bald das Vertrauen der lokalen Bevölkerung gewonnen, ihre Mildtätigkeit und ihr großes soziales Engagement sprach sich herum. Von den Anwohnern wurde die Familie einfach nur „die Amerikaner“ genannt. Nach drei Jahren, 1894, folgten ihnen 70 in den Vereinigten Staaten lebende Schweden, zwei Jahre später kamen weitere 55 Glaubensbrüder in Jerusalem an: Eine wesentlich größere Unterkunft wurde erforderlich. Es wurde ein Haus gekauft, das ursprünglich als Palast für einen Pascha und seine vier Ehefrauen entworfen worden war.

Als Baron Ustinov (der Großvater des Schauspielers Sir Peter Ustinov) im Jahr 1902 eine Unterbringungsmöglichkeit in Jerusalem für seine Besucher aus Europa und Amerika benötigte, er aber die türkischen Gasthäuser dieser Zeit für unzumutbar hielt, da war die Idee für das American Colony Hotel geboren. Rasch hatte sich das „American Colony“ als Unterkunft für westliche Reisende und Pilger etabliert, hier wurden ihre hohen Ansprüche an Qualität und Komfort erfüllt.

Bis heute ist das Hotel in Familienbesitz geblieben, die neutrale Haltung der Besitzer im Nahost-Konflikt hat das Hotel immer zu einem beliebten und manchmal auch geheimen Treffpunkt für Palästinenser und Israelis gemacht. Zum Beispiel begannen hier die Friedensgespräche, die 1993 zum Oslo-Vertrag führten. Auch Tony Blair, der das Nahost-Quartett vertritt, hat hier sein Büro.

Hintergrundinformationen:
Film von Richard C. Schneider. 11:00-11:30 • RBB Berlin

Gesichter Europas
Alltag im Niemandsland; Zankapfel Nordkosovo; Mit Reportagen von Dirk Auer; Am Mikrofon: Gerwald Herter

Zehntausende feierten an diesem Tag in den Straßen von Prishtina. Am 17. Februar 2008 erklärte sich die einst jugoslawische Provinz Kosovo zum unabhängigen Staat. Faktisch ist Kosovo seitdem ein geteiltes Land. Im Norden leben etwa 50000 Serben. Die allermeisten wollen mit den kosovarischen Institutionen nichts zu tun haben. Überquert man den Fluss Ibar in der geteilten Stadt Mitrovica, betritt man faktisch ein anderes Land. Während im übrigen Kosovo der Euro das Zahlungsmittel ist, wird hier ganz selbstverständlich weiter mit dem serbischen Dinar bezahlt.

An den Kiosken liegen Belgrader Zeitungen aus, auch die Gehälter der Angestellten des Krankenhauses und der Universität kommen direkt aus Belgrad. Bislang wurde die faktische Eigenständigkeit des Nordkosovo weitgehend toleriert. Doch in Prishtina mehren sich nun die Stimmen, den Norden des Landes notfalls auch mit Gewalt zu integrieren. Und für Belgrad erweist sich der ungeklärte Status des Nordkosovo als Haupthindernis für die Annäherung an die Europäische Union. 11:05-12:00 • Deutschlandfunk

Konstantinopels versunkener Hafen
Dokumentation – Die türkische Metropole Istanbul am Ufer des Bosporus platzt aus allen Nähten und droht am Verkehrskollaps zu ersticken. Dem soll ein Tunnel unter der Europa von Asien trennenden Meerenge ein Ende bereiten.

Mitten im modernen Istanbul hat ein gigantisches Bauprojekt begonnen, das die chronischen Verkehrsprobleme der überbevölkerten größten Metropole der Türkei lösen soll. Geplant sind ein Tunnel unter dem Bosporus und – tief in den Grundfesten der Stadt – ein Umsteigebahnhof zwischen Bahn und Metro. V

