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Migration und Integration in Deutschland

Warum werden sie hineingelassen? Um die Bürger des Staates von harter und unangenehmer Arbeit zu befreien?

Michael Walzer, Sphären der Gerechtigkeit, 2006

PISA-Ergebnisse

Kritischer Umgang vor dem Hintergrund des Einflusses von Migration

Wir müssen unserer ausländischen Kinder, ob neu immigriert oder schon in der 2. oder 3. Generation in Deutschland mit logopädisch und linguistisch fundierten Konzepten fördern. Die Förderung muss solange getätigt werden, bis eine sehr gute Sprachqualifikation erreicht ist.

VONMehmet B. Battal

Mehmet-Bahadir Battal, Wirtschaftspädagoge, ist seit Anfang 2003 in der Personalberatungsbranche beschäftigt. Zuvor war er als Personalspezialist bei einem großen deutschen Automobilhersteller und einem internationalen Versicherungsunternehmen tätig. Sein Beratungsschwerpunkt liegt in der bilateralen Zusammenarbeit mit der Türkei und dem Nahen bis Mittleren Osten. Außerdem betreut Herr Battal einen türkischen Großkonzern bei der Umsetzung einer neuen Personalorganisationsstruktur. Mehmet-Bahadir Battal schreibt Artikel für deutsche und türkische Printmedien und setzt sich für die soziale Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund ein.

DATUM2. September 2009

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Warum hat Deutschland beim PISA – Nationen – Ranking derart unbefriedigende Listenplätze erhalten?

Aus den Tabellen der Ergebnisse vom Mathematiktest in 2003 geht beispielsweise hervor, dass Schüler dessen Väter einen Hochschulabschluss besitzen in Deutschland signifikant bessere Ergebnisse im Mathematiktest erreichen als gleichaltrige Schüler aus Frankreich, Kanada oder Japan. Das jedoch in der Gesamtwertung Länder wie Kanada, Japan oder Schweden einen höheren Rank erreicht haben liegt in der Struktur der Migration. In Deutschland leben wesentlich mehr Migranten mit geringer schulischer Ausbildung. Die Immigrationspolitik dieser Länder richtet sich eher auf hochgradig qualifizierte Fachkräfte, die bereits vor Ihrer Immigration die Landessprache beherrschen.

Ein weiterer Grund für das miserable Abschneiden ist, dass in vielen entwickelten Ländern wie beispielsweise Kanada und Japan ganz andere Anforderungen an Lehrer gestellt werden. In diesen Ländern müssen Lehrer sich nicht um die oft sehr zeitintensive sprachliche und kulturelle Integration der Schüler kümmern. In Japan z.B. ist der Gesamtanteil an Immigranten grade Mal 0,1%.

Deshalb ist es meinem Erachten nach problematisch, PISA Ergebnisse auf die Leistungsfähigkeit des jeweiligen Schulsystems zu beziehen. Die Voraussetzungen können unterschiedlicher nicht sein.

Deutschland und Frankreich haben in etwa einen gleich hohen Migrantenanteil. Dennoch sind die Gesamtergebnisse Frankreichs signifikant besser als die von Deutschland. Hierzu hat insbesondere die Tatsache geführt, dass die Anzahl der Schüler die zu der Frage nach dem Geburtsort der Eltern unvollständige Angaben gemacht haben in Frankreich wesentlich geringer sind. Außerdem sprechen die meisten Migranten insbesondere aus Nordafrika bereits vor der Einreise nach Frankreich die Landessprache. Dies ist kein Verdienst des französischen Bildungssystems, sondern vielmehr ein Resultat der französischen Assimilationspolitik in den ehemaligen Kolonialgebieten.

Berücksichtigt man jedoch ausschließlich die Ergebnisse der Schüler, die vollständige Angaben bezügliche des Geburtsortes gemacht haben, egalisiert sich der theoretische Vorsprung Frankreichs. Zu beobachten ist ebenfalls, dass insbesondere Mütter aus nordafrikanischen Familien systematisch an der sprachlichen und gesellschaftlichen Integration gehindert werden. All das ist ein Resultat des Versagens der Ausländerpolitik.

