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Migration und Integration in Deutschland

Die Zerteilung der Arbeit in kurze und ständig zu wiederholende, gleichförmige Handgriffe ermöglicht es, Arbeiter ohne Qualifikation und ohne Kenntnis der deutschen Sprache einzusetzen; die Art der Arbeit erfordert es vielleicht sogar.

Hans-Günter Kleff, Vom Bauern zum Industriearbeiter, 1985

Berlin

Polizeiliche Kriminalstatistik 2008: Weniger Straftaten

Die Zahl der Straftaten in Berlin ist gesunken. Dies geht aus der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) [pdf] hervor, die gestern von Innensenator Ehrhart Körting (SPD) präsentiert wurde.

Seit dem Mauerfall ist die Zahl der Straftaten in Berlin mit 482.765 Fällen im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand gesunken. Das ist ein Rückgang um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Körting bewertete diese Entwicklung als „überaus erfreulich“. Sie zeige, dass die Hauptstadt „etwas sicherer“ geworden sei auch wenn die Aufklärungsquote gegenüber dem Vorjahr von 50,4 auf 49,5 Prozent gesunken ist.

Auch die Jugendkriminalität sei im Langzeitvergleich rückläufig, was die „plakativ und populistisch“ vorgebrachte These widerlege, die Jugend würde immer krimineller. Insgesamt hat sich die Zahl der tatverdächtigen Berliner Jugendlichen im vergangenen Jahr um 8,2 Prozent auf 13.326 reduziert.

41.470 (Vorjahr 41.960) Tatverdächtige von insgesamt 135.146 hatten laut PKS einen nichtdeutschen Hintergrund, was einen Anteil von 30,7 % ausmacht. Eine Unterteilung der nichtdeutschen Tatverdächtigen nach ihrem gewöhnlichem Wohnsitz enthält die Statistik nicht. Nichtdeutsche Durchreisende, Touristen oder auch Kriminelle, die wegen kriminellen Aktivitäten meist aus dem umliegenden EU-Ausland einreisen, werden ebenso unter „Nichtdeutsche Tatverdächtige“ subsumiert, wie Ausländer, die ihren gewöhnlichen Wohnsitz in Deutschland haben.

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