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Migration und Integration in Deutschland

Der große Wert der Ausländerbeschäftigung liegt darin, dass wir hiermit über ein mobiles Arbeitskräftepotential verfügen. Es wäre gefährlich, diese Mobilität durch eine Ansiedlungspolitik größeren Stils einzuschränken.

Ulrich Freiherr von Gienanth, Der Arbeitgeber, 1966

Studie

Türken in Deutschland werden durch deutsche Fernsehsender kaum erreicht

Im Rahmen des EU-Projekts „European Media And Cultural Studies (EMCS)“ finden an der Fachhochschule und Universität Potsdam Workshopreihen zum Thema „Mediale Darstellung von Türken in Deutschland“ statt. Die Assoc. Professorin Dr. Süheyla Schröder von der Bahcesehir Universität Istanbul, derzeit Gastdozentin an der Universität Potsdam, und Umut Karakas, Geschäftsführerin des Berliner Marktforschungsinstitut Data 4U, gehören zu den teilnehmenden Experten.

„Fernsehen spielt eine entscheidende Rolle im Leben der Türken in Deutschland, ist Brücke zur Heimat“, erläutert Umut Karakas1 die Ergebnisse ihrer Untersuchungen, „die fast 3 Millionen Türken in Deutschland schauen zumeist türkischsprachige Fernsehprogramme, die sie über Satellit oder Breitbandkabel empfangen.“ Messungen der Data 4U zeigen, dass der Marktanteil der türkischen Programme bei über 75% liegt. In den Top 10 der beliebtesten TV-Sender sind neben türkischen Programmen nur die Privatsender Super RTL (Platz 7), RTL (Platz 9) und Pro7 (Platz 10) zu finden, ARD und ZDF fehlen.

Die Darstellung von fremden Kulturen in Fernsehberichten hat einen entschiedenen Einfluss auf die Integration. Prof. Dr. Süheyla Schröder2 berichtet: „Populäre Medien tendieren dazu Vorurteile und stereotypische Bilder zu nutzen um Andere in kulturellen Kontexten darzustellen.“ Die Auswertung der Berichterstattung zeigt, Deutsche kommen in der Türkei kaum besser weg, als Türken bei uns.

Die Beachtung kultureller Unterschiede ist wichtig, um türkische Zielgruppen zu erreichen. Umut Karakas erklärt: „Emotionen sind wichtig. Vor allem Soaps und Liebensgeschichten werden gesehen. Die Sender sind bunt und bieten Entertainment pur. Die deutschen Programme dagegen sind kühl und emotionslos, wirken sachlich und distanziert.“ Einen weiterer Defizitpunkt: Nach aktuellen Untersuchungen besitzen fast 50% der Bevölkerung in Deutschland einen Migrationshintergrund, in den Medien sind es aber lediglich 5% der Journalisten.

„Es ist ein sehr wichtiges Thema im deutschen und türkischen, aber auch im europäischen, Kontext. Eine gemeinsame interdisziplinäre und multikulturelle Perspektive wird benötigt“, erklärt Prof. Dr. Süheyla Schröder, „gemeinsam mit den deutschen Universitäten wird die Bahcesehir Universität einen Ansatz finden, der den verschiedenen Kulturen helfen soll im Dialog zu bleiben, statt sich gegenseitig zu diskriminieren.“ Um die akademische Zusammenarbeit auszubauen wird die Istanbuler Bahcesehir Universität ein Büro in Berlin eröffnen.

  1. Umut Karakas ist Markt- und Meinungsforscherin spezialisiert auf ethnische Zielgruppen. Sie ist geschäftsführende Gesellschafterin der DATA 4U – Gesellschaft für Kommunikationsforschung mbH. Seit fast 20 Jahren erforscht das Institut die Türken in Deutschland aber auch andere Migrationsgruppen wie Polen, Russen oder die Balkan-Staaten. Mehr Informationen unter www.data4u-online.de []
  2. Assoc. Prof. Dr. Süheyla Schröder von der Bahcesehir Universität Istanbul/Türkei lehrt als Gast-Professorin an der Universität Potsdam. Sie ist Koordinatorin des EU-Projekts „EMCS“ in Potsdam. Ihr Fachgebiet türkische Medien und kulturelle Identität. Mehr Informationen unter http://emcs.bahcesehir.edu.tr []
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37 Kommentare
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  1. Hans Schneter sagt:

