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Migration und Integration in Deutschland

Erwerbsquoten der inländischen (43 %) und ausländischen (70,8 %) Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1970.

Friedrich Heckmann, Die Bundesrepublik als Einwanderungsland?, 1981

Große Helfer im Stillen

Migrantenorganisationen in Deutschland

Nur selten wird die Öffentlichkeit auf sie aufmerksam. Sie werkeln nicht im Verborgenen, aber doch oftmals unbeachtet von der Allgemeinheit. Entweder weil sie nur regional tätig sind, nur eine bestimmte Zielgruppe im Auge haben oder einfach nur ihren gesellschaftlichen Beitrag leisten, ohne sich in jede anbietende Pseudo-Debatte einzuschalten – die meisten von ihnen fallen nicht auf. Die Rede ist von Migrantenselbstorganisationen, Institutionen die hauptsächlich von Migranten gegründet und betrieben werden, ohne sich aber unbedingt mit dem Thema „Migration“ beschäftigen zu müssen.

Der Verein hinter MiGAZIN.de, MiG e.V. ist eine solche Migrantenselbstorganisation, eine unter vielen anderen. Eine Suche nach dem Begriff „kultur“ im Vereinsregister liefert hunderte Einträge, bei denen man Migranten hinter dem Vereinsnamen vermuten kann.

Migrantenselbstorganisationen sind jedoch nicht auf Kulturvereine beschränkt. Sie dürften mittlerweile sehr viele Aspekte des gesellschaftlichen Lebens abdecken. Von Kulur- und Moscheevereinen, über Bildungs- und Kunstvereinen bis hin zu Sport- und Geselligkeitsvereinen. Es dürfte kaum einen Bereich des öffentlichen Lebens geben, in dem es keine Migrantenorganisationen gibt.

Neben einigen großen Organisationen gibt es gerade auf der lokalen Ebene hunderte von Vereinen, deren Namen es vielleicht höchstens in die Lokalpresse schaffen, die aber vor Ort einen wichtigen Beitrag für das Zusammenleben leisten. Es sind oftmals diese Vereinigungen, die für viele Migranten den Weg zu einer tatsächlichen Partizipation eröffnen, ihne auch Wege in die „nicht-migrantische“ Zivilgesellschaft zeigen, notwendige Kontakte entstehen lassen.

In dieser Rubrik wollen wir Monat für Monat diese stillen, aber wirkmächtigen Helfer vorstellen. Nicht die großen, schon lange im medialen Rampenlicht stehenden Organisationen. Nein, hier sollen gerade die unbekannteren Migrantenselbstorganisationen zu Worte kommen. Nicht die Zahl ihrer Mitglieder wird von Belang sein, sondern ihre Aktivitäten, insbesondere ihr Einsatz vor Ort.

Ziel dieser Rubrik ist es zum einen, diesen Vereinen und ganz besonders den Menschen die hinter diesen stehen, die Anerkennung zukommen zu lassen, die ihnen für ihre oftmals großartige und nicht selten einzigartige Arbeit gebührt. Zum anderen sollen die vorgestellten Vereine mit ihrer Arbeit auch andere Vereine zum Nachmachen ermuntern.

Jeden Monat wird dafür eine Migrantenselbstorganisation und ihre Arbeit vorgestellt. Unser Augenmerk wird dabei oftmals nicht unbedingt auf  der Vermittlung des gewohnten Bildes solcher Vereine liegen. Vielmehr sollen gerade durch ihre Arbeiten besonders hervorstechende Vereine und ihre Protagonisten hier vorgestellt werden.

Sollte Ihnen, verehrter Leser, die eine oder andere Migrantenselbstorganisation am Herzen liegen, von der Sie meinen, dass sie unbedingt eine Vorstellung bedient, freue ich mich gerne auf Ihre Empfehlungen.

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2 Kommentare
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  1. […] vorbildlichen Bemühungen um die Integration von Zuwanderern, die auf „MiGAZIN“ regelmäßig vorgestellt werden, ist es Ziel dieser Rubrik, auch auf Probleme hinzuweisen, die […]

  2. Osman CAN sagt:

    Hallo,
    Ici fin de es sehr gut, dass Arbeiten der Migrantenvereine ans Tageslicht kommen. Ich würde einen Verein, SOZIAL e.V. http://www.sozialev.de, der auch als Dachverband der Migranten-Organisationen im Landkreis Stade agiert und sie koordiniert vorschlagen, dass auch sie die Anerkennung bekommen. Das Ziel, unterschieliche Migrantengruppen, Vereine mit all ihre Komplexität zusammenzubringen und gemeinsame AKTIVITÄTEN organisieren und ausführen ist ehrenwert. Die Forderung dass auch Migrantenvereine stattliche Unterstützung genießen sollen ist auch legitim. Herzlichen Dank.



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