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Norwegens Ministerpräsident Jens Stoltenberg, Trauergottesdienst nach dem Terroranschlag im norwegischen Oslo und Utoya, 2011

Deutsch-tschechische Hochschule

Bayern-SPD fordert deutsch-tschechische Universität

Auf einem SPD-Empfang für Heimatvertriebene, Flüchtlinge und Aussiedler sprach sich der Fraktionschef der SPD im Landtag Markus Rinderspacher für die Gründung einer deutsch-tschechischen Universität in Ostbayern aus.

Rinderspacher nannte in seiner Rede die Vertriebenen und Aussiedler „geborene Brückenbauer“ mit einem großen geistig-kulturellen Erbe hervor. „Die vornehmste Zukunftsaufgabe der Vertriebenen und ihrer Nachkommen, die sich in der deutschen Nachkriegsgesellschaft bereits große Verdienste erworben haben, muss jedoch das weitere Brückenbauen für Verständigung und Versöhnung mit unseren Nachbarn Tschechen und Polen sein“, sagte Rinderspacher.

Deswegen unterstütze er auch ausdrücklich die Initiative der SPD-Fraktion zur Gründung einer deutsch-tschechischen Hochschule in Ostbayern. Mit der Hochschule erhoffe man sich vor allem im technisch-wirtschaftlichen Bereich grenzüberschreitende Impulse zu noch mehr Kooperation und Vernetzung.

Die Kritik hatte zuvor schon den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer kritisiert, da er dem direkten bayerischen Nachbarn Nichtbeachtung schenkte. Schon seine Vorgänger Stoiber und Beckstein hätten sich nie in Tschechien blicken lassen und nun lasse sich auch Seehofer Zeit.

Die SPD fordert dagegen, Tschechisch an mehreren bayerischen Schulen als Wahlpflichtfach einzuführen. Bei ihrer zentralen Forderung, der Gründung einer deutsch-tschechischen Hochschule, hat die SPD die deutsch-polnische Universität Viadrina in Frankfurt/Oder vor Augen. Im Idealfall sollen dann nicht nur Geisteswissenschaften auf dem Lehrplan stehen. Denkbar wären Fächer, deren Absolventen in der Automobilindustrie oder bei erneuerbaren Energien zum Einsatz kommen sollen.

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