    *ARD und ZDF fehlen*

    Bildung wird von der großen Masser der Türken abgelehnt, weil es nicht *cool* ist, zu lernen. Ebenso wie Fahrrad-Fahren, Sportarten jeglicher Art ausser Kampfsport und Fussball (=>Männersportarten), kulturelles Interesse jenseits des Islam, Bildungs-Reisen und vieles mehr. Es sind andere Dinge die in dieser Kultur geschätzt werden, und diese findet man eben eher im türkischen als im deutschen Fernsehen. Schon bei deutschen ist es nicht hoch angesehen, gut in der Schule zu sein, man wird schnell als Streber abgestempelt, ganz anders bei Vietnamesen oder Indern. Bei Türken jedoch ist Strebsamkeit eine Schwäche.

  2. Boli sagt:

    @ibo
    Steigt endlich von eurem hohen Ross runter und akzeptiert, dass Türken nun mal Ihre Kultur niemals vergessen.

    Genau dieses ultranationalistische Geschwafel von einigen Türken ist es was dann auf alle Türken negativ zurückfällt und bewirkt das ihr so unheimlich beliebt seid bei den Europäern. Du wärst so ein Kandidat dem ich ohne mit der Wimper zu zucken das Heimreiseticket in die Hand drücken würde. Wenn Du nach dem Motto lebst „Türke vergiss nie wer Du bist“ bzw. „einmal Türke immer Türke“, kein Problem, aber dann geh bitte in die Türkei zurück. Dieses Testosteron durchtränkte Machogehabe brauchen wir hier nicht. Es gibt auch genügend sympatische Türken mit denen man vernünftig reden kann. Im übrigen habe ich von einem griechischen Pfarrer heute erst erzählt bekommen das er vor einem Jahr unter langem hin und her eine Türkin die unbedingt griechisch-orthodox werden wollte getauft hat. Er hatte sie eindringlich gefragt ob sie denn keine Probleme mit ihrem Mann bekommen würde. Ihr Wunsch war jedoch so stark das er sie ein ganzes Jahr unterwiesen und dann getauft hat. Die Trennung von ihrem muslimischen Mann war aufgrund seiner Intoleranz letztendlich unvermeidbar. Ich weiß nur das sie jetzt mit einem Äthiopier verheiratet und glücklich ist.

    […]
    Und richtig all die oben aufgezeigten Privatsender sind der Gipfel der Volksverdummung. ARD, ZDF, arte (deutsch-französischer Gemeinschaftssender), 3Sat, BRalpha das sind Sender wo man viele wissenschaftliche und interessante Themen und Dokumentationen sehen und dabei was lernen kann.
    Würde JEDEM Bevölkerungsteil gut tun!!

  3. ibo sagt:

    Mich hier gleich mit dem Türkentum zu konfrontieren und als ultranationalistisch zu bezeichnen zeigt einfach, dass viele es einfach nicht begreifen, dass man integriert sein kann ohne, ich sag mal, „assimiliert“ zu sein.

    Die Pflege der eigenen Kultur bedeutet kein Deinteresse an der dt. Kultur.
    Man hat nunmal seine Vorlieben und das dt. Fernsehen bietet nichts.
    Wieso laufen denn hier sonst soviele US-Serien, unsinnige Doku-Soaps…nicht mal die eigene dt. Jugend schaut ARD oder ZDF usw.. Alle Umfragen bestätigen dies.

    Sie führen auch noch ARTE an, so ein Schrottsender, hervorragend Propaganda, könnte direkt von Merkel und Sarkozy sein.

    Ich als Türke in Deutschland muss schon genug ertragen, dieses permanente schlecht machen blabla…kaum ein Tag ohne negative Berichterstattung, die teils völlig aus der Luft gegriffen ist.

    Ein Land, welches nicht mal eine Terrororganisation wie die PKK anerkennt (auf dem Papier ja), diese sogar Arbeiterpartei nennt und das auch in z.B. den Nachrichten, braucht nicht viel Applaus zu erwarten.
    Das gilt nicht nur für dieses Thema, im allg. ist die heutige Form von Fernsehen einfach nur gesteuerte Meinungsmache. Ich habe Premiere und da laufen auch interessante Dokus ohne gesteuerte Meinungsmache, ich kann selbst mein Programm auswählen. Sollten Sie auch mal probieren.

    Ich lese lieber ein Buch, als ARD oder ZDF zu gucken, es sei denn es läuft Fussball :-).

