Für freiwillige Ausreisen nach Syrien könnte es künftig deutlich mehr Geld geben. Laut einem Bericht erwägt das Bundesinnenministerium eine pauschale Rückkehrprämie von 8.000 Euro statt 1.000 Euro wie bisher. Grüne kritisieren, die CDU sieht Chancen.
Die AfD Mecklenburg-Vorpommern stellt Migration in ihrem Programmentwurf zur Landtagswahl 2026 als Bedrohung für „Heimat“ und „Identität“ dar. Teilhabe wird dabei zur Frage von Herkunft, Nutzen und Anpassung. Von Sedat Dursun
Die Zahl erstmals eingereister Schutzsuchender ist 2025 um 46,4 Prozent gesunken. Besonders stark fiel der Rückgang bei Menschen aus Syrien aus, während auch aus der Ukraine deutlich weniger Schutzsuchende registriert wurden. Von Susanne Rochholz
Hessen erlebt erstmals einen negativen EU-Zuwanderungssaldo: Aus Polen, Rumänien und Bulgarien gehen mehr Menschen weg, als neu hinzukommen. Integrationsministerin Hofmann warnt vor Ausgrenzung – und vor einem Standortnachteil.
Mehr als 1,6 Millionen Syrer:innen sind seit dem Machtwechsel zurückgekehrt – die meisten aus der Türkei, dem Libanon und Jordanien. Deutschland wird einer aktuellen UN-Aufstellung als „Sonstige Länder“ mit rund 6.100 Rückkehrern geführt.
SPD, Grüne und Linke wollen befristete „Go-and-see-Besuche“ für Menschen aus Syrien ermöglichen, ohne sie ihren Schutzstatus riskieren. Union und AfD halten dagegen. Der Streit zeigt die Härte der deutschen Asyldebatte.
Nach dem Sturz des Assad-Regimes wird wieder über Rückkehr nach Syrien gesprochen. Doch die Debatte zeigt etwas Grundsätzlicheres: Sie offenbart, wie schnell Zugehörigkeit an Nützlichkeit geknüpft wird. Von Mira E. Hazzaa
„Freiwillige Rückkehr“ klingt nach eigener Entscheidung. In Sachsen-Anhalt wirkt es eher wie eine Drohung: bleiben darf, wer ökonomisch passt; für andere scheint die Zeit in Deutschland angezählt. In der Debatte im Magdeburger Landtag entfacht die AfD einen „Feuerwerk an Fremdenfeindlichkeit“.
Zehn Jahre nach 2015 spaltet die Rückkehrfrage viele Syrer in Deutschland. Eine Köchin setzt auf Wiederaufbau, ein Neurologe warnt vor Gewalt gegen Minderheiten und politischer Naivität – zwei Berliner Stimmen zwischen Hoffnung und Angst. Von Michael Brandt
Friedrich Merz produziert nicht nur peinliche Momente. Seine Aussagen zu Migration, Syrien und Sicherheit verschieben Debatten, bedienen harte Deutungen und zeigen, dass politische Wirkung oft wichtiger ist als spätere Korrekturen.