MiGAZIN

Migration und Integration in Deutschland

[Die Verhinderung der Sesshaftmachung] würde den Vorteil haben, dass das Interesse an einer Familienzusammenführung zurückgeht und damit uns erheblich geringere Infrastrukturkosten entstehen würden.

Ein Vertreter der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Weber, 1974

Medien

Die Geister, die sie riefen…: Islamfeindlichkeit ist Mainstream

„Die Einheitsfront des Rassismus zwischen Teilen der Politik und Medien muss zurückgedrängt werden. Denn es ist kein Wunder, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung an einem Bild orientiert, in dem der Islam als Gefahr und Problem in Politik und Gesellschaft in Erscheinung tritt.“, so Sevim Dagdelen, migrationspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE anlässlich der Debatte um den Mord an Marwa Ali El-Sherbini.

Die Diskussion um Muslime sei in Deutschland seit vielen Jahren verbunden mit Themen der Bedrohung, Terrorismus, Kriminalität, kulturelle Überfremdung und Ausnutzung des Sozialstaats. Laut Dagdelen werde dieser Diskurs von Seiten der Politik immer wieder verstärkt.

Dagdelen weiter: „Rassistische Übergriffe und Propaganda gehören leider zum Alltag dieser Republik. Das reduzierte Gewalt- und Konfliktbild, das den Eindruck vermittelt, dass der Islam weniger eine Religion als vielmehr eine politische Ideologie und einen gesellschaftlichen Wertekodex darstellt, der mit den Moralvorstellungen des Westens kollidiert, ist von der Bundesregierung und von vielen der jetzt in Katzenjammer über das Schweigen politischer Institutionen verfallenden Medien mit erschaffen worden. Durch die Verbindung von Terrorismusbekämpfung und Sicherheit mit der Diskussion um ‚Integration‘ von Muslimen und der Behauptung ihrer ‚kulturellen Fremdheit‘ gegenüber einer deutschen ‚Leitkultur‘ wurden seit Jahren Ängste geschürt und Ressentiments bedient. Der Islam diente dabei als ein Vehikel, um soziale Ausgrenzung, Diskriminierung und Sicherheitswahn mit dem Grundrechtsabbau zu legitimieren.“

Wie ernsthaft die Betroffenheit in der Politik und in den Medien sei, würde man kurzfristig daran sehen, ob es einen Wahlkampf ohne Stereotypen geben werde.

Mittel- und langfristig sei der Umgang mit der größten Krise der letzten 80 Jahre entscheidend. Wissenschaftliche Untersuchungen hätten längst ergeben, dass eine Normalisierung von Rassismus und Ausgrenzung im Zusammenhang mit sozialen Desintegrationsprozessen stehe. Mit der Krise seien millionenfach Arbeitsplätze und Einkommen von Menschen bedroht.

„Aus Erfahrung besteht die Gefahr, dass der Mehrheitsbevölkerung Verantwortliche und Sündenböcke für die sozialen Probleme angeboten werden und somit der Rassismus gegenüber Migrantinnen und Migranten sowie sozial Ausgegrenzten wie beispielsweise Hartz-IV-Empfängern steigt. Mit der zunehmenden Ökonomisierung des Sozialen hat die neoliberale Ideologie in der Gesellschaft bereits Früchte getragen und den Rassismus verstärkt. Diesem gilt es mit einer Politik der sozialen Gerechtigkeit für alle entgegenzuwirken.“, so Dagdelen abschließend.

Testen Sie den kostenlosen MiGAZIN Newsletter:

25 Kommentare
Diskutieren Sie mit!»

  1. Krause sagt:

    „Die Diskussion um Muslime sei in Deutschland seit vielen Jahren verbunden mit Themen der Bedrohung, Terrorismus, Kriminalität, kulturelle Überfremdung und Ausnutzung des Sozialstaats. “

    Die Kriminalitätsstatistiken, Schulstatistiken, Schulabbrecherstatistiken, Sozialhilfequoten sprechen für sich, Zahlen sind hier im Forum hinlänglich bekannt. Solche Mißstände zu benennen hat nichts mit Rassismus zu tun. Dieser Diskussion müssen sich usnere muslimischen Mitbürger schon stellen. Weiterhin sollten Sie auch ihre Kinder besser erziehen sowie auf ihre schulische Entwicklung achten und nicht so häufig ihre Ehefrauen und Kinder vermöbeln (Quote von ca. 30%; Türkei 40%). Dann wird das schon wieder.