    Auf Ihren Religionsexkurs gehe ich erst gar nicht ein, die Religion ist jedem selbst überlassen, da kann die von Ihnen erwähnte Türkin auch Buddhistin werden. Wenn juckts. Wenn Ihr Mann damit ein Problem hat, scheiden lassen und fertig. Was Sie ja auch gemacht hat.

  4. ibo sagt:

    wer füttet wen durch?

    Ich habe hier mein Abitur gemacht, war nie arbeitslos und zahle meine Steuern. Natürlich gibt es Ausnahmefälle. Bestes Beispiel ist doch Ost-Deutschland. Nach 20 Jahren Vereinigung funktioniert die Wirtschaft immer noch nicht wie im Westen. Wissen wieviele Ossis Hartz4-Empfänger sind?
    So, und waren im Osten Türken vorhanden wie im Westen, NEIN, nada, no, hayir.

    Wissen Sie eigentlichen was mit der dt. Wirtschaft passieren würde, wenn an einem einzigen Tag 3mio. Türken Ihr Geld bzw. gesamtes Vermögen von den Banken abheben würden? Rechnen Sie mal.

    Es ist eine Tatsache, dass das heutige Deutschland ohne uns nie einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt hätte.

    Also seien Sie lieber dankbar.

  5. ibo sagt:

    Schauen Sie mal alle Gymnasien in Berlin an, wenn Sie nicht mind. 2-3 Türken in jeder Klasse finden, wäre ich überrascht. (Berlin als Beispiel, da hier 300.000 Türken leben)

    Das gleiche gilt für die Unis.

    Witzig finde ich immer, dass jedesmal die Religion ins Spiel gebracht wird von Deutschen, wenn mit Türken diskutiert wird. Leider könnte Ihr nicht differenzieren. Was wollen Sie über den Islam sprechen oder über Türken?

    Ihr habt alle leider die 1.Generation noch im Kopf, bei der die Integration total von Deutschland vergessen würde.
    Ich kenne viele Geschichten von meinen Großeltern, da würden Ihnen alle Haare abfallen, was die alles ertragen mussten.

    Leider ist heute eine Politik entstanden, die viele Migranten vergrault.
    Die Zukunft hier sieht sehr düster aus. Die Bevölkerung wird älter, die jüngeren ziehen alle auch noch weg. Oh man, wenn das mal gut geht.

  6. Kosmopolit sagt:

    @ IBO, Sie heben sich von der Masse ab, leider fehlt Ihnen der Blick für die Realität.
    Ich war 40 Jahre in einem internationen Konzern, mit fast allen Nationalitäten, beschäftigt.
    Hier habe ich auch liebenswerte Türken kennen gelernt, ohne Kopftuch und mit viel Bildung.
    Wenn ich jetzt in unserem kleinen Ort rum schaue, erschrecke ich bei dem Anblick vieler
    islamischer Frauen, in Kleidersäcke gehüllt, mit Kopftuch und großer Kinderschar 3 Mtr. hinter dem Pacha. Meine Nachbarin war Lehrerin. Sie hat zu diesem Thema auch eine Ansicht und hat gesehen, dass sich viele Muslime, die schon lange hier leben, total gewandelt haben. Zur Info :
    http://www.migazin.de/2009/06/11/der-erste-integrations-indikatorenbericht/#comment-1555
    ( aber nicht beleidigt sein , zum Trost; auch ich kann nicht alle meine Landsleute hier ab).
    Vergessen Sie eines aber nicht, die Türkei ist ein lebendes Pulverfass aufgrund vieler
    unterdrückter Probleme, die vieles auch nach Deutschland exportiert hat.
    Ich würde keinen zur Assimilierung zwingen, aber zu einer respektvollen Integration, da hier von der Mehrheitsgesellschaft einen Menge Vorteile geboten werden, bezüglich vieler Dienstleistungen, die ohne lange zu fragen von allen Migranten wie selbstverständlich
    in Anspruch genommen werden.

  7. Daniel Lee sagt:

    Emotionen sind wichtig, so steht es oben im Bericht. Das scheint aber nicht nur auf die türkische Kultur zuzutreffen, sondern auch auf die deutschen, wenn ich mir ansehe, wie „leidenschaftlich“ diese Diskussion hier geführt wird. Warum werden die meisten Diskussionen hier so emotional geführt? 😉

    In meinen Augen enthält der Artikel oben einige richtige Punkte und einige Punkte, die wir Leser durchaus etwas kritischer lesen sollten.

