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Migration und Integration in Deutschland

Demnach waren die Arbeitgeber bestrebt, diejenigen ausländischen Arbeitnehmer zu halten, die sich in mehrjähriger Beschäftigung bewährt hatten, zumal bei ihnen die Anpassungs- und hier vor allem die Sprachschwierigkeiten … überwunden waren.

Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, 1968

Türkische Presse Europa

22.01.2010 – Lehrer, Diskriminierung, Visumspflicht, Türkei

Die Europaausgaben der türkischen Zeitungen legen ihren Schwerpunkt auf die Gewinnung von Lehrern mit einer Zuwanderungsgeschichte in NRW. Weitere Themen sind eine Befragung unter älteren Migranten in Hamm, Diskriminierungen bei der Wohnungssuche und die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei.

DATUM23. Januar 2010

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„Mehr Migranten werden Lehrer” in NRW
Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat die Gewinnung von mehr Lehrerinnen und Lehrern mit einer Zuwanderungsgeschichte zu einem ihrer zentralen Ziele in der Integrationspolitik erklärt. Darüber berichtet die ZAMAN auf ihrer Tıtelseite. Lehrerinnen und Lehrer mit Zuwanderungsgeschichte könnten mit ihrer doppelten Kompetenz in der deutschen Sprache und der Herkunftssprache sowie ihren Erfahrungen in zwei Kulturen eine wichtige Mittlerfunktion in der Schule einnehmen und die interkulturelle Qualifizierung fördern. In dieser Woche ging in Düsseldorf der Schülercampus „Mehr Migranten werden Lehrer” zu Ende. Das Ministerium für Schule und Weiterbildung habe zudem vor kurzem den Unterricht in den Herkunftssprachen gestärkt.

Befragung älterer Migrant/innen in der Stadt Hamm
Ältere Zuwanderinnen und Zuwanderer über 57 Jahren sind in Deutschland heimisch und haben keine Rückkehrabsichten, berichtet die ZAMAN. Das ist das Ergenbnis einer gemeinsamen Studie der Sadt Hamm und der Afyon Kocatepe Üniversitesi. Im Rahmen des Projekts, das in einem Sozialraum in Hamm durchgeführt wurde, sind knapp 200 Personen in ihrer Muttersprache befragt worden.

Entschädigung wegen Diskriminierung bei der Wohnungssuche
Das Oberlandesgericht Köln hat einen in Aachen ansässigen Immobilienverwalter zur Zahlung von 5.056,- Euro Geldentschädigung und Schadenersatz verurteilt, weil er als verantwortlich dafür angesehen wurde, dass ein Paar schwarzafrikanischer Herkunft wegen seiner Hautfarbe als Mieter einer Wohnung zurückgewiesen wurde, berichtet die ZAMAN. Durch die Verweigerung der Wohnungsbesichtigung und die Äußerung, die Wohnung werde nicht an “Neger… äh Schwarzafrikaner oder Türken vermietet”, habe die Hausmeisterin die Menschenwürde und damit das allgemeine Persönlichkeitsrecht der afrikanischen Mietinteressenten verletzt. Die Bezeichnung als “Neger” sei nach heutigem Verständnis eindeutig diskriminierend und ehrverletzend. (wir berichteten)

Visumpflicht für Türken hat fatale Folgen für den Wirtschaftsstandort Niedersachsen
Die migrationspolitische Sprecherin der Grünen in Niedersachsen, Filiz Polat, fordert die Bundesregierung auf, die Visumspflicht für Türken einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs entsprechend abzuschaffen, notiert die ZAMAN. Dies restriktiven Visabestimmungen hätten fatale Folgen für den Wirtschaftsstandort Deutschland. (wir berichteten)

„Türkei in Europa – Europa in der Türkei“
Im Rahmen einer Ringvorlesung an der Universität Hamburg zum Thema „Türkei in Europa – Europa in der Türkei“ hat der Islamwissenschaftler Prof. Dr. Udo Steinbach vom Centrum für Nah- und Mitteloststudien an der Universität Marburg die türkische Außenpolitik gewürdigt, berichtet die ZAMAN. Die Bemühungen der Türkei für einen Frieden in der Region müsse unterstützt werden. Auch in der Innenpolitik seien wichtige Reformen durchgesetzt worden. Steinbach sprach sich zudem für den EU-Beitritt der Türkei aus.

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