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Migration und Integration in Deutschland

Wenn wir Millionen von Menschen die doppelte Staatsbürgerschaft geben, die sie weitervererben, werden wir eine dauerhafte türkische Minderheit in Deutschland haben. Das bedeutet eine langfristige Veränderung der Identität der deutschen Gesellschaft. Ich bin dagegen.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), Münchner Merkur, 6.11.2013

Integration

Thüringer Leitlinien verabschiedet

Das Thüringer Kabinett hat am Dienstag „Leitlinien und Handlungsempfehlungen zur Integration von Zuwanderern in Thüringen“ verabschiedet, welche primär die Bereiche Bildung, Erwerbsleben und gesellschaftliches Leben umfassen. Vorerst werde die Ausgangslage in Thüringen geschildert, ehe Handlungsempfehlungen teilweise basierend auf bestehenden Förderprojekten aufgeführt werden.

DATUM28. Januar 2009

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RESSORTPolitik

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Nach Innenminister Manfred Scherer (CDU) sei dabei wichtig, dass man früh mit der Integration beginne. Daher solle man bereits in Kindergärten Kinder mit Migrationshintergrund in Form von verstärkten Betreuungsangeboten besser fördern und ihre Eltern mit einbeziehen. Schließlich sei die sprachliche Bildung unverzichtbar, infolgedessen eine schulische und berufliche Qualifikation erst gelinge. Dadurch solle in den Schulen die Quote der Schulabbrecher oder –abgänger ohne Abschluss erheblich gesenkt werden.

Die Aufgaben auf dem Wege zur erfolgreichen Integration kämen jedoch nicht lediglich auf die Migranten zu. So müsse unter anderem die Akzeptanz der Migranten innerhalb der Gesellschaft und ihrem sozialem Umfeld gestärkt werden.

Ferner erklärte Scherer, dass Thüringen im Vergleich zu anderen Bundesländern ein geringeres Integrationsproblem habe, da der Anteil an Migranten innerhalb der Bevölkerung nicht so hoch liege. Im Einzelfall gesehen sei die Integration aber ein drängendes Problem: „Wer die Integrationshürde nicht schafft, hat später große Schwierigkeiten, sowohl im beruflichen als auch sozialen Leben“, sagte Scherer.

Als Basis für die Verabschiedung der Leitlinien habe der Integrationsgipfel der Bundeskanzlerin aus dem Jahre 2006 gedient. Diese sei ein Jahr später nach einem Beschluss der Ministerpräsidenten der Länder durch eigene Maßnahmen und Programme ergänzt worden. Auch habe man zwei Jahre zuvor eine interministrielle Arbeitsgemeinschaft zum Thema „Integration von Zuwanderern“ gegründet, dessen Produkt die aktuellen Leitlinien seien. Dieser Gemeinschaft gehören neben Vertretern der Ministerien auch die kommunalen Spitzenverbände, die LIGA der freien Wohlfahrtsverbände, die Kirchen, der DGB Landesverband sowie der Allgemeine Arbeitgeberverband an.

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