Wenn wir einen kurzen Blick auf den verdienten Testsieger Finnland werfen, werden wir feststellen, dass Migranten unmittelbar nach ihrer Einreise einen Sprachkurs besuchen müssen. Denjenigen die sich weigern finnisch zu lernen, wird der Sozialzuschuss massiv gekürzt. Daher stellt sich den Immigranten nicht die Frage, ob sie die Landessprachen erlernen sollten. In Deutschland wäre dies aus heutiger Sicht sehr schwierig umzusetzen, zumal sich die Politik von Rechtspublizisten aus den Reihen der Union in Hessen oder Bayern den Zugang zu solchen Maßnahmen versperrt hat. Das Vertrauen seitens vieler Ausländer an den deutschen Staat hinsichtlich einer respektvollen und gerechten Integration ist auf einem Tiefststand. Eine vergleichbare Maßnahme wie in Finnland würde hierzulande als rassistisch wahrgenommen. In Wahrheit ist die größte Feindschaft, die man Migranten antun kann, sie in ihrer sprachlichen und daraus bedingten gesellschaftlichen Außenseiterposition zu belassen und somit ihre Belange indirekt zu ignorieren.

Die Finnen gehen jedoch noch weiter. Die beispielhaft intensive sprachliche Betreuung bereits im Kindergarten genügt den finnischen Behörden für eine gesunde und nachhaltige Integration nicht. Schüler werden durch besonders ausgebildete Lehrkräfte, die spezialisiert auf logopädische und linguistische Problemstellungen mit ausländischen Schülern sind parallel zum Schulalltag betreut – und zwar bis diese Schüler ein Sprachniveau erreicht haben mit dem sie dem Unterricht problemlos folgen können.

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39 Kommentare
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  1. Krause sagt:

    „Wenn wir einen kurzen Blick auf den verdienten Testsieger Finnland werfen, werden wir feststellen, dass Migranten unmittelbar nach ihrer Einreise einen Sprachkurs besuchen müssen. Denjenigen die sich weigern finnisch zu lernen, wird der Sozialzuschuss massiv gekürzt.[…] In Deutschland wäre dies aus heutiger Sicht sehr schwierig umzusetzen, zumal sich die Politik von Rechtspublizisten aus den Reihen der Union in Hessen oder Bayern den Zugang zu solchen Maßnahmen versperrt hat. Das Vertrauen seitens vieler Ausländer an den deutschen Staat hinsichtlich einer respektvollen und gerechten Integration ist auf einem Tiefststand. Eine vergleichbare Maßnahme wie in Finnland würde hierzulande als rassistisch wahrgenommen“

    Dann wird es halt als rassistisch wahrgenommen. Das ist alles eine Frage der Perspektive. Vielleicht ist es nämlich so, dass Deutschland in der Vergangenheit viel zu großzügig war und wir einfach die Standards runterschrauben müssen, wie sie auch in anderen Einwanderungsländern gelten. Versuchen sie einmal in den USA als Einwanderer Sozialhilfe erhalten.
    Und was den Respekt anbetrifft: ich finde es extrem respektlos, wenn hier Leute 30 Jahre in diesem Land leben, Kinder in die Welt setzen, von Sozialhilfe leben und es nicht nötig haben, ihren Kindern Deutsch beizubringen (obwohl die Eltern es als 2. Generation gelernt haben).

    Was das Durchmischen zwischen Deutschen und Migranten anbetrifft, wird dies schwierig. Insbesondere die muslimischen Migranten haben ihren Ruf durch schlechte Erziehung ihrer Kinder dermaßen ruiniert, dass kein Deutscher, dem die Ausbidung seiner Kinder wichtig ist, bereit ist, diese auf eine Migrantenschule schicken.

  2. Battal sagt:

    „…Das ist alles eine Frage der Perspektive. Vielleicht ist es nämlich so, dass Deutschland in der Vergangenheit viel zu großzügig war und wir einfach die Standards runterschrauben müssen, wie sie auch in anderen Einwanderungsländern gelten…“

    Nun ob man das als Großzügigkeit verstehen sollte, ist äußerst fragwürdig. Es ist vielmehr ein Versagen der Integrationspolitik. Die Stellschauben für die Standards müssen nicht runter, ganz im Gegenteil hochgeschraubt werden. Ob es der Bundesregierung es wert ist, solch ein Budget bereitzustellen, wage ich ich zu bezweifeln.

