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Migration und Integration in Deutschland

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Erwerbsquoten der inländischen (43 %) und ausländischen (70,8 %) Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1970.

Friedrich Heckmann, Die Bundesrepublik als Einwanderungsland?, 1981

Niedersachsen

Leitfaden zur Anerkennung ausländischer Qualifikationen orientiert sich an der Staatsangehörigkeit

Niedersachsen stellt den ersten Orientierungsleitfaden zu Fragen der Anerkennung ausländischer Schul-, Berufs- und Hochschulabschlüsse vor. Experten kritisieren Ungleichbehandlungen zwischen verschiedenen Staatsangehörigen bei gleichen Qualifikationen.

Dann dürfe man sich im nachhinein auch nicht darüber aufregen, wenn bestimmte Migrantengruppen in der Statistik als mehr oder weniger „ungebildet“ erscheinen oder häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Denn Statistiken seien blanke Zahlen, die weder Ursachen noch Hintergründe kennen. Als „Steilvorlage für diffamierende Äußerungen bestimmter Migrantengruppen“ würden sie von Politikern dennoch benutzt.

Beratung im Landtag
Der Niedersächsische Landtag berät in der kommenden Woche Möglichkeiten, die von Migranten im Ausland erworbenen Qualifikationen besser in Deutschland anzuerkennen. Ziel der Landtagsinitiative ist es, gemeinsam mit den Ländern und dem Bund die unterschiedlich geregelten Zuständigkeiten zu bündeln.

Es bleibt abzuwarten, ob in auch über die Bedeutung der Staatsangehörigkeit diskutiert wird – in diesem Zusammenhang eigentlich ein irrelevanter Faktor.

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Ein Kommentar
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  1. Non-EU-Alien sagt:

    „Anerkennung nach Staatsangehörigkeit
    Ob der vorgestellte Leitfaden tatsächlich helfen wird, das bisherige System durchschaubar zu machen, bleibt allerdings abzuwarten. Negativ fällt jedenfalls auf, dass bei der Anerkennung ausländischer Schulabschlüsse, beruflicher Qualifikationen und bei der Ausübung akademischer Berufe Ungleichbehandlungen vorgesehen sind. Während Spätaussiedler und EU-Bürger sich auf das Bundesvertriebenengesetz bzw. EU-Richtlinien berufen können, sollen für Drittstaatsangehörige keine Privilegierungen gelten.“

    –> solche Privilegierungen von EU Ausländern gegenüber anderen Ausländern kennt man ja schon aus dem Staatsangehörigkeitsrecht, bei Einbürgerungen.



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