Von der über 3.000-jährigen Vergangenheit Istanbuls – einst hieß die Stadt Konstantinopel und vormals Byzanz – sind nur relativ wenige Spuren erhalten. Doch bei Aushubarbeiten für das Tunnelprojekt, die weitab vom Bosporus-Ufer begannen, legten Bauarbeiter 37 Schiffe samt Ladung frei, die durch eine Lehmschicht geschützt und dadurch hervorragend erhalten waren. Bei dem wertvollen Fund handelt es sich um Teile des versunkenen Hafens, der unter Kaiser Theodosius II. gebaut und vom fünften bis zum zehnten Jahrhundert genutzt worden war. Aus der Baustelle wurde eine mehr als fünf Hektar große Unterwasser-Grabungsstätte, die unter anderem Aufschluss über Ausdehnung und Untergang des Hafens von Konstantinopel geben soll. 21:05-22:00 • arte

Moscheen – Bauen um zu bleiben
Vor 20 Jahren, im Jahr 1992 gab es in Pforzheim die erste Moschee in Baden-Württemberg. Damals war der Widerstand dagegen heftig: vom offenen Protest bis hin zur anonymen Drohungen. In Pforzheim hat sich der Streit längst gelegt.

Heute entstehen überall im Land Moscheen. Ist der Bau einer Moschee schließlich zur Normalität geworden? In Esslingen entsteht gerade ein großer Neubau. Das um einige Zentimeter zu hoch geratene Minarett stand in den Schlagzeilen und musste zurück gebaut werden. Was hat sich im Umgang mit einander verändert? Was macht ein Moschee-Verein eigentlich? Autor Hanspeter Michel hat in Pforzheim und Esslingen nachgefragt. 03:30-04:00 • SWR BW

Cosmo TV-Das Integrationsmagazin mit Till Nassif
Themen u.a.: Der Fall Arzu – Die Geschichte Arzus und Hintergründe der Tat; Schulfrust – auch in NRW? – Die Berliner Abiturientin Viviane Cismak und ihr Buch „Schulfrust“; Der kleine Abel – Das ungewöhnliche Leben des adoptierten Abel

Der Fall Arzu
Elf Wochen zwischen Bangen und Hoffen, jetzt gibt es Gewissheit: Die Ende 2011 verschleppte Kurdin Arzu aus Detmold ist tot. Am Wochenende wurde ihre Leiche gefunden. Damit wächst der Druck auf ihre fünf Geschwister, die in Untersuchungshaft sitzen. War es ein Ehrenmord? Fest steht: Die Familie war nicht einverstanden mit Arzus deutschem Freund. Doch Arzu wollte ihre Beziehung nicht beenden. Cosmo TV zeigt Arzus Geschichte und fragt nach den Hintergründen der Tat.

Schulfrust – auch in NRW?
Immer wieder gibt es Schlagzeilen über Konflikte im Klassenzimmer. Die jüngsten stammen von der Berliner Abiturientin Viviane Cismak. In ihrem Buch „Schulfrust“ berichtet sie über die angebliche Frauenfeindlichkeit und Diskriminierung von Deutschen an ihrer Kreuzberger Schule. Cosmo TV geht an Schulen und fragt nach: Wie sieht die Situation in NRW aus? Werden deutsche Minderheiten ausgegrenzt? Und gibt es so etwas wie „Schulfrust“ bei uns?

Der kleine Abel
Dass der kleine Abel heute lebt, grenzt an ein Wunder, denn Abel kam vier Monate zu früh auf die Welt. Er hatte kaum Überlebenschancen. Seine leibliche Mutter war Roma, auf der Durchreise in Köln, sie gab ihn zur Adoption frei. So wurde Antonia Manteras zu Abels Mutter. Die Nachbarn fragten damals ungläubig: „Hast Du nicht Angst, dass er Dich beklaut, wenn er groß ist?“ Aber Antonia Manteras sah kein Problem in seiner Herkunft. Sie liebt Abel und versucht ihm das entsprechende Selbstbewusstsein mit zu geben. Heute geht der Achtjährige auf eine internationale Schule, spricht drei Sprachen und spielt Geige. Cosmo TV über das ungewöhnliche Leben des kleinen Abel.

Hintergrundinformationen:
Integration geht jeden etwas an, ob im Beruf, in der Schule oder unter Nachbarn. Deshalb ist Cosmo TV ein Magazin für alle, Zugewanderte und Deutsche. 07:30-08:00 • SWR BW

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