    „…Was das Durchmischen zwischen Deutschen und Migranten anbetrifft, wird dies schwierig. Insbesondere die muslimischen Migranten haben ihren Ruf durch schlechte Erziehung ihrer Kinder dermaßen ruiniert, dass kein Deutscher, dem die Ausbidung seiner Kinder wichtig ist, bereit ist, diese auf eine Migrantenschule schicken…“

    Gibt es zum Tatbestand, das muslimische Migranten einen schlechten Ruf in der Erziehung ihrer Kinder irgendwelche Quellen auf die Sie sich beziehen, oder ist Ihre eigene subjektive Wahrnehmung?

  3. Osman sagt:

    „Dann wird es halt als rassistisch wahrgenommen. Das ist alles eine Frage der Perspektive. Vielleicht ist es nämlich so, dass Deutschland in der Vergangenheit viel zu großzügig war und wir einfach die Standards runterschrauben müssen, wie sie auch in anderen Einwanderungsländern gelten.“

    Man kann nicht 40 Jahre alles verschlafen und dann im „Hau-Ruck-Prinzip“ versuchen die Kuh vom Eis zu holen. Andere Einwanderungsländer haben diese Standards teilweise von Anfang an und deshalb werden diese auch nicht negativ wahrgenommen. Das passiert nur, wenn man auf einmal seine Strategie ändert.

    Was Sozialhilfe und Respektlosigkeit betrifft: Es gibt tausende von ur-deutschen Familien, die von Sozialhilfe leben und ihren Kindern auch nicht zu einer besseren Bildung verhelfen. Diese Familien leben teilweise genauso am gesellschaftlichen Leben vorbei wie Migrantenfamilien. Außerdem: Was ist denn respektlos? Das man die Sprache nicht lernt oder das man trotz sprachlicher Qualität der Gesellschaft auf der Tasche liegt?

    „Was das Durchmischen zwischen Deutschen und Migranten anbetrifft, wird dies schwierig. Insbesondere die muslimischen Migranten haben ihren Ruf durch schlechte Erziehung ihrer Kinder dermaßen ruiniert, dass kein Deutscher, dem die Ausbidung seiner Kinder wichtig ist, bereit ist, diese auf eine Migrantenschule schicken.“

    Ja genau, das ist genau die Denke, die es seit 40 jahren in Deutschland gibt. „Ach, ein Ausländer sucht eine Wohnung? Dann gebt ihm ’ne Wohnung in Kreuzberg!“ oder auch „Was? Neukölln? Da wollen wir nicht hin. Da leben die bösen Ausländer!“

    Gute Nacht Deutschland!

  4. CETO sagt:

    Vielen Dank Herr Battal für diesen informativen Beitrag.
    Solange die Bürger in der BRD Ausländer als 2.Klasse Menschen behandeln wird es nie eine Integration geben. Wenn man diese Menschen aus der Gesellschaft fern hält gründen diese halt eine Parallelgesellschaft.
    @ Krause: wenn jemand hier 30 Jahre lebt und jedes Jahr auch seine Steuer an den Vater Staat abbezahlt hat er die selben Rechte wie jeder Deutsche. Somit kann er nach dem Grundgesetz so sein und leben wie er will. Ob es vorteilhaft oder eher das Gegenteil für denjenigen ist sollte das Problem jedes einzelnen sein.

