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Migration und Integration in Deutschland

Wenn ich mir die Hauptschulen in Ballungszentren anschaue, sehe ich es als zentralen bildungspolitischen Auftrag für diese Schulart, dass sie […] Schülern ein niederschwelliges Bildungsangebot macht […]. Gerade für Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Präsident der Kultusministerkonferenz Ludwig Spaenle (CSU), taz, 20. Januar 2010

Podiumsdiskussion

Hochqualifiziert und international – Chancen für den deutschen Standort?

Unter dieser Überschrift veranstaltet das futureorg Institut für angewandte Zukunfts- und Organisationsforschung gemeinsam mit der Stadt Dortmund am 1. Februar 2010 eine Podiumsdiskussion.

Deutschland ist arm an natürlichen Ressourcen. Daher ist Bildung das wichtigste Kapital, um die Zukunfts- und Leistungsfähigkeit Deutschlands sicherzustellen. So könnte man die grundlegende These der Veranstaltung formulieren. Es drängt sich vor diesem Hintergrund die Frage auf, ob in Deutschland alle erforderlichen Bildungs- und Integrationsanstrengungen unternommen werden.

MiGAZIN ist offizieller Medienpartner der Veranstaltung. Ekrem Senol, Mitgründer und Chefredakteur von MiGAZIN, wird die Podiumsdiskussion moderieren.

Der deutsche Standort muss in diesem Zusammenhang gleich mehrere Megatrends in einer zukunftsorientierten Bildungspolitik berücksichtigen. Denn der demografische Wandel, der Fachkräftemangel und die zunehmende Abwanderung von Hochqualifizierten mit oder ohne Migrationshintergrund führen zur Ausdünnung des Fachkräftepotenzials am deutschen Standort. Die deutsche Wirtschaft benötigt aber immer mehr Akademikerinnen und Akademiker bzw. hochqualifizierte Menschen.

Verstärkt wird diese negative Entwicklung zudem durch die Tatsache, dass das Arbeitskräftepotenzial von Migranten in Deutschland schlicht ungenutzt bleibt. Dazu sagt Kamuran Sezer, Leiter des futureorg Instituts dem MiGAZIN: „Stellen Sie sich vor, Deutschland ist ein transnationales Unternehmen mit einem sehr großen Maschinenpark. Weil diesem Unternehmen die Farbe oder die Marke von einigen Maschinen nicht gefällt, nutzt es diese Maschinen gar nicht. Sie stehen in der Ecke, rosten und verschlingen sehr viele Ressourcen für ihre Instandhaltung. Das kann sich kein leistungsorientiertes Unternehmen leisten – auch eine Leistungsgesellschaft wie Deutschland nicht. Warum wird das dann zugelassen!?“

Das futureorg Institut ist Initiator der Sozialstudie über die türkischen Akademiker und Studierenden in Deutschland (TASD-Studie).

Auf dem Podium werden renommierte Experten wie Herr Prof. Dr. Hartmut Griese (Leibniz Universität Hannover), Herr Dr. Philipp Schuller (Deutschland denken e.V.) und Wilhelm Steitz (Integrationsbeauftragter der Stadt Dortmund) die Bildungssituation aber auch über Lösungsansätze diskutieren.

„Ganz besonders freue ich mich über die Teilnahme von Herrn Damir Softic!“, sagt Kamuran Sezer mit einem Lächeln. „Denn sein Lebenslauf steht für einen erfolgreichen Migranten: Er hat u.a. an der Elite-Universität Berkley studiert, war Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung und ist heute wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand an der Uni Duisburg-Essen. Auf seinem Lebensweg bis hierhin musste er aber einige Hürden überwinden und Kämpfe ausfechten. So wurde er nach der Grundschule für eine Realschule empfohlen. Ich muss einen schwarzen Humor besitzen, wenn ich bei der Vorstellung schmunzele: ein Berkley-Student mit Realschul-Empfehlung.“

Die Veranstaltung findet am 1. Februar 2010 in Dortmund und beginnt um 17.30 Uhr, zu der alle Interessierten eingeladen sind. Für eine bessere Planung wird eine formlose Anmeldung unter info@futureorg.de gebeten. Weitere Informationen zur Veranstaltung und zu den Podiumsteilnehmern können Sie aus dem Flyer zur Veranstaltung entnehmen.

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