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Angela Merkel, Aussiedler- und Minderheitenpolitik in Deutschland, 2008

Türkische Presse Türkei

02.12.2009 – Gül, Minarett, Schweiz, Erdogan

Staatspräsident Abdullah Gül habe das Ergebnis der Volksabstimmung zum Minarettenbau als ein Angriff auf die Grundrechte und – freiheiten bezeichnet. Des Weiteren bezeichnet Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan das Ergebnis der Volksabstimmung als ein Zeichen des ansteigenden Rassismus und Nationalismus in Europa bezeichnet.

VONTRT & BYEGM

DATUM2. Dezember 2009

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RESSORTTürkische Presse Türkei

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Gül besucht Jordanien
Die Tageszeitung Sabah berichtet über den Jordanien Besuch von Staatspräsident Abdullah Gül. Staatspräsident Gül habe gesagt, durch das zwischen der Türkei und Jordanien unterzeichnete Freihandelsabkommen könne nun das Wirtschafts- und Handelspotential zwischen beiden Ländern in Angriff genommen werden. Der Nachricht zufolge, sei das Abkommen in Anwesenheit von Staatspräsident Abdullah Gül und dem jordanischen König Abdullah unterzeichnet worden. Mit der Unterzeichnung sei nach Libyen, Syrien und Albanien nun auch der Visumszwang für Jordanien aufgehoben worden.

Stellungnahme von Staatspräsident Abdullah Gül zum Minarett-Verbot
Die Tageszeitung Hürriyet schreibt über die Stellungnahme von Staatspräsident Abdullah Gül zum Minarett-Verbot in der Schweiz. Gül habe das Ergebnis der Volksabstimmung zum Minarettenbau als ein Angriff auf die Grundrechte und – freiheiten bezeichnet. Gül habe gestern vor seiner Abreise nach Jordanien die Fragen der Journalisten beantwortet. Gül habe gesagt, der Entwicklung in der Schweiz müsse nachgegangen werden, denn der Ausgang der Volksabstimmung sei der Ausdruck der sich verbreitenden Islamphobie in der westlichen Welt.

Erdogan kritisiert Minarett-Verbot
Die Tageszeitung Vatan zitiert Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, der die Volksabstimmung in der Schweiz zum Minarettenbau als ein Fehler bezeichnet habe. Die Glaubensfreiheit dürfe nicht zum Inhalt einer Volksabstimmung gemacht werden. Des Weiteren habe Erdogan in seiner Rede auf der Fraktionssitzung, das Ergebnis der Volksabstimmung als ein Zeichen des ansteigenden Rassismus und Nationalismus in Europa bezeichnet. Entsprechend habe er auch die Islamphobie, wie den Antisemitismus, als ein Vergehen an der Menschheit bezeichnet. Ein diesbezüglicher Beschluss in Warschau habe für die Moslems keine positive Entwicklung gebracht.

In der Tageszeitung Sabah lesen wir, das Amt für Religiöse Angelegenheiten habe in seiner Stellungnahme zum Minarettverbot die Thematisierung der Grundfreiheiten innerhalb einer Volksabstimmung aufs schärfste kritisiert. Die Begrenzung dieser Freiheiten durch irgendeine Nation, einen Staat oder eines Organs sei nicht hinnehmbar.

Die Tageszeitung Hürriyet schreibt, Staatsminister und Chefunterhändler Egemen Bagis habe auf das Minarettverbot in der Schweiz mit einem Aufruf an die islamische Welt reagiert. Des Weiteren habe Bagis die Schweiz als einem Freilichtmuseum der Intoleranz bezeichnet und die Annullierung des Minarett-Verbots gefordert.

Türkisch-Amerikanischen Koalition
Die Tageszeitung Milliyet schreibt, die gemeinsame Initiative der türkisch-amerikanischen Koalition und der technischen Universität von Istanbul werde jedes Jahr 10 indianerstämmigen Schülern in den USA ein Stipendium zum Studium in der Türkei anbieten. Der Direktor der technischen Universität von Istanbul Professor Muhammed Sahin und der Präsident der Türkisch-Amerikanischen Koalition Lincoln McCurdy hätten ihre Freude über dieses Programm zum Ausdruck gebracht.

Hinweis: Die “Türkische Presse Türkei” (Türkeiausgaben türkischer Tageszeitungen) wird von der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und von der MiGAZIN-Redaktion unverändert übernommen.

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