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Migration und Integration in Deutschland

Wenn ich mir die Hauptschulen in Ballungszentren anschaue, sehe ich es als zentralen bildungspolitischen Auftrag für diese Schulart, dass sie […] Schülern ein niederschwelliges Bildungsangebot macht […]. Gerade für Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Präsident der Kultusministerkonferenz Ludwig Spaenle (CSU), taz, 20. Januar 2010

Statistik

Rund 80 % der Migranten besuchen Integrationskurse

Aus dem Integrationskursgeschäftsstatistik geht hervor, dass die große Merhheit der Migranten die Integrationskurse besucht. Im ersten Halbjahr 2009 nahmen 78,6% der berechtigten Migranten und 81,9% der Verpflichteten an den Kursen teil.

Die Mehrheit der Migranten besucht die Integrationskurse. Dies geht aus dem Integrationskursgeschäftsstatistik [pdf] hervor. 2008 nahmen von den rund 155 000 teilnahmeberechtigten Personen über 121 000 (rund 78 %) an den Kursen teil. Für das erste Halbjahr 2009 ergibt sich ein ähnliches Bild: 78,6% der Berechtigten und 81,9% der Verpflichteten nahmen an den Kursen teil.

Warum ca. 20% Migranten nicht an den Integrationskursen teilnahmen, lässt sich nicht genau feststellen. Der Caritasverbandes berichtet, dass fehlende Kinderbetreuungsmöglichkeiten, große Entfernung zu den Integrationskursorten und die Termine der Angebote, besonders bei beschäftigten Zuwanderern, mögliche Gründe für eine Nichtteilnahme an Integrationskursen sein könnten. Um die Teilnahmezahlen zu erhöhen, sollten die genannten Hindernisse beseitigt werden.

Für Migranten besteht in Deutschland eine Verpflichtung an Integrationskursen teilzunehmen. Diese Verpflichtung leitet sich entweder aus dem Aufenthaltsgesetz und/oder aus den Bestimmungen des Sozialgesetzbuches II ab. Bei Nichtbefolgung der Verpflichtungen sind in beiden Fällen Sanktionen vorgesehen.

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