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Migration und Integration in Deutschland

Wenn wir Millionen von Menschen die doppelte Staatsbürgerschaft geben, die sie weitervererben, werden wir eine dauerhafte türkische Minderheit in Deutschland haben. Das bedeutet eine langfristige Veränderung der Identität der deutschen Gesellschaft. Ich bin dagegen.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), Münchner Merkur, 6.11.2013

Türkische Presse Europa

18.12.2009 – Rechtsextremismus, Imam, Integrationsvertrag

Die Europaausgaben der türkischen Zeitungen berichten vornehmlich über den Höchstand rechtsextremer Straftaten in Deutschland und dem Modellprojekt zur sprachlichen und landeskundlichen Fortbildung von Imamen. Weitere Themen sind die Vorurteile deutscher Unternehmen gegenüber türkischen Bewerbern, der Integrationsvertrag und das Minarett einer Moschee in Esslingen.

DATUM19. Dezember 2009

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RESSORTTürkische Presse Europa

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Zahl rechtsextremer Straftaten auf neuem Höchststand
Der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Jörg Ziercke, hat die Politik davor gewarnt, angesichts leerer Staatskassen bei den Maßnahmen gegen den Rechtsextremismus zu sparen. Die Zahl der Straftaten bleibt 2009 nach Einschätzung des BKA auf Rekordniveau. Im vergangenen Jahr war mit mehr als 20 000 Delikten der höchste Wert seit Einführung eines neuen Zählsystems 2001 erreicht worden. Die hohe Zahl der Straftaten nannte Ziercke als erschreckend. Für 2009 rechnet er mit einem ähnlichen Ergebnis. Sorge bereitet ihm zudem die hohe Gewaltbereitschaft der Rechtsextremen. (SABAH, ZAMAN, MILLIYET)

Modellprojekt zur sprachlichen und landeskundlichen Fortbildung von Imamen
Das Goethe-Institut, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und die DITIB haben ein Modellprojekt zur sprachlichen und landeskundlichen Fortbildung von Imamen in Deutschland gestartet. „Imame können als Brückenbauer und Vermittler zwischen Zugewanderten und der Mehrheitsgesellschaft eine wichtige integrationsfördernde Rolle spielen“, betont der Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, Albert Schmid, anlässlich des Projektstarts in Nürnberg und Köln, den beiden ersten Standorten des Projekts. „Mit den Kursen soll vor allem die Sprachkompetenz der Geistlichen gestärkt werden, die damit auch ein Beispiel für ihre Gemeindemitglieder geben könnten“, so Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts. „Migranten, die sich entscheiden, einen größeren Teil ihres Lebens in Deutschland zu verbringen, sollten spüren, dass sie dazugehören.“ Sadi Arslan, Vorsitzender der DITIB, hebt hervor: „Der hier angebotene Kurs richtet sich an ein Fachpersonal, an Menschen, mit fundiertem theologischem Wissen, an Menschen mit Vorbildfunktion, an Menschen, denen man vertraut.“

Innerhalb der Projektlaufzeit von drei Jahren werden etwa 130 Imame in neun Kursen an Standorten in ganz Deutschland fortgebildet. Die berufsbegleitenden Kurse umfassen mehr als 500 Stunden Deutsch sowie etwa zwölf Tage interkulturellen und landeskundlichen Unterricht zu Themen wie Staat und plurale Gesellschaft, Alltag in Deutschland, religiöse Vielfalt, Migration, Bildung und Ausbildung, Vereinsarbeit. Ein hoher Praxisbezug der Fortbildung und ein enger Bezug zur jeweiligen Stadt sind durch Besuche und Hospitationen in städtischen Einrichtungen sichergestellt. Das Projekt soll Imame in die Lage versetzen, die spezifischen Bedürfnisse und Probleme von Muslimen bei der Integration in Deutschland zu erkennen, Lösungen anzubieten und bei Bedarf Hilfsangebote zu vermitteln. (TÜRKIYE, MILLIYET, SABAH)

Deutsche Unternehmen begegnen türkische Bewerber mit Vorurteilen
Die Türkisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer (TD-IHK) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie haben am Donnerstag eine gemeinsame Veranstaltung zum Thema Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in die deutsche Wirtschaft durch Berufsausbildung organisiert. Es sei unter anderem bemängelt worden, dass deutsche Unternehmer türkische Bewerber oft mit Vorurteilen begegnen. Es müsse in den Beziehungen Normalität eintreten; so dürften Frauen, die ein Kopftuch tragen nicht permanent ausgeschlossen werden, berichten die ZAMAN und SABAH.

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5 Kommentare
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  1. Boli sagt:

    mehr als 20 000 Delikten

    hier wurde vergessen zu erwähnen das davon gerade einmal 1000 mit Gewalt zu tun haben.

    Esslingen darf ihr Minarett behalten
    Das Minarett der Moschee in Esslingen werde nicht abgerissen, berichtet die TÜRKIYE. Die Stadtverwaltung und die Moscheegemeinde hätten einige Änderungen am Minarett beschlossen und somit eine Einigung erzielt. Das Minarett sei 60 cm länger gebaut als im Bebauungsplan genehmigt.

    Aber eine Geldstrafe wird doch drin sein oder??

  2. Boli sagt:

    Deutsche Unternehmen begegnen türkische Bewerber mit Vorurteilen
    Die Türkisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer (TD-IHK) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie haben am Donnerstag eine gemeinsame Veranstaltung zum Thema Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in die deutsche Wirtschaft durch Berufsausbildung organisiert. Es sei unter anderem bemängelt worden, dass deutsche Unternehmer türkische Bewerber oft mit Vorurteilen begegnen. Es müsse in den Beziehungen Normalität eintreten; so dürften Frauen, die ein Kopftuch tragen nicht permanent ausgeschlossen werden, berichten die ZAMAN und SABAH.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article4500301/Zuwanderung-Abrechnung-mit-einem-Mythos.html?page=1#vote_4457160

    Der Artikel zeigt auf das der Bedarf schlicht nicht gegeben ist auch wenn dies in 10 Jahren anders sein könnte. Jetzt stehen die Zeiten schlecht.

  3. Mensch sagt:

    Wieso versuchen Sie rechtsextremistische Straftaten zu relativieren? Oder wie darf ich Ihren Kommentar verstehen?

  4. Mehmet sagt:

    Das versucht er immer. Kommt wohl selbst aus der Szene…

  5. Boli sagt:

    @Mensch
    Hier wird nix relativiert. Ich habe nur aufgezeigt welche Straftaten anderen Menschen direkt Schaden zufügen. Der Rest gehört in die Propagandaecke. Also Hakenkreuze an die Wand schmieren oder NPD Aufkleber in der Öffentlichkeit anbringen usw….



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