MiGAZIN

Migration und Integration in Deutschland

In allen Zielstaaten der Arbeitsmigration weisen die Eltern der als Migranten erfassten Jugendlichen eine kürzere Schulbesuchszeit und einen geringeren ökonomischen, sozialen und kulturellen Status auf als die Eltern von Nichtmigranten. Nirgendwo ist dieser Unterschied … aber so stark wie in Deutschland.

Konsortium Bildungberichterstattung, Bildung in Deutschland, 2006

TV-Tipps des Tages

16.03.2011 – Schwarze Meer, Pakistan, Fremdenfeindlichkeit, Ausländer

Die TV-Tipps des Tages sind: Planet Wissen; Kalash; Aktenzeichen XY… ungelöst; Jetzt red i; How I Met Your Mother; Mirages

VONÜmit Küçük

DATUM16. März 2011

KOMMENTAREKeine

RESSORTTV-Tipps

SCHLAGWÖRTER

DRUCKENAnsicht

MEHR ZUM ARTIKEL

DANKE,
ich möchte MiGAZIN auch in Zukunft lesen!

Planet Wissen
Wissensmagazin -Das Schwarze Meer – Ein Relikt der Sinflut? – Das Schwarze Meer ist das unbekannteste Meer Europas, denn lange Zeit war es zumindest für Westeuropäer quasi unzugänglich. Verborgen blieben die faszinierenden Küsten mit ihren steilen Klippen, sandigen Ufern, gigantischen Vogelvorkommen und Hafenstädten. Und verborgen blieb die Region, in der Geoforscher vermuten, dass – wenn überhaupt – dann hier die biblische Sintflut stattgefunden haben muss.

Am Schwarzen Meer wurde schon immer Geschichte geschrieben, denn hier trifft Europa auf Asien. Es zog im Laufe der Jahrtausende viele Völker hierhin, angefangen von den Skythen, Goten, Griechen, Genuesern und Venezianern. Erst herrschte am Schwarzen Meer das Byzantinische Reich, dann das Osmanische und dann das Russische Reich und die UdSSR. Die postsowjetischen Staaten Bulgarien, Rumänien, Ukraine, Russland und Georgien reiben sich noch heute an der Vergangenheit und suchen nach Wegen für die Zukunft. Dabei wird die Region immer wichtiger, nicht zuletzt, weil hier Allianzen für die Energieversorgung geschmiedet werden. Auch wenn heute das Schwarze Meer als Gewässer gebeutelt ist von Schwerindustrie und Agrarwirtschaft entlang der großen Zuflüsse sowie fehlender Klärwerke allerorten, ist das Schwarze Meer auch geologisch… (08:20 – 09:20 WDR)

Kalash
Im Tal der letzten Ungläubigen von Pakistan – Das Volk der Kalash lebt in Pakistan, nördlich von Peschawar und den Stammeszonen, die von den Taliban besetzt sind. Im nördlichsten Himalaya nahe der Stadt Chitral.

Umgeben von Muslimen und afghanischen Flüchtlingen, leben die letzten 3.000 Angehörigen des Volkes der Kalash in drei abgeschiedenen Tälern an der Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan. Wenn die Wintersonnenwende naht, begrüßen sie das Erwachen der Natur mit ihren traditionellen Gebeten, Gesängen und Tänzen. Wie viele Kalash steht die in der Dokumentation porträtierte junge Frau vor der Wahl, ob sie zum Islam übertritt, um modern zu leben, oder ob sie die Tradition ihres Volkes fortführen will. Von der Entscheidung ihrer Generation hängt das Überleben der jahrtausendealten von polytheistischen Glaubensvorstellungen geprägten Kultur ab. (09:15 – 10:10, arte)

Aktenzeichen XY… ungelöst
Gesellschaft (Verbrechen, Kriminalität) – Die Kriminalpolizei bittet um Mithilfe – Rudi Cerne berichtet über ungeklärte Kriminalfälle.

Hamburg: Brutaler Überfall im Morgengrauen: An einer Ampel wird ein dunkelhäutiger Autofahrer brutal zusammengeschlagen. Der 37-Jährige wird so schwer verletzt, dass er nach der Tat zwei Wochen lang im Koma liegt. Zuvor hatte ihm der Täter einen Aufkleber mit fremdenfeindlichen Parolen ans Auto geklebt.

Berlin: Die 29-Jährige ist auf dem Weg zu einem wichtigen Termin. Doch dort kommt sie nicht
an. Ihr Auto wird wenig später gefunden, von der jungen Frau fehlt jede Spur. Die Polizei ist zunächst ratlos. Doch bald ist sicher, dass die 29-Jährige Opfer eines Verbrechens wurde.