  2. Tora sagt:

    „Rassistische Übergriffe und Propaganda gehören leider zum Alltag dieser Republik.“

    Das ist was dran, allerdings von moslemischer in deutsche Richtung.
    Ich zähl schon garnicht mehr wie oft ich beleidigt und dumm angemacht werde wenn ich auf der Strasse bin, von mir völlig unbekannten Menschen, einfach so wenn ich vorbeilaufe.
    Was mir da an Beleidigungen an den Kopf geworfen wird werde ich hier nicht wiederholen, das verbietet schon der Anstand.

    Gäbe es ein Gesetzt gegen Inländerfeindlichkeit hätten die Gerichte viel zu tun.
    Unsere regierenden Politiker wissen schon ganz genau warum sie so ein Gesetz nicht wollen!

    Armes Deutschland kann ich da nur sagen, es wird zerstört durch integrationsunwillige Migranten.

  3. Daniel S. Lee sagt:

    Herr oder Frau Krause,
    sagen die Kriminalitätsstatistiken, Schulstatistiken, Schulabbrecherstatistiken, Sozialhilfequoten explizit aus, dass die Personen, die hierin vorkommen, nur deswegen dort drin stehen, weil sie einer bestimmten religiösen Gruppe angehören? Können Sie das belegen?
    Für mich sagen die Statistiken, so ich sie kenne, ganz deutlich, dass es Menschen mit Problemen gibt, für die der Staat und die Gesellschaft zu wenig tun und dann auch meist das Falsche. Das ist doch sowas von eindeutig, oder? 😉

    „Dieser Diskussion müssen sich usnere muslimischen Mitbürger schon stellen.“
    Dieser Diskussion müssen sich alle stellen, denn es ist ein gesamtgesellschaftliches/soziales Problem:
    Deutsche jeglicher Coleur, Migranten jeglicher Coleur, Politiker, Kirchen, etc.
    Und zwar auf konstruktive Weise („Wir haben ein Problem – wir wollen ein bestimmtes Ziel erreichen – wie kommen wir dahin?“) und nicht mit der Einstellung: Ich mache ja alles richtig, also müssen sich die anderen ändern.

    Wenn ein Mensch mit einem anderen fremden Menschen in eine WG zusammenzieht, dann kann keiner der beiden sagen: So, ich lebe so weiter wie vorher. Pass Du Dich jetzt mir an, es gelten nur meine Regeln.
    Beide müssen sich Gedanken machen, wie sie zusammenleben wollen, und müssen gemeinsame Regeln gemeinsam aufstellen. In der Regel geht das auch ziemlich gut, weil die meisten ähnliche Vorstellungen haben.
    Jeder hat aber auch sein Zimmer für sich, wo er machen kann, was er will, solange er den anderen nicht übermäßig beeinträchtigt (z. B. durch laute Musik).

    Würden Migranten und Deutsche mehr miteinander statt übereinander reden, würden sie feststellen, dass sie doch vieles gemeinsam haben.
    Dass die deutsche Kultur im öffentlichen Leben die Basis darstellt, ist für mich selbstverständlich. Für mich ist aber auch klar, dass die deutsche Kultur so groß und stark ist, dass sie fremde Einflüsse aufnehmen und ohne (größere) Probleme verarbeiten und verkraften kann. Anders als der Eindruck, den man in den Medien gewinnen könnte.
    In der Vergangenheit habe ich im persönlichen Kontakt mehr freundliche und auch interessierte, neugierige Deutsche getroffen, die sich für eine andere Kultur interessiert haben.
    Wichtig ist nur, dass wir alle lernen, wo unsere Scheuklappen und Vorurteile sind.
    Dann wird das schon wieder.
    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen noch einen schönen Tag.

  4. Krause sagt:

    @ Tora

    Ich kriege das ja nicht so mit, da ich einem previlegierten Stadtviertel lebe. Aber ich habe wirklich den Eindruck, dass es wesentlich mehr Übergriffe (einschließlich Beleidigungen) von Migranten auf Deutsche als umgekehrt gibt. Mich würde die Meinung unserer Gastgeber dazu interessieren. Gibt es dazu Zahlenmaterial. M.E. handelt es sich bei den Übergriffen weitgehend um eine Scheindiskussion. Anders sieht es natürlich mit der versteckten Diskriminierung bei Wohnungs- und Arbeitsplatzsuche aus. Da gibt es zweifelsohne Diskriminierung.

