Unwort des Jahres
Jury warnt vor entmenschlichender Sprache: „Zustrombegrenzungsgesetz“
13.01.2026

Die Jury kritisiert „Sondervermögen“ als beschönigenden Begriff für neue Schulden. Auf Platz zwei landet „Zustrombegrenzungsgesetz“, weil es Zuwanderung mit einer bedrohlichen Metapher auflädt. Merz‘ „Stadtbild“ scheitert an Unwort-Kriterien.
Kritik an Alltagsrassismus
„Unwort des Jahres“ ist „biodeutsch“
13.01.2025
Erst wurde er satirisch verwendet, nun diskriminierend und rassistisch – der Begriff „biodeutsch“ ist „Unwort des Jahres“. Aus Jury-Sicht unterteilt er in „echte“ Deutsche und Deutsche zweiter Klasse.
Mehr als 2.000 Einsendungen
„Illegale Migration“ ist Kandidat für Unwort des Jahres 2024
26.11.2024
Bis zum Ende des Jahres können noch Vorschläge für das „Unwort des Jahres 2024“ eingereicht werden. Ein aussichtsreicher Kandidat liegt der Jury bereits vor: „illegale Migration“. Ein Unwort, das sich in der Politik parteiübergreifend etabliert hat und von Medien kritiklos übernommen wird.
„Rechter Kampfbegriff“
„Remigration“ ist Unwort des Jahres 2023
15.01.2024
Die Jury sieht darin eine „beschönigende Tarnvokabel“, mit der Rechtsextreme ihre Absichten verschleiern wollen, nämlich Massendeportationen von Menschen mit Migrationsgeschichte. Das „Unwort des Jahres“ 2023 könnte kaum aktueller sein. Von Christine Schultze und Anne-Béatrice Clasmann
Unwort des Jahres 2021
„Pushback“, Beschönigung eines menschenfeindlichen Prozesses
13.01.2022
Die Suche nach dem Unwort des Jahres 2021 wurde zwar von der Corona-Debatte dominiert. Gewählt wurde mit „Pushback“ jedoch ein Begriff aus dem Migrations-Diskurs. Er beschönige einen menschenfeindlichen Prozess, kritisierte die Jury.
Abschiebepate Deutschland
Mehr als 80 Prozent der aus Seenot Geretteten bekommen kein Asyl
29.03.2021
Aus Seenot gerettete und nach Deutschland überstellte Geflüchtete haben kaum eine Chance auf einen positiven Asylbescheid. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung hervor. Linke-Politikerin Akbulut wirft Deutschland vor, Abschiebepatenschaften zu praktizieren.
Unwörter 2020
„Rückführungspatenschaft“ und „Corona-Diktatur“
13.01.2021
Zwei Kandidaten teilen sich diesen "Sieg": Erstmals gibt es nicht bloß ein Unwort des Jahres. Ein "Sieger" stammt aus dem beherrschenden Thema von 2020, der Corona-Pandemie - der andere aus einem Bereich, der Europa schon seit Jahren umtreibt.
Nach rechts verschoben
Unwort des Jahres 2018 ist „Anti-Abschiebe-Industrie“
16.01.2019
Alexander Dobrindts (CSU) „Anti-Abschiebe-Industrie“ wurde zum Unwort des Jahres 2018 gewählt. Der Begriff zeige, wie sich der politische Diskurs nach rechts verschoben habe. Weitere Unwörter sind „Menschenrechtsfundamentalismus“ und „Ankerzentrum“.
Platz zwei für „Shuttle Service“
Unwort des Jahres 2017 „alternative Fakten“
17.01.2018
Trump-Beraterin Kellyanne Conway wollte mit ihrer Wortschöpfung eine falsche Behauptung des US-Präsidenten beschönigen: So wurden aus einer Lüge "alternative Fakten". Auf Platz zwei schafft es „Shuttle-Service“. Es bezeichnet die Rettung von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer.
Diffamierend und antidemokratisch
Unwort des Jahres 2016 ist „Volksverräter“
11.01.2017
Volksverräter. Mit diesem Begriff beschimpfen Rechte die Kanzlerin ebenso wie den Bundespräsidenten. Sprachwissenschaftler sehen darin eine antidemokratische Haltung. Er verneine die Gültigkeit der Grundrechte für alle Menschen.
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