    Beispielsweise der Satz: „Die deutschen Programme dagegen sind kühl und emotionslos, wirken sachlich und distanziert.“ ist in dieser Pauschalität nicht ganz richtig. Auch RTL, Super RTL und Pro7 sind deutsche Programme. Diese werden aber von türkischen Haushalten offenbar gerne gesehen. Damit ist der oben zitierte Satz sachlich nicht richtig, wie allein aus dem Artikel selbst schon ersichtlich wird. Finde ich.

    Deswegen eine grundsätzliche Ablehnung des deutschen Fernsehens durch türkische Haushalte und damit eine Ablehnung der deutschen Kultur anzunehmen ist in meinen Augen nicht gerechtfertigt.

    Dass Menschen sich nach Unterhaltung sehnen, ist in allen Kulturen und Gesellschaften so. RTL und Pro7 sind sicherlich keine Sender für türkischstämmige Haushalte, sondern zielen selbstverständlich vor allem auf zahlreiche deutsche Haushalte ab. Da unterscheiden sich in meinen Augen Deutsche und Türken (oder Koreaner) in keinster Weise.
    Stichwort Presse: Die meistgelesene deutsche Tageszeitung ist nach wie vor die BILD-Zeitung, noch lange vor FAZ oder SZ. Was sagt uns das über „die Deutschen“? Solange man da nicht differenziert rangeht, eben gar nichts.

    Wünschenswert wäre es natürlich, wenn alle Menschen mehr wissenschaftliche Dokumentationen und Magazine sehen würden. Aber dazu kann man ja niemanden zwingen.

    „Vor allem Soaps und Liebensgeschichten werden gesehen.“
    Dieser Satz impliziert, dass türkische Sender nicht nur Soaps und Liebesgeschichten zeigen, sondern natürlich auch Nachrichten, Reportagen, Diskussionssendungen, etc. Das wird in dem Artikel nur nicht erwähnt. Dadurch entsteht leider schnell der Eindruck, „Türken“ würden nur Soaps sehen.

    Was auch nicht differenziert wird: Wie unterscheidet sich das Sehverhalten von Akademikern/Nicht-Akademikern, Arbeitslosen/Beschäftigten, Männern/Frauen, etc. Die türkischstämmigen Migranten sind meiner Erfahrung nach genauso vielschichtig wie Deutsche.

    Das mit dem „Defizitpunkt“: Der Autor des Artikels benutzt das Wort und sagt damit indirekt aus, dass es ein Defizit sei, dass deutsche Programme kühl und emotionslos seien.
    1. Wie oben ausgeführt, ist das mit den kühlen und emotionslosen Programmen eine pauschale Aussage, die in dieser Form nicht stimmt.
    2. „Kühl“ und „emotionslos“ sind Beschreibungen, die auch nicht näher definiert sind. Eine Sendung wie „Quarks & Co.“ (WDR) ist sachlich, aber für mein Empfinden alles andere emotionslos oder kühl. Für andere mag die Sendung aber trotzdem langweilig sein, weil sie sich für wissenschaftliche Themen nicht interessieren.
    3. Dokumentationen und Reportagen sollten in meinen Augen sachlich und distanziert sein. In diesem Fall kann ich nicht von einem Defizit sprechen.

    Zum Schluss meine Meinung zur Tatsache, dass die meisten türkischstämmigen Haushalte türkisches Fernsehen einschalten: Was jemand in seinem Privatleben macht, soll und muss privat bleiben, solange es nicht illegal ist. Wenn die Person türkisches Fernsehen will, ist mir das recht und hat mich nicht zu interessieren.

    Wo wir einen Konsens finden müssen, ist das öffentliche Leben. Meine Eltern stammen aus Korea. Andere haben ihre Wurzeln vielleicht in der Türkei, in Indien, in Ghana, in Vietnam, in Kolumbien, in Holland oder was weiß ich wo. Nicht zu sprechen von den vielen Deutschen. 😉
    Im öffentlichen Raum können wir nur dann harmonisch zusammenleben, wenn wir
    a) uns gegenseitig respektieren und
    b) uns auf eine gemeinsame Basis einigen.
    Da wir hier in Deutschland leben, ist es nur logisch, dass die deutsche Sprache und deutsche Alltagskultur die gemeinsame Basis ist. Das hat an der Uni meist recht wunderbar funktioniert. Warum sollte das nicht auch außerhalb der Uni funktionieren?

