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Migration und Integration in Deutschland

Demnach waren die Arbeitgeber bestrebt, diejenigen ausländischen Arbeitnehmer zu halten, die sich in mehrjähriger Beschäftigung bewährt hatten, zumal bei ihnen die Anpassungs- und hier vor allem die Sprachschwierigkeiten … überwunden waren.

Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, 1968

Türkische Presse Europa

19.11.2009 – Minarett, Einbürgerung, Religion, Kultur

In der türkischsprachigen Presse in Europa nimmt der Streit um das Minarett-Verbotsreferendum in der Schweiz breiten Raum ein. Außerdem wird über die Zahl der Einbürgerungen in Bayern und über eine Studie zu den Perspektiven von Europäern auf die Türkei berichtet.

DATUM20. November 2009

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RESSORTTürkische Presse Europa

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Schweiz: Sagt nein zum Minarett-Verbot
Der schweizer Bundespräsident Hans-Rudolf Merz hat die Schweizer dazu aufgerufen, gegen das Minarett-Verbotsreferendum zu stimmen. Darüber berichten TÜRKIYE, MILLIYET und HÜRRIYET. Das Referendum habe die Schweiz gespalten, berichten die Zeitungen. Minarette würden durch die Religionsfreiheit gedeckt, sagte der Bundespräsident. Von ihnen würde außerdem nicht zum Gebet gerufen werden.

Im Plakat-Streit ist mittlerweile auch ein neues Plakat aufgetaucht, das die Ministerinnen im Schweizer Kabinett in eine Burka gehült zeigt. SVP-nahe Kreisen wird die Urheberschaft für diese Plakate vorgeworfen.

41.500 neue Staatsbürger in Bayern
In den letzten neun Jahren haben 41.500 Türken in Bayern die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen, berichtet die ZAMAN. Dies teilte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in einer Pressekonferenz mit. In den letzten Jahren wäre jedoch die Zahl der Einbürgerungen zurückgegangen, stellte der Innenminister fest. Man erwarte jedoch wieder steigende Zahlen. Die zurückgehenden Zahlen hätten ihre Ursache jedoch nicht in dem neu eingeführten Einbürgerungstest. Die Bestehensraten bei dem Test würden bei 98-99 % liegen. Herrmann sprach sich zudem erneut gegen eine doppelte Staatsbürgerschaft aus. Diese würde keinen Beitrag zur Integration leisten.

Einstellungen der Europäer auf die Türkei wird durch Religion und Kultur bestimmt
Nach einer aktuellen Studie der Bogazici Universität in Istanbul lassen sich 40,4 Prozent der Europäer von kulturellen Faktoren leiten, wenn sie die Türkei bewerten. Für 26,8 Prozent der Befragten stehen wirtschafliche Aspekte im Vordergrund, für 26 Prozent sind es politische.

51,3 Prozent der Beitrittsgegner geben als Grund für ihre Ablehnung die Religionszugehörigkeit der Türken an. 15,8 Prozent glauben, dass die Türkei geographisch nicht zu Europa gehört. 43 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass der Beitritt der Türkei in die EU den „Clash of Civilizations“ verhindern kann, 54 Prozent lehnen diese Ansicht jedoch ab. Befragt wurden für die Studie Menschen in Deutschland, Frankreich, Groß-Britannien, Polen und Spanien, berichtet die ZAMAN.

Handelsblatt: Türken in Deutschland beleben die Konjunktur
Die SABAH gibt eine Umfrage des Handelsblattes wieder, wonach die Türken in Deutschland die Konjunktur in Deutschland beleben. Während nur 24 Prozent der Deutschen in ihrer Freizeit einkaufen würden, liege dieser Wert bei Türken bei über 60 Prozent. Auf die Frage nach ihren Deutsch-Kenntnissen antworteten 58 Prozent mit „gut oder sehr gut“, 28 Prozent mit „mittel“.

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