  5. Markus Hill sagt:

    Ich stimme da in einigen Punkten der Betrachtung überein. Deutschland hat sehr human und grosszügig in dem Sinne gehandelt, als dass es nicht strikt auf (z. B.) die 2-Jahres-Vertragsdauer bei Gastarbeitern in den 60er Jahren bestanden hat und quasi diese Leute nach bezahlter Arbeit nicht genötigt hat, in die Türkei zurückzugehen. Im Gegenteil, diesen wurde auch noch der Familiennachzug erlaubt. Den Deutschen das im Nachhinein als Vorwurf zu machen und im Nachhinein geradezu eine Unverschämtheit. Von der nichtausgesprochenen Dankbarkeit gegenüber der Bundesrepublik möchte ich da noch nicht einmal sprechen. (Nach dem Motto, Spruch eines türkischen Freundes: „IHR seid ja so blöd gewesen, diese Leute nicht sofort wieder in die Türkei zurück zu schicken!“).
    Vertrauen und Respekt gegenüber dieser Einwanderergruppe und gegenüber den Folgegeneration (DIE ist eher ein Teil des Problems) ist natürlich gerade aus deutscher Sicht sehr, sehr stark reduziert worden. Die türkischen Community ist da wohl zu Recht (natürlich nicht ALLE!!! – ich habe keine Vorstellung, wie hoch der prozentuale Anteile der türkischen Eltern ist, die durch Verantwortunglosigkeit die Misere in deutschen Schulen zu verantworten hat) heute in einer Bringschuld gegenüber der Allgemeinheit, da die vielen schlechten Schüler heute und in Zukunft die Budgets von allen Steuerzahlern – auch der Chinese und der Deutsch-Türke muss für den türkischen Schulabbrecher zahlen – belasten. Viele Türken oder türkische Migranten wissen das und haben oft auch keine Probleme, diese Fakten anzuerkennen. Insofern erhöhen auch die Vielzahl von „Jammer-Jammer-Artikeln“ nicht den Respekt und das Vertrauen der Mehrheit der Eltern in diesem Lande.
    RICHTIG – 30 Jahre hier leben und die Sprache können, kann auch böse verstanden werden als: „Ihr interessiert überhaupt nicht, aber Arbeitsmöglichkeiten und „Sozialhilfe“ finde ich gut in Deutschland.“ Das ist, vermute ich, auch einer der Gründe, warum die Leute in diesem Lande immer ungehaltener auf die Forderungen der Vertreter der türkischen Community reagieren. (Auch wenn die „böse Variante“ bei vielen nicht unbedingt die Motivation war, ein Ausdruck von Vertrauen und Respekt gegenüber dem grosszügen Gastland ist das nicht).
    TÜRKEI – bitte hier wieder nicht durch solche Artikel die vielen anderen, erfolgreichen Migranten mit „stigmatisieren“. Die mangelnde Differerenzierung in den Artikel wie oben kann einen langsam etwas „wütend“ machen. Bei Türken-Problem (vorrang) bitte Türken in die Texte schreiben, ansonsten entsteht der Eindruck, dass da wieder etwas Sachdienliches (Info für Verbesserung setzt saubere Analysephase voraus) wissentlich unterschlagen wird. Es ist sachlich völlig unerheblich, ob da wieder jemand beleidigt oder gekränkt ist. Es geht um Fakten. Sonst hat man keine Sach-Artikel sondern „Propaganda -Artikel“. Das kann man machen, hinterlässt beim Leser aber einen sehr schalen Beigeschmack. Ob das dann dem grundsätzlich unterstellten guten, konstruktivem Anliegen dieser Internetseite dient, wage ich zu bezweifeln. (Dann aber bitte längerfristig eine Umbenennung in tuerkozin.de und nicht migazin.de. Das ist dann völlig transparent und nachvollziebar. Erhöht auch die Glaubwürdigkeit).
    Und wenn ich mir nach dem obigen Artikel dann auch noch das „Jammern“ über diesen sehr schweren Deutschtest lese (Gegenteil: Finnlandbeispiel – auch hier wieder: Deutschland sehr grosszügig!), dann verstehe ich teilweise nicht, ob da auf der Gegenseite überhaupt ein konstruktiver Wille zur Lösung des Problems vorhanden ist.
    Kern des Problems: Verantwortung der TÜRKISCHEN COMMUNITY für die Erziehung Ihrer Kinder (die entsprechend Gruppe von Eltern darunter) wird ständig relativiert, verleugnet und in Abrede gestellt. Deshalb „eiert“ diese Diskussion auch hier oft so Ping-Pong-mässig in den Foren hin und her. Es ist ja so schön, immer betroffen zu sein und an einem „Opfer-Status“ zu arbeiten. Zu lernen, Verantwortung für die eigenen Kinder und deren Erziehung zu übernehmen – da müsste ich ja eigene Fehlleistungen eingestehen und selber etwas tun. Selbst Verbandsvetreter müssten da ihren eigenen Landsleuten schwer auf die Füsse treten, scheinbar haben sie diesen Mut nicht. (Weiss, ist nur eine Meinung).
    Würde einmal die Verbandsvertreter offen und ehrlich diesen eigenen Teil an der Misere zugeben, wäre viele in diesem Land wesentlich offener und entgegenkommender in der Diskussion.