  5. Hammercastle sagt:

    „Für mich sagen die Statistiken, so ich sie kenne, ganz deutlich, dass es Menschen mit Problemen gibt, für die der Staat und die Gesellschaft zu wenig tun und dann auch meist das Falsche. Das ist doch sowas von eindeutig, oder?“

    Bleibt nur noch die Frage zu klären ob der Staat wirklich nicht genug für sie tut oder ob sie sich dies nur einreden um die perfekte Ausrede parat zu haben wenn sie dann in der Kriminalstatistik auftauchen.

    „Wenn ein Mensch mit einem anderen fremden Menschen in eine WG zusammenzieht, dann kann keiner der beiden sagen: So, ich lebe so weiter wie vorher. Pass Du Dich jetzt mir an, es gelten nur meine Regeln.“

    Das ist ein etwas alberner Vergleich, Deutschland ist keine WG, sondern eine Nation. Jede Nation funktioniert nach Gesetzen und Regeln. So auch die Bundesrepublik Deutschland. Was Sie in ihrem Beispiel Fordern ist, dass wir unsere Regeln und Gesetze den Migranten anpassen. Das kann unmöglich funktionieren, da man leider nicht jeden glücklich machen kann. Niemand wird hier gezwungen sich total zu verändern außer vielleicht in den Sprachgewohnheiten, wenn er hier weiterkommen will. Aber er hat unsere Regeln und Gesetze zu beachten und sich nach ihnen zu richten. Das gilt übrigens in den anderen Einwanderungsländern genau so.

  6. Redbull sagt:

    Dagdelen weiter: „Rassistische Übergriffe und Propaganda gehören leider zum Alltag dieser Republik.

    Stimmt leider, aber in erster Linie von Migranten ( vornehmlich Türken und Arabern ) gegenüber Deutschen. Zu diesem Schluss kommt auch die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig. Ich zitiere: „Wenn ein türkischer Staatsangehöriger sagt, man müsse die Deutschen vergasen, ist das eine Beleidigung. Wenn ein Deutscher so über Türken redet, ist das eine Volksverhetzung. Die wird härter bestraft und macht sich schlechter im Strafregister.“

    Wenn man sich dazu noch die stramm nationalistische Haltung der Türken in Deutschland ansieht wundert einen nichts mehr. Man nehme nur mal die Hyriet, in der die Kopfzeile steht: die Türkei den Türken.
    Wäre so etwas bei einer deutschen Zeitung denkbar?
    Und schließlich kann ja auch der türkische Ministerpräsident in Köln seine Landsleute zur Verweigerung der Integration aufrufen, ohne dass es die deutsche Politik interessiert. Diese zahlt lieber in Zeiten der Pleite Milliarden für eine Integration von vornehmlich Muslimen. Denn nur mit dieser Schicht gibt es immer Probleme.

  7. BiKer sagt:

    „Und schließlich kann ja auch der türkische Ministerpräsident in Köln seine Landsleute zur Verweigerung der Integration aufrufen“

    http://www.migazin.de/2009/04/18/wolfgang-bosbach-vollstandige-integration-assimilation/

    tststs

  8. Daniel S. Lee sagt:

    „Bleibt nur noch die Frage zu klären ob der Staat wirklich nicht genug für sie tut oder ob sie sich dies nur einreden um die perfekte Ausrede parat zu haben wenn sie dann in der Kriminalstatistik auftauchen.“

    Mal ehrlich: glauben Sie, dass die meisten, die in diesen Statistiken stecken, gerne in diesen Statistiken stecken? Sicher kann man darüber debattieren, wieviel Selbstverantwortung man den Menschen abverlangen, wo der Staat eingreifen muss. Und normalerweise würde ich auch von jedem erst einmal fordern, sich um sich selbst zu kümmern, die Verantwortung für sein Tun und sein Leben selbst zu übernehmen. In der Realität sehe ich aber, dass offenbar viele Menschen mit ihrem Leben überfordert sind.
    Wenn der Staat helfen will, dann auf vernünftige Weise. Ich würde den Focus erst mal auf die Frage legen: Tut der Staat eigentlich das Richtige, bevor ich mich fragen würde, ob der Staat zu viel oder zu wenig tut.

