MiGAZIN

Migration und Integration in Deutschland

Wenn ich mir die Hauptschulen in Ballungszentren anschaue, sehe ich es als zentralen bildungspolitischen Auftrag für diese Schulart, dass sie […] Schülern ein niederschwelliges Bildungsangebot macht […]. Gerade für Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Präsident der Kultusministerkonferenz Ludwig Spaenle (CSU), taz, 20. Januar 2010

Angela Merkel

„Dialog mit Muslimen ist unabdingbare Voraussetzung zur Integration“

Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte die Kirchen auf, sich stärker in die politischen Debatten einzumischen. Die CDU-Chefin betonte dabei unter anderem die Bedeutung des interreligiösen Dialogs und bezeichnete den gesellschaftlichen Dialog mit Muslimen als eine unabdingbare Voraussetzung zur Integration.

Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte am Dienstagabend bei einem Besuch der Katholischen Akademie in Berlin die Kirchen auf, sich stärker in die politischen Debatten einzumischen. Die CDU-Chefin betonte dabei unter anderem die Bedeutung des interreligiösen Dialogs und bezeichnete den gesellschaftlichen Dialog mit Muslimen als eine unabdingbare Voraussetzung zur Integration.

Die Kanzlerin bekannte sich in ihrem Vortrag klar zum christlichen Menschenbild als Leitlinie für ihr politisches Handeln. Dazu zähle, dass der Mensch als einzigartiges Geschöpf Gottes zur „Freiheit in Verantwortung“ und dem Wunsch, seine Fähigkeiten entfalten zu wollen, berufen sei. Der Mensch habe als Geschöpf Gottes eine unteilbare und unantastbare Würde, so Merkel.

Das christliche Menschenbild in der Politik habe insoweit auch Bedeutung etwa für die Familien- und Integrationspolitik, sagte Merkel weiter. Werte wie das christliche Menschenbild seien Grundprinzipien eines dauerhaften Zusammenhalts der Gesellschaft. Sie wünsche deshalb eine weitere „und manchmal noch lautere Einmischung“ der Kirchen in gesellschaftliche Themen wie die weltweite Finanzkrise.

Testen Sie den kostenlosen MiGAZIN Newsletter:

22 Kommentare
Diskutieren Sie mit!»

  1. Serdar sagt:

    “ Das christliche Menschenbild in der Politik habe insoweit auch Bedeutung etwa für die Familien- und Integrationspolitik, sagte Merkel weiter“

    Deswegen verbieten Sie den Türken die Einreise nach Deutschland ??
    Deswegen trennen Sie die Ehepaare aus Deutschland und der Türkei monatelang,jahrelang oder auch für immer,aufgrund von Sprachkenntnissen ??
    Was verstehen Sie genau unter Eheschutz und Familienschutz Frau Merkel ??
    Ist es im christlichen Menschenbild erlaubt Menschen voneinander zu trennen,nur weil sie am Anfang eine bestimmte Sprache noch nicht beherrschen ?
    Ihre Wörter kommen mir nicht ehrlich rüber !!

  2. Hülya sagt:

    Eine sehr traurige Botschaft von einer Kanzlerin und wieder ein Beweis dafür, dass die Trennung von Religion und Staat in Deutschland schwer umzusetzen sind.

    Frau Merkel und Ihre Partei zeigen nicht nur einen großen Namen an der menschenverachtenden Ausländerpolitik in Deutschland sondern auch bei allen sozial-politischen Fragen der hiesigen Gesellschaft. (Beispiel: Kürzung des Unterhalts für Alleinerziehende, Ignoranz bei Kinderarmut etc.).

    Die nicht zu überhörende Arroganz in Glaubenssachen, zeigt einem ein Bild von einer Frau Merkel mit dem Kreuz in der linken Hand, einer Peitsche in der Rechten und einem Heiligenschein; und unter ihren Füßen alle anderen Religionen. Im Hintergrund sehen wir Dramen von verzweifelten, frisch Vermählten, die sich nicht nur zwischen Deutschland und der Türkei abspielen, sondern auch Indonesien und noch weiter weg.

    Und dann spricht die CDU/CSU noch von der Gleichstellung aller Glaubensrichtungen???

  3. Ahmet sagt:

    Nein zur Visafreiheit für türkische Staatsangehörige und Menschen aus Ländern aus dem islamischen Kulturkreis!
    Eine Aufhebung wäre der größte Fehler, politisch, sozial und kulturell. Menschen aus dem moslemischen Kulturkreis sollten sich viel mehr Mühe geben die deutschen einheimschen Bräuche, Sitten und Traditionen kennenzulernen oder sie auch zu übernehmen. Kultur ist eine dynamische Entwicklung…dies gilt auch für türkische (nationalistische und islam-konservative) Staatsangehörige!
    Eine langfristige soziale und kulturelle Assimilierung ausländischer Bürger aus dem moslemischen Kulturkreis in die abendländisch-christliche Wertegesellschaft ist die bessere Lösung und auch im Interesse der deutschen einheimischen Bevölkerung.
    Da aber türkische Staatsangehörige grundsätzlich nationalistisch und konservativ-islamisch erzogen werden, ist eine Integration mit langfristiger Verschmelzung in den deutschen Kulturkreis unrealistisch.
    Fazit: Moslemische Einwanderer, die Ihre Herkunftskultur der deutschen Aufnahmegesellschaft auf „diplomatische Weise“ und durch den rechtlichen Weg der Familienzusammenführung langfristig auferlegen wollen, sollten sich doch mal die Frage stellen, für wie naiv und blauäugig man die deutschen Behörden und Bevölkerung noch halten kann?

