Seit Menschen in Not zu uns nach Deutschland kommen, reden wir von Armutsflüchtlingen. Das suggeriert, als seien die Menschen selbst schuld an ihrem Schicksal. Dabei trägt unser Wohlstand maßgeblich mit dazu bei, dass diese Menschen nichts haben. Von Sven Bensmann Von Sven Bensmann
Das Bundesfinanzministerium zieht sich den Zorn von Menschenrechtlern zu. Denn das Haus von Wolfgang Schäuble stellt sich gegen einen Aktionsplan, der die Wirtschaft in die Pflicht nehmen soll, um menschenrechtliche Standards durchzusetzen.
Die Ostbeauftragte der Bundesregierung schlägt Alarm: Städte und Dörfer zwischen Ostsee und Erzgebirge dürften "nicht dem brauen Spuk überlassen werden". Die Länder verspielten zudem die Chancen der Zuwanderung obwohl sie auf Zuzug angewiesen seien.
Viele Menschen befürchten leer gefegte Sozialkassen durch die Flüchtlinge. Ein Blick in dei Kassenlage des Staates zeigt ein anderes Bild. Erneut gibt es einen deutlichen Überschuss. Ökonomen fordern, das Geld in Chancengleichheit der Bürger zu investieren. Von Miriam Bunjes
USA, China, Japan, Deutschland, Frankreich und Großbritannien machen die Hälfte der globalen Wirtschaftskraft aus, nehmen aber nur neun Prozent aller Flüchtlinge auf. Die Entwicklungsorganisation Oxfam spricht von einem verantwortungslosen Versteckspiel.
Einer Prognose des ifo-Instituts zufolge stärkt Flüchtlingsmigration die Konjunktur in Ostdeutschland. Negative Entwicklungen aus der demografischen Entwicklung würden Dank Einwanderung ausgeglichen.
Globale Migration und ethnische Vielfalt stärken langfristig die Wirtschaftlichkeit eines Landes. Der Blick darf sich daher nicht auf die kurzfristigen Auswirkungen konzentrieren. Das ist das Ergebnis einer Studie der University of Chicago Booth School of Business.
Die aktuelle Flüchtlingsdebatte fokussiert sich meist auf die Kosten. Wie eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung nun zeigt, überwiegen die positiven wirtschaftlichen Impulse die Kosten - unabhängig von der Qualifikation der Flüchtlinge.
Der Bundesfinanzminister zeigt sich zuversichtlich, dass Deutschland die Mehrkosten für die Aufnahme von Flüchtlingen ohne größere Probleme schultern kann. Schäuble rechnet im kommenden Jahr mit acht Milliarden Euro an Mehrausgaben.
China driftet immer mehr in eine Krise ab. Die Wirtschaft wächst langsamer, die Umweltprobleme nehmen zu, die Regierung repräsentiert das Volk immer weniger. Die Folge: Börsensturz. Aus deutscher Sicht ist das ein großes Problem.