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Bundespräsident Christian Wulff, Rede zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2010

Weniger Neugeborene

Bevölkerungsrückgang wird durch Zuwanderung nicht kompensiert

In Rheinland-Pfalz kommen immer weniger Kinder zur Welt. Diese negative Entwicklung könnte nur durch ein erhebliches Anwachsen der Zuwanderungen ausgeglichen werden. Hierfür gibt es aber keinerlei Anzeichen, teilt das Statistische Landesamt in Rheinland-Pfalz mit.

In Rheinland-Pfalz kommen immer weniger Kinder zur Welt. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes liegt die Zahl der Neugeborenen im Jahr 2009 bei rund 30.500, d. h. gut 5 Prozent niedriger als im vergangenen Jahr.

Der letzte Höchstwert konnte mit 41.677 neugeborenen Kindern 1997 verzeichnet werden. Danach gab es Jahr für Jahr immer weniger Geburten, bis 2006 der vorläufige Tiefststand (31.755) erreicht wurde. Mit der Einführung des Elterngeldes dürften viele Paare, die ohnehin die Realisierung von Kinderwünschen planten, diese gezielt in das Jahr 2007 verlegt haben, wenn sie sich durch das Elterngeld gegenüber dem bis Ende 2006 gewährten Erziehungsgeld Vorteile versprachen. Die Zahl der Geborenen stieg im Jahr 2007 auf 32.536, lag aber im Folgejahr schon wieder etwas niedriger (32.223). Die aktuelle Entwicklung knüpft an den seit Jahren zu beobachtenden negativen Trend an.

Prognose

Auch die zukünftige Entwicklung ist vorgezeichnet: So ist mit weiter sinkenden Geburtenzahlen zu rechnen, da die entsprechenden Elternjahrgänge immer kleiner werden. Im Jahr 2020 wird es gut 12 Prozent weniger Frauen zwischen 15 und 45 Jahren geben als heute. Gleichzeitig wird wegen der wachsenden Zahl älterer Menschen – trotz steigender Lebenserwartung – die Zahl der Gestorbenen weiter steigen. Damit wird die Bevölkerungszahl weiter abnehmen.

Diese negative Entwicklung könnte nur durch ein erhebliches Anwachsen der Zuwanderungen ausgeglichen werden. „Hierfür gibt es aber keinerlei Anzeichen, denn die Zuwanderungszahlen gehen zurück“, so das Statistische Landesamt. Im Jahr 2008 gab es erstmals seit Mitte der 1980er-Jahre mehr Fortzüge als Zuzüge über die Landesgrenze.

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