  4. Serdar sagt:

    Du musst erstmal lernen, deine Vorurteile abzubauen und dich erstmal im bunten Europa zu integrieren.Das ist nicht dein erster Beitrag, deine Beiträge riechen nach Provokation und nach Hass. Aber ich bin mir sicher,dass die Mehrheit der deutschen Bevölkerung wie wir die Brüderlichkeit der Völker unterstützt und das „Miteinander“ wichtiger sieht als ein „Gegeineinander“,welches du mit deinem Beitrag wiedergibst.

  5. Hülya sagt:

    Für wie naiv und blauäugig halten Sie die Leser von Migazin?

    Es wäre schön, wenn Sie uns auf konstruktive Art über Ihren Trauma berichten könnten. Dann hätte jeder Verständnis und wir könnten auch im positiven miteinander Diskutieren :-))

  6. Ahmet sagt:

    Also nur zur Richtigstellung. Ich bin nicht der Ahmet wie der Ahmet da oben….

  7. Ahmet sagt:

    @Hülya,

    es ist wie immer: sobald man die „perfekte“ türkische Kultur und Ihre Menschen kritisiert und auch entgegengesetzte Meinungen äußert, schmeckt das Menschen, die im türkischen Kulturkreis groß geworden sind, überhaupt nicht.
    Weil Kritik üben an der Türkei und Ihrer Kultur in der Mentalität der Türken grundsätzlich etwas negatives und beleidigendes ist, ist die Reaktion der Teilnehmer an diesem Forum nichts überraschendes für mich.
    Solange man nur positive und unprovokante Ansichten über Türken, ihre Bräuche, Sitten und Traditionen öffentlich kundtut, ist man der beste Deutsche, der für die Integration der größten Einwanderergruppe steht.
    Wehe dem, der versucht Misstände der türkischen Migranten anzusprechen! Na ja und wenn man gebürtiger Türke mit deutscher Einbürgerung sein sollte und so unverschämt ist und noch seine „kulturellen Wurzeln“ kritisiert, wird man ja gleich als „Nestbeschmutzer“ stigmatisiert. Solange die türkische Einwanderergemeinschaft in der BRD nicht lernt ihre Mentalität und Stolz weiterzuentwickeln und sich somit mit der deutschen Kultur langfristig zu identifizieren (Selbstkritik, Respekt gegenüber anderen Religionen und Minderheiten), werden die Vorbehalte seitens der einheimischen deutschen Bevölkerung bleiben.

  8. Ahmet sagt:

    Sind echt harte Worte von Frau Merkel. O.K. man mag Migranten aus muslimischen Ländern nicht akzeptieren und Ihnen eine „christliche geprägte Leitkultur (Integration)“ vorgeben, aber was ist mit den Konvertiten? Bin zwar keiner, kenne aber welche die ohne Einfluss von moslemischen Migranten oder deren Ländern konvertiert haben.

    Was macht man mit diesen? Eine christlich geprägte staatliche Überwachung? Das christliche Menschenbild ist doch in keinsterweise konform mit der Wissenschaft die Frau Merkel so unterstützt und als das Gut Deutschlands ausgibt. Oder werden meine Kindeskinder hier kreatoniert in Zukunft oder gar verwirrt?

    Ich kann nur hoffen das mal bald Ausserirdische hier landen und wir Muslime dank Diesen in den Hintergrund wieder fallen und man uns wieder in Ruhe lässt. Ironie Ende

  9. Ahmet sagt:

    Ist echt der Knaller, ich fass es nicht das sowas eine Bundeskanzlerin sagt. Erinnert mich an Bush und seine evangelische Kirchenvereinigung.

  10. Hülya sagt:

    @ Ahmet

    Die Türkei ist groß und beinhaltet sehr, sehr viele Kulturen und Mentalitäten. Wie in Deutschland – nur mit einem größeren Radius.

    Ferner sind Türken viel viel selbstkritischer als Sie es hier zu mitteilen versuchen. Und die Türken nehmen Kritik ernst, und denken auch darüber nach; und das nicht nur oberflächlich. Ich spreche hier vom türkischen Bürger und nicht von den Politikern!

    Jedoch ist bei jeder Kritik der Ton das Maßgebende.
    Wenn ich mit Parolen ankomme und aggressive Pointen setze, habe ich natürlich auch kein Recht auf Verständnis. Oder?


Seite 1/3123»

Bitte beachten Sie unsere Netiquette. Vielen Dank!

Ihr Kommentar dazu:

MiGAZIN

Ziel und Zweck von MiGAZIN ist die Förderung der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Partizipation von Migrant(inn)en in der Aufnahmegesellschaft. In diesem Sinne soll MiGAZIN die Kommunikation fördern und füreinander sensibilisieren. Mehr über uns...

MiGMACHEN

Die Redaktionsmitglieder von MiGAZIN haben vor allem eins gelernt: Wer über sein Wissen und seine Erfahrungen schreibt, lernt immens dazu. Die kritische Diskussion mit Lesern eröffnet neue Horizonte. Daher hat das MiGAZIN-Team die Aktion-MiGMACHEN ins Leben gerufen. Hier bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, MiGAZIN als Autor, Pate oder Jungautor mitzugestalten. Nähere Informationen...

GRIMME Online Award 2012

    Begründung der Jury: "Über Migranten und Migration wird in Deutschland viel gesprochen. Vor allem von Deutschen. Im Chor der vielen und oft sehr lauten Stimmen fehlen aber zumeist die der Migranten. Und genau diese Lücke füllt das MiGAZIN mit qualitativ hochwertigen Texten und verständlicher Berichterstattung." Weiter ...