Flensburg: Eine Firma bei Flensburg, vormittags um halb elf. In einem Büro, in dem auch Geld aufbewahrt wird, arbeitet eine Angestellte. Sie ist allein. Plötzlich stürmt ein Mann… (20:15 – 21:45, ZDF)

Jetzt red i
40 Jahre „Jetzt red i“ – Jubiläumssendung aus Mainburg in Niederbayern – Moderation: Tilmann Schöberl und Andreas Bönte – 1971 flimmerte erstmals „Jetzt red i“ über die Bildschirme. Die Bürgersendung ist inzwischen ein Klassiker und eine der beliebtesten Sendungen des Bayerischen Fernsehens. Am 16. März feiert das Format sein 40-jähriges Jubiläum.

Ob Franken, Schwaben oder Altbayern, „Jetzte red i“ ist überall in Bayern präsent, denn jeden Monat gibt es eine neue Ausgabe der bekannten und beliebten Bürgersendung. Ob es der individuelle Kummer mit Behörden ist oder eine allgemeine Frage an die große Politik, bei „Jetzt red i“ haben die Redner Gelegenheit, ihrem Ärger Luft zu machen und sich einem breiten Fernsehpublikum vorzustellen. Im Live-Teil der Sendung nehmen dann die jeweiligen Minister und Verantwortlichen zu den Themen Stellung.

Das ist das Erfolgsrezept der Sendung, bei dem die Bürger die Hauptakteure sind. Jeder hat die Chance, das, worüber er sich Gedanken macht, vorzutragen. (20:15 – 21:00, 03:15 – 04:00, BR)

How I Met Your Mother
Die Tänzerhüfte – Serie – How I Met Your Mother – Barney hat einen Imagefilm über sich selbst gedreht: The Possimpible. Um Robin einen Job zu verschaffen, macht Barney dasselbe für sie. Ohne Job würde Robin bald ausgewiesen werden, die US Immigrationbehörde drängt bereits. Barney schafft es jedoch, Robin einen Job zu ergattern. (22:45 – 23:15, ProSieben)

Mirages
Dokumentation – Der Dokumentarfilm begleitet eine Gruppe Afrikaner ein Stück auf ihrem mühseligen Weg aus Armut und Hoffnungslosigkeit nach Europa.

Eine Gruppe von etwa 40 Afrikanern aus Senegal, Niger und Mauretanien durchquert die Sahara von Agadez im Niger bis nach Djanet in Algerien. Sie wollen über das Mittelmeer nach Europa, wo sie sich ein besseres Leben ohne Armut erhoffen. Filmemacher Olivier Dury nimmt sich viel Zeit, die Ténéré-Wüste und die Männer zu filmen. In seinem Geländewagen folgt er den beiden von Tuareg gesteuerten, mit Menschen überladenen Pick-ups. Die Fahrzeugkolonne kämpft sich mühsam voran, zunächst im Busch, dann auf Pisten, schließlich auf unberührten Sandflächen und durch einen Sandsturm. Die Männer machen Rast, um ihre Wasservorräte an einem Brunnen mitten in der Sahara aufzufüllen, am Lagerfeuer zu schlafen oder einen Kranken zu pflegen. Die Kamera streift Füße und Gesichter, zeigt einen überhitzten Motor, einen Reifenwechsel in der Wüste, ein im Sand gefangenes Insekt, eine Schlange oder einen Frosch – und diese Bilder kommen ganz ohne Kommentar aus. (00:10 – 0:55, arte)

Testen Sie den kostenlosen MiGAZIN Newsletter:
Bitte beachten Sie unsere Netiquette. Vielen Dank!

Ihr Kommentar dazu:

MiGAZIN

Ziel und Zweck von MiGAZIN ist die Förderung der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Partizipation von Migrant(inn)en in der Aufnahmegesellschaft. In diesem Sinne soll MiGAZIN die Kommunikation fördern und füreinander sensibilisieren. Mehr über uns...

MiGMACHEN

Die Redaktionsmitglieder von MiGAZIN haben vor allem eins gelernt: Wer über sein Wissen und seine Erfahrungen schreibt, lernt immens dazu. Die kritische Diskussion mit Lesern eröffnet neue Horizonte. Daher hat das MiGAZIN-Team die Aktion-MiGMACHEN ins Leben gerufen. Hier bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, MiGAZIN als Autor, Pate oder Jungautor mitzugestalten. Nähere Informationen...

GRIMME Online Award 2012

    Begründung der Jury: "Über Migranten und Migration wird in Deutschland viel gesprochen. Vor allem von Deutschen. Im Chor der vielen und oft sehr lauten Stimmen fehlen aber zumeist die der Migranten. Und genau diese Lücke füllt das MiGAZIN mit qualitativ hochwertigen Texten und verständlicher Berichterstattung." Weiter ...