  8. ibo sagt:

    Gerade war ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs (Bus & U-bahn) und was sehe ich?

    Kinder im Alter von 13-16 Jahren, die sich gegenseitig als Jude oder Kartoffel beschimpfen, oder sich erzählen, welcher Vater mehr Geld hat, Autos blabla. Es waren Asiaten, Türken oder Araber und auch Deutsche.

    Worauf ich hinaus will, ist einfach die Berichterstattung in Deutschland.
    Durch das permanente Schlecht machen, oder alle Probleme auf die Migranten abschieben, entsteht leider so etwas. Die Eltern sehen das, sprechen darüber, Kinder kriegen das mit und reagieren mit Wut, Beleidigungen und Gewalt, da die dies nicht richtig einordnen können oder die Eltern einiges versäumen!

    Durch die Ansicht Migranten seien Menschen zweiter Klasse (der Vorwurf gilt nicht Ihnen, sondern den Medien), werden diese Kinder unbewusst auf diese Reaktionen getrimmt.
    So baut Deutschland diese Kinder zu Zeitbomben auf, die sich Ihr Leben lang so verhalten werden.

    Die Probleme, die Sie beschreiben, haben nichts mit Deutschland zu tun. Die Politik in diesen Ländern –> wer Macht hat, will mehr Macht <– nutzt die Religion (unter falscher Interpretation) als Mittel der Unterdrückung. In der Türkei wird so etwas niemals möglich sein.
    Die Türkei ist das einzige Land, wo Politik, getrennt vom Islam, betrieben wird. (im Notfall geschützt vom Militär)
    Noch funktioniert es nicht reibungslos; leider haben wir in der Türkei viel agressivere Medien, wo jeder Furz als größter Skandel in den Nachrichten gebracht wird. Und eine Opposition, die nicht durch Politik versucht an die Macht zu kommen, sondern durch Behauptungen und Diffamierungen.

    Die Deutschen sind in der Hinsicht klüger. Auch Deutschland hat Probleme, nur wird nicht jeder Furz in den Nachrichten gebracht und wenn dann wird in Richtung Migrant „gefurzt“. (ich beziehe mich wieder auf die Medien, bitte nicht persönlich nehmen)

    Oder wie erklären Sie sich den EU-Wahlkampf der CDU/CSU mit dem Thema „Beitritt Türkei“.
    Die aktuellen gewählten Politiker oder die nächste und übernächste Generation wird NICHT über den Betritt zu entscheiden haben. Das wird noch mind. 10-20 Jahre dauern, bis es soweit ist.
    So werden über den Rücken der Türken stimmen gesammelt.

  9. Anne sagt:

    Hier schreiben halt auch viele, die kein türkisch verstehen und möglicherweise noch nie türkische Sender genutzt haben.
    Mir ist bei vielen türkischen Sendern aufgefallen, dass die Nachrichten eher länger sind als bei den vergleichbaren deutschen Formaten (TRT-ARD, z.B.). Neben einer großen Zahl von Formaten, die genau wie bei den deutschen Sendern von amerikanischen Anstalten kopiert werden (DSDS z.B.), wurden in den letzten Jahren meiner Meinung nach mehr türkische Eigenproduktionen gezeigt – auf allen Kanälen. Etliches davon gefiel mir erheblich besser als das deutsche Programm.

    Freunde von mir haben zu Hause die deutschen Sender für die Kinder gesperrt – weil sie auch die Nachmittagsprogramme nicht für kindergeeignet halten.

  10. G.Keldermann sagt:

    @ ibo

    Wenn Sie sagen , Sie haben in Deutschland Ihr Abi gemacht, und muß dann von Ihnen lesen

    Zitat

    Sie führen auch noch ARTE an, so ein Schrottsender, hervorragend Propaganda, könnte direkt von Merkel und Sarkozy sein.

    Zitat Ende

    dann muß ich an Ihrer Aussage zum Abi sehr zweifeln.

    ARTE ist mit ABSTAND der kukturell wertvollste Fernsehsender in Deutschland (und Frankreich).

    Leider mit einer sehr geringen Zuschauerquote.

    Und allein schon DAS ist in unserer heutigen Zeit ein Garant für Qualität.


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