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Migration und Integration in Deutschland

In allen Zielstaaten der Arbeitsmigration weisen die Eltern der als Migranten erfassten Jugendlichen eine kürzere Schulbesuchszeit und einen geringeren ökonomischen, sozialen und kulturellen Status auf als die Eltern von Nichtmigranten. Nirgendwo ist dieser Unterschied … aber so stark wie in Deutschland.

Konsortium Bildungberichterstattung, Bildung in Deutschland, 2006

Türkische Presse Europa

17.07.2009 – Islamfeindlichkeit, Uiguren, Visafreiheit, Özdemir

Die Themenschwerpunkte in den Europaausgaben der türkischen Zeitungen sind heute sehr unterschiedlich. Die ZAMAN bemerkt etwa, der islamfeindliche Mord in Dresden habe dem Wissenschaftsstandort Deutschland geschadet. Die SABAH räumt dagegen den Menschenrechtsverletzungen in der Uiguren-Provinz in China breiten Raum ein.

DATUM18. Juli 2009

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Der islamfeindliche Mord in Dresden hat das Image des Wissenschaftsstandorts Deutschlands stark beschädigt
Der islamfeindliche Mord an Marwa al-Sherbiny in Dresden habe das Image des Wissenschaftsstandorts Deutschlands stark beschädigt, meint die ZAMAN. Deutschland könne die Sicherheit der ausländischen Wissenschaftler offensichtlich nicht gewährleisten. Die Zeitung beruft sich dabei auf eine Kolumne von Sebastian Willnow in der Wochenzeitung „Die Zeit“. Willnow habe darin die Wissenschaft als „tragischen Kollateralschaden“ bezeichnet.

Denn der Ehemann der Ermordeten, Elwi Ali Okaz, habe als Doktorand am Max-Planck-Institut (MPI) für Zellforschung in Dresden gearbeitet. Die Redaktion hebt hervor, dass Okaz nicht der erste ausländische Wissenschaftler in Ostdeutschland ist, der sich rechtsradikaler Gewalt erwehren musste. Mittlerweile sei die Fremdenfeindlichkeit zum negativen Standortfaktor geworden.

Türkische Unternehmen schaffen Arbeitsplätze
Jörg-Uwe Hahn, Minister für Integration in Hessen, hat im Rahmen des Projekts „Internationale Unternehmen bilden aus“ (IUBA) die Firma Ludensa GmbH ausgezeichnet, die den 3333. Ausbildungsplatz geschaffen hat, berichtet die ZAMAN. Hahn habe bei der Auszeichnung erklärt, dass die türkischen Unternehmen ihre Lehrlinge nicht nur ausbilden, sondern ihnen auch die türkische Kultur und Sprache näher bringen.

EU hinsichtlich der Menschenrechtsverletzungen in der Uiguren-Provinz träge
Das Europäische Parlament habe am 5. Juli über die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Uiguren und Han-Chinesen in der chinesischen Provinz Xinjiang diskutiert, berichtet die SABAH. Die türkischstämmige Europaabgeordnete Emine Bozkurt habe die Trägheit der EU in dieser Angelegenheit scharf kritisiert. Die EU müsse konkrete Maßnahmen bei der Bekämpfung der Menschenrechtsverletzungen in China ergreifen. Bozkurt ist der meinung, dass die 45-minütige Sitzung abgesehen von wohlgemeinten Bekundungen keine Ergebnisse gebracht hat. „Es ist von großer Bedeutung, dass die Situation der Uiguren im Europäischen Parlament diskutiert wird. Wurde die Angelegenheit aber hinreichend erörtert? Ich glaube nicht. Denn es wurden keine konkreten Schritte erarbeitet. Wir haben stattdessen über Menschenrechte und demokratische Freiheiten geredet. Man wolle dafür den Dialog fortführen. Aber was bedeute der Dialog in diesem Zusammenhang? Hunderte Menschen sind ermordet und Tausende verletzt worden. Es müssen schnell konkrete Maßnahmen ergriffen werden. Ich habe der Kommission gefragt, welche Maßnahmen angedacht sind. Ich habe leider keine Antwort erhalten“, erklärte Bozkurt.

Bilkay Öney (SPD): Türken sind sehr wohl integriert
Bilkay Öney (SPD), Abgeordnete im Berliner Landtag, bezeichnet die Feststellung des Berlin-Instituts, die Türken seien nicht integriert, als falsch, berichtet die SABAH. Sie stützt sich dabei auf eine Antwort (16/13 307) der Landesregierung auf ihre Kleine Anfrage. Aus der Antwort gehe beispielsweise hervor, dass türkische Staatsbürger öfter den Weg zur Selbstständigkeit schlagen, als andere Personengruppen. Bezüglich der in 2008 neuerrichteten Unternehmen weise die Gewerbeanzeigenstatistik des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg etwa eine Zahl von 1.432 Neuerrichtungen von Unternehmen durch Inhaber türkischer Nationalität aus. Viele junge Akademiker mit türkischem Migrationshintergrund seien ferner in den Bereichen Recht, Medizin, Sozialwissenschaften und BWL sehr erfolgreich. Im Bereich der Schulbildung müssten jedoch weiterhin Fortschritte erzielt werden, so Öney.

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2 Kommentare
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  1. ibo sagt:

    endlich sagt mal Özdemir was anständiges…
    die CHP macht nichts weiter als Reformen zu blockieren und die AKP bzw. Erdogam als Islamisten darzustellen.
    Und die westl. Medien „schlucken“ dies fast noch…bis zum Anschlag…

  2. Boli sagt:

    Ausbürgerung ohne Voranmeldung

    Wie soll so was gehen?? Was für eine Schlamperei!! Die Türkei müsste ihm auf jeden Fall seinen Pass wieder geben weil ohne Begründung kann so etwas nicht möglich sein. Zumindest in Europa.



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