Knapp vier Wochen vor der Wahl in Sachsen-Anhalt liegt die AfD in Umfragen weit vorn. Und das BSW kann sich Hoffnung auf den Sprung über fünf Prozent machen. Was bedeutet dieses Szenario? Von Verena Schmitt-Roschmann und Christopher Kissmann
Die erste Befragung zur Migrationsgeschichte in Hamburgs Bürgerschaft liefert eine auffällige Zahl: 29 Abgeordnete geben einen Migrationshintergrund an – bei 42 Prozent in der Bevölkerung. Was diese Differenz für politische Debatten, Vertrauen und Zugehörigkeit bedeutet.
Eine internationale Erhebung zeigt weiterhin breite Zustimmung zur Aufnahme von Menschen, die vor Krieg oder Verfolgung fliehen. Gleichzeitig wachsen Zweifel an Schutzgründen, Integration und der Bereitschaft, weitere Geflüchtete im eigenen Land aufzunehmen.
Armut, Krieg und Inflation sind laut einer Ipsos-Umfrage die größten Sorgen der Menschen in Deutschland. Auch die Kontrolle von Einwanderung und ein Anstieg von Extremismus beschäftigen die Befragten stärker als im internationalen Durchschnitt.
68 Prozent der jüdischen Gemeinden nehmen Deutschland als unsicherer wahr. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor. Der bitterste Befund liegt im Alltag: Wer Davidstern oder Kippa verbirgt, schafft sich Schutz durch Unsichtbarkeit.
Wenn es um Sozialleistungen für Zugewanderte geht, ist die Mehrheit für strengere Regeln. Bei mehr Arbeit oder Kürzungen im eigenen Sicherungssystem endet die Reformbereitschaft deutlich schneller. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor.
Obwohl es bislang keine Hinweise auf eine größere Fluchtbewegung aus dem Iran gibt, wächst in Deutschland bereits die Skepsis gegenüber einer möglichen Aufnahme weiterer Geflüchteter. Die Debatte wird stärker von Befürchtungen als von der tatsächlichen Lage bestimmt.
Fast alle bekennen sich zur Demokratie – und doch finden autoritäre Rezepte erschreckend viel Zustimmung. Der Deutschland-Monitor zeigt: Nicht nur Krisen, sondern politische Vernachlässigung treiben Menschen in Richtung starker Hand. Von Verena Schmitt-Roschmann
156 Asylsuchende im Januar – so wenige wie seit 14 Jahren nicht. Doch während die Politik sinkende Asylzahlen als Rezept gegen die AfD verkauft, bleibt deren Zuspruch stabil hoch: 39 Prozent in Sachsen-Anhalt. Flüchtlingspolitik auf dem Holzweg?
Rund 420.000 internationale Studierende sind derzeit an deutschen Hochschulen eingeschrieben – ein Plus von vier Prozent. Der Anstieg trifft auf einen Hochschulalltag, der für viele Studierende zum Hürdenlauf wird.