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Migration und Integration in Deutschland

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Türkische Presse Europa

19.08.2009 – Integration, Studie, NPD, Moschee

In der heutigen türkischsprachigen Presse in Europa wird die dimap-Studie zur Integration in Deutschland aufgegriffen. Außerdem wird über eine Studie des NRW-Integrationsministeriums berichtet. Auch über die Kritik an den verdachtsunabhängigen Kontrollen vor Moscheenwird weiter berichtet.

DATUM19. August 2009

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RESSORTTürkische Presse Europa

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dimap-Studie zur Integration in Deutschland
TÜRKIYE, SABAH und ZAMAN berichten über die dimap-Studie zum Stand der Integration in Deutschland. Die TÜRKIYE hebt dabei hervor, dass 90 Prozent der Befragten der Meinung sind, dass für eine gute Integration der Migranten die Toleranz der deutschen Bevölkerung wichtig sei.

61 Prozent wären der Ansicht, dass die Erfolglosigkeit von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in der Schule von ihrer fehlenden Anstrengung zurückzuführen sei. Die Zeitung führt außerdem auch die unterschiedlichen Bewertung von Anhängern unterschiedlicher Parteien an. So wären 93 Prozent der Grünen-Wähler der Meinung, dass Zuwanderer ihre Lebensweise aus ihrer Heimat behalten können, solange sie die Art in Deutschland zu leben respektieren und sich an Recht und Gesetz halten, während nur 66 Prozent der Anhänger der Unionsparteien diese Ansicht teilen.

Die SABAH räumt der Reaktion von türkischstämmigen Migranten auf die Studie ein. Diese zeigen sich überrascht über das Ergebnis der Studie, es gebe kaum Vorurteile gegenüber Migranten. Dies würde sich nicht mit ihrer Alltagswahrnehmung decken.

Türken wollen nicht zurückgehen
60 Prozent der Türken in Deutschland hätten kein Interesse daran, in die Türkei zurückzukehren. Dieses Ergebnis einer Studie des nordrhein-westfälischen Integrationsministeriums stellt die MILLIYET vor. Danach würden 90 Prozent der Türken in Beziehung zu Deutschen treten, 40 Prozent würden enge Freundschaften schließen. Integrationsminister Laschet wies bei der Vorstellung der Ergebnisse darauf hin, dass Medien nur in geringem Maße den Bedürfnissen der Migranten im Program einen Platz einräumen. Wer in seinem Program keine Rücksicht auf diese Gruppe nehme, werde auf längere Sicht Zuhörer und Zuschauer werden.

Verdachtsunabhängige Kontrollen vor Moscheen
Die MILLIYET räumt auch in seiner heutigen Berichterstattung der Kritik an den verdachtsunabhängigen Moscheekontrollen in Niedersachsen Platz ein. Besonders in Leserreaktionen werden die Kontrollen als verletzende und erniedrigend kritisiert. Auch wiesen die Leser darauf hin, dass diese Kontrollen die Vorurteile gegenüber Muslimen in der Bevölkerung vergrößern werden.

Rechtsradikale Wahlkampagne
Die HÜRRIYET geht in einem Beitrag auf die Wahlkampagne der rechtsradikalen NPD ein. Diese Verteile für die Bundestagswahl Flyer in Briefkästen. In den Flyern warnen die Rechtsradikalen davor, dass Ausländer den Deutschen Wohnung und Arbeit wegnehmen  und Moscheen wie Pilze aus der Erde sprießen würden.

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