    „Das ist ein etwas alberner Vergleich, Deutschland ist keine WG, sondern eine Nation. Jede Nation funktioniert nach Gesetzen und Regeln.“

    In einer WG leben Menschen, in einer Nation leben Menschen. Auch in einer WG gibt es Regeln wie in einer Nation. Wer sich nicht daran hält, wird auch sanktioniert. Und in der Regel passt sich ein Neubewohner den Regeln der Altbewohner an. In den meisten Fällen ist das kein Problem, auch mit ausländischen Mitbewohnern nicht, weil die meisten die selben Bedürfnisse haben. Also, ich sehe in dem Vergleich kein Problem. 🙂

    „So auch die Bundesrepublik Deutschland. Was Sie in ihrem Beispiel Fordern ist, dass wir unsere Regeln und Gesetze den Migranten anpassen. Das kann unmöglich funktionieren, da man leider nicht jeden glücklich machen kann.“

    Wenn Sie das so pauschal formulieren, kann ich ihnen kaum widersprechen.
    Ich verlange nicht, dass sich deutsche Regeln und Gesetze komplett irgendwelchen Migranten anpassen müssen. Und so pauschal, wie Sie das formulieren, erwecken Sie den Eindruck, als seien Gesetze und Regeln im Ausland im totalen Kontrast zu den deutschen. Das ist aber nicht so. Behaupte ich mal.

    Als die meisten deutschen Gesetze konzipiert wurden, hat man noch ganz anders gedacht, war die gesellschaftliche Situation eine ganz andere. Es gibt Gesetze, die 100 Jahre alt sind. Inzwischen hat sich Deutschland verändert. Früher konnten Homosexuelle nicht heiraten. Heute geht das. Und warum? Weil sich Gesetze an eine veränderte Realität angepasst haben. Gesetze und Regeln müssen also nicht unbedingt an Migranten angepasst werden, aber an die Realität, in der wir leben. So wird z. B. die Einbürgerung heute anders geregelt als vor 10 Jahren. Warum? Weil sich die Realität geändert hat. Und ist das nun zum Schaden der deutschen Nation? Ich denke nicht.

    Gesellschaften (egal, wo) verändern sich stetig, die einen schneller, die anderen langsamer. Um weiterzukommen muss sich jeder Mensch mitentwickeln, egal, ob Einheimischer oder Migrant. Aber auch Gesetze und Regeln müssen sich zuweilen an veränderte Realitäten anpassen. Und wenn in Deutschland offenbar schon 20 Prozent der Bevölkerung einen Migrationshintergrund haben, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass das völlig ohne Auswirkungen auf Regeln und Gesetze in Deutschland bleiben soll.

    „Niemand wird hier gezwungen sich total zu verändern außer vielleicht in den Sprachgewohnheiten, wenn er hier weiterkommen will. Aber er hat unsere Regeln und Gesetze zu beachten und sich nach ihnen zu richten.“

    Jeder hat Gesetze und Regeln zu beachten. Das ist, behaupte ich mal, für die meisten Migranten auch selbstverständlich. Keiner will absichtlich kriminell sein (zumindest kein Erwachsener, den ich kenne).
    Gesetze sind in meinen Augen auch weniger das Problem. Das Problem ist, wo lernt man als Migrant, welche ungeschriebenen Regeln des menschlichen Zusammenlebens hier gelten, wenn sie nicht in einer deutschen Familie oder Umgebung aufwachsen?
    Zu fordern, dass Migranten sich an deutsche Verhaltensregeln anpassen, ist zwar richtig, aber man kann es sich damit auch einfach machen.

    Zum einen: Ist es denn so einfach, deutsche Verhaltensregeln zu lernen und sich entsprechend anzupassen? In vielen Diskussionen klingt es so, als ob Migranten nur einen Schalter umkippen müssten, um sich anzupassen. Jeder weiß doch aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, ein in der Kindheit gelerntes Verhaltensschema als Erwachsener abzulegen und dafür ein neues Verhalten an den Tag zu legen.

    Zum anderen: Sind denn alle deutschen Regeln und Gesetze über jede Kritik erhaben?
    Stichwort: Servicewüste. So nennt man Deutschland zuweilen. Nicht nur Migranten, auch Deutsche beklagen sich darüber. Führen Beispiele aus der Türkei oder sonstwo an, wo man den Kunden herzlich bedient, ihm mehr Service angedeihen lässt (z. B. packt ein Angestellter die gekaufte Ware für den Kunden in eine Tüte), ihm einen Tee einschenkt (kostenlos!). Aber, dieses Verhalten ist in Deutschland nicht üblich, hier gelten halt offenbar andere Regeln.
    Deutschland könnte auch von anderen Nationen und Kulturen das ein oder andere lernen. Warum muss der Transfer immer nur in eine Richtung gehen?

