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Migration und Integration in Deutschland

Das Beitragsaufkommen [in den Rentenversicherungen beträgt] auf Grund der Beschäftigung der ausländischen Arbeitnehmer jährlich rd. 1,2 Milliarden DM, während sich die Rentenzahlungen an ausländische Arbeitnehmer jährlich auf rd. 127 Millionen DM, also etwa ein Zehntel, belaufen.

Ludwig Kattenstroth, Staatssekretär im Arbeitsministerium, März 1966, Bundesvereinigung der Dt. Arbeitgeberverbände

Junge Menschen

ESF-Programm gestartet

ESF-Programm für benachteiligte junge Menschen und Jugendliche mit Migrationshintergrund mit Gesamtvolumen von mehr als 116 Millionen Euro gestartet.

„Wir geben keinen jungen Menschen verloren, nur weil er in Schule oder Berufsausbildung schlecht gestartet ist. Alle Jugendlichen haben Stärken und Talente, die sich entfalten können, wenn wir Ihnen in schwierigen Phasen helfen, nicht den Anschluss zu verpassen. Die Initiative „Jugend stärken“ der Bundesregierung setzt auf kleine Schritte und maßgeschneiderte Hilfen vor Ort. Die Bilanz der vergangenen Jahre zeigt, dass sich diese beharrliche Arbeit auszahlt – nicht nur für die jungen Menschen. „Jugend stärken“ ist eine wichtige Investition in die Zukunft unserer gesamten Gesellschaft“, sagt der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Hermann Kues.

Das Programm „Stärken vor Ort“ soll die sozialen und beruflichen Perspektiven junger Menschen in benachteiligten Stadtteilen und strukturschwachen ländlichen Gebieten verbessern. Für das Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stehen bis Ende 2011 insgesamt 116 Millionen Euro zur Verfügung (rund 99 Millionen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds plus rund 17 Millionen Euro kommunale Kofinanzierung).

Das Programm „Stärken vor Ort“ setzt auf kleine lokale Initiativen, Organisationen und viel zivilgesellschaftliches Engagement, um nur noch schwer erreichbare junge Menschen dort anzusprechen, wo sie leben. Adressaten der Kleinstprojekte sind jungen Menschen mit schlechteren Startchancen sowie Frauen, die Probleme beim Einstieg und Wiedereinstieg in das Erwerbsleben haben. Ziel ist, Jugendliche, die Gefahr laufen, sich langfristig Lebenschancen zu verbauen, aktiv aufzusuchen, sie sozial zu stabilisieren und zu motivieren, weiterführende Angebote zu nutzen. Die geförderten Kleinstprojekte helfen, indem sie etwa Anschlüsse an Schulen, Fördermaßnahmen und Ausbildung oder Erwerbsarbeit vermitteln. Dafür werden in bundesweit 264 Fördergebieten in den nächsten drei Jahren gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Mikrozuschüsse in Höhe von bis zu 10.000 Euro vergeben.

„Stärken vor Ort“ ist der vierte Baustein der Initiative „Jugend stärken“ des Bundesjugendministeriums. Es knüpft ab sofort an das erfolgreiche Programm „Lokales Kapital für soziale Zwecke“ an, das nach fünf Jahren Förderung Mitte vergangenen Jahres planmäßig ausgelaufen ist. Weitere Bausteine der Initiative „Jugend stärken“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sind die fortgesetzten und in 2008 teils erheblich aufgestockten Programme Schulverweigerung – Die 2. Chance, Kompetenzagenturen und Jugendmigrationsdienste, die so genannten harten Schulverweigerern den Weg zurück in die Schulen ebnen, beziehungsweise Jugendlichen neue Perspektiven eröffnen, die nach der Schule nicht den Sprung in eine Ausbildung oder den Beruf schaffen. Für die insgesamt vier Bausteine der Initiative „Jugend stärken“ werden in den Jahren 2009 bis 2011 zusammen mit den ESF-Mitteln 367 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt zur Verfügung gestellt. Mit der vorwiegend kommunalen Kofinanzierung verfügt die Initiative damit über mehr als eine halbe Milliarde Euro.

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