  6. Markus Hill sagt:

    Schlechter Ruf – einfach einmal in Ihrem Umfeld fragen und dann Stichworte in Internet, da werden sie sehr schnell fündig. Es sind nicht die Asiaten und Aussiedler, die da ständig in der Presse weitergereicht werden. Ist nun einmal so, von daher auch erst einmal ein Faktum. Das mögen Sie gerne anders sein, sei Ihnen unbelassen.:-)
    Geld werden die Bundesregierung zahlen. Gegenwärtig – vielleicht wissen Sie mehr – diskutiert man noch nicht über Rückführungsprogramme (Arbeitsplätze in Türkei, finanzielle Anreize etc.) von Problemgruppen in Zusammenarbeit mit der türkischen Regierung. Es gibt derzeit keine Alternativen zum erhöhten Einsatz von Finanzmitteln, um die Kuh sozusagen vom Eis zu bekommen. Da viele türkischen Frauen und türkische Akademiker (AUCH die vielen Türken MIT Ausbildungsabschluss etc.) langsam positive Bilder in der öffentlichen Diskussion erzeugen können, besteht noch Hoffung. Es geht da schon in diese gute Richtung.

  7. Mehmet sagt:

    „Würde einmal die Verbandsvertreter offen und ehrlich diesen eigenen Teil an der Misere zugeben, wäre viele in diesem Land wesentlich offener und entgegenkommender in der Diskussion.“

    Tun Sie doch. Habe doch letztens die DITIB zitiert. Ich denke auch, dass andere Verbandsvertreter dieser Meinung sind. Nur wird das gern von Zeitungen überhört.

  8. Mehmet sagt:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Bildung_f%C3%BCr_die_Zukunft

    „Bildung für die Zukunft beziehungsweise türk. Gelecek İçin Eğitim ist eine 2006 von vier deutsch-türkischen Großverbänden initiierte Bildungskampagne zur Verbesserung der Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Deutschland.“

    “ Zielsetzung

    Mit „Bildung für Zukunft“ wollen die Initiatoren

    in fünf Jahren den Anteil der türkischstämmigen Elternvertreter dem Anteil der türkischstämmigen Schüler in den Schulen anpassen,
    die Zahl der türkischstämmigen Schülervertreter in den Schulen steigern und
    die Zahl der türkischstämmigen Schüler ohne Abschluss halbieren, mit Mittlerem Abschluss und mit Abitur deutlich verbessern.“

    Herr Hill, die sie sehen, dass es hier schon genügend Initiativen gibt. Es wird aber nicht von den Medien wahrgenommen, weswegen Sie als Person natürlich nichts davon mitbekommen.

  9. Mehmet sagt:

    Ne Wohnungen suchen als Türke ist wirklich nicht leicht…

  10. Markus Hill sagt:

    Danke für Ihren sehr sachorientierten Hinweis. Ich habe es punktuell mitbekommen. Ich empfinde es als weit zu schwach, weil es einer der Grundthemen zu sein schein, warum beide Seiten schwer KONSTRUKTIV zusammenkommen. Ich würde es sehr begrüssen, wenn die Verbände da noch viel LAUTER auftreten würden. Es geht mir auch nicht darum, dass hier jemand vor lauter Schuldgefühlen in Sack und Asche geht, sondern dass die Gruppen von Eltern, die es betrifft einmal richtig ins Bewusstsein gerufen bekommen, dass es 5 vor 12 für eine ganze Generation von türkischen Migranten geht. Meines Erachtens arbeiten die Verbände in diesem Thema nicht sehr professionell. Ich weiss nicht, woran es liegt. Aus Angst davor, als Nestbeschmutzer zu gelten?
    Man verschenkt durch dieses „laute Schweigen“ (Ausnahme netterweise Ihr Hinweis) die Zukunft einer ganzen Generation. Zusätzlich macht man anderen türkischen Migranten (Akademiker, Auszubildende, „Erfolgreiche“ allgemein etc.) das Leben hier sehr schwer. Es wäre so einfach, wie türkische Migranten und Deutsche Hand in Hand in eine Richtung arbeiten könnten.


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