    Sie meinen, hier wird niemand gezwungen, sich total zu verändern? Na ja, was heißt „gezwungen“?. Nehmen wir als Beispiel diese unsägliche Kopftuchdebatte: Gab und gibt es irgendein deutsches Gesetz, dass das Kopftuchtragen in der Öffentlichkeit verbietet (ich meine jetzt nicht Kopftücher im öffentlichen Dienst!)? Nein.
    Und trotzdem gibt es viele Deutsche, die fordern, dass Frauen einer bestimmten Religion keine Kopftücher mehr tragen sollen. Auf einige Migranten kann also ein enormer Druck lasten, sich zu ändern, obwohl sie sich zu 100% gesetzeskonform verhalten. Kurios, nicht wahr?
    Gibt es vielleicht eine ungeschriebene Regel in der deutschen Gesellschaft (von der ich nichts weiß), dass Frauen keine Kopftücher tragen dürfen?

    Zu guter Letzt: Auch wenn man es geschafft hat, sich an die deutsche Gesellschaft anzupassen, schützt es einen Migranten leider immer noch nicht vor Diskriminierung im Alltag.

  9. municipal sagt:

    @ Daniel S. Lee

    „Und trotzdem gibt es viele Deutsche, die fordern, dass Frauen einer bestimmten Religion keine Kopftücher mehr tragen sollen. Auf einige Migranten kann also ein enormer Druck lasten, sich zu ändern, obwohl sie sich zu 100% gesetzeskonform verhalten. Kurios, nicht wahr?
    Gibt es vielleicht eine ungeschriebene Regel in der deutschen Gesellschaft (von der ich nichts weiß), dass Frauen keine Kopftücher tragen dürfen?“
    ………….

    Wenn Sie SO argumentieren, sind Sie sich der Komplexität dieses „Stückchen Stoffes“ im Leben von im Islam lebenden Frauen nicht bewußt. Denken Sie, das sei so etwas ähnliches wie ein Kreuz-Anhänger oder eine Anstecknadel ?

    Möchten Sie, das schon heranwachsende,kleine Mädchen früh genug darauf „dressiert“ werden,
    das Kopftuch zu tragen, und damit die Unterordnung unter das männliche Geschlecht zu akzeptieren? SIE reden von Freiwilligkeit ? Gruppendruck sagt Ihnen nichts ?

    Tun Sie nur so unwissend, oder hat das Methode?

  10. emire sagt:

    BiKer @
    Und schließlich kann ja auch der türkische Ministerpräsident in Köln seine Landsleute zur Verweigerung der Integration aufrufen”

    Erdogan sprach das die Assimilation ein Verbrechen ist,er hat nichts von einem Boykott der Integration gesprochen.

    Soso jetzt ist es offiziell,die in Deutschland lebenden 3,5 Millionen Türken beleidigen die 80 millionen Einheimischen.

    Integration hin oder her,die Bundesregierung sollte erstmals Definieren was Integration ist,sonst kommen vollends die echten Deutschen ins Schleudern.

    Meine Frage wäre, inwieweit habem sich die Deutschen unter einnader Integriert?
    Ich höre immer noch sprüche wie Ossi und Wessi..


Seite 1/3123»

Bitte beachten Sie unsere Netiquette. Vielen Dank!

Ihr Kommentar dazu:

MiGAZIN

Ziel und Zweck von MiGAZIN ist die Förderung der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Partizipation von Migrant(inn)en in der Aufnahmegesellschaft. In diesem Sinne soll MiGAZIN die Kommunikation fördern und füreinander sensibilisieren. Mehr über uns...

MiGMACHEN

Die Redaktionsmitglieder von MiGAZIN haben vor allem eins gelernt: Wer über sein Wissen und seine Erfahrungen schreibt, lernt immens dazu. Die kritische Diskussion mit Lesern eröffnet neue Horizonte. Daher hat das MiGAZIN-Team die Aktion-MiGMACHEN ins Leben gerufen. Hier bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, MiGAZIN als Autor, Pate oder Jungautor mitzugestalten. Nähere Informationen...

GRIMME Online Award 2012

    Begründung der Jury: "Über Migranten und Migration wird in Deutschland viel gesprochen. Vor allem von Deutschen. Im Chor der vielen und oft sehr lauten Stimmen fehlen aber zumeist die der Migranten. Und genau diese Lücke füllt das MiGAZIN mit qualitativ hochwertigen Texten und verständlicher Berichterstattung." Weiter ...