Der erste Jahresbericht der vier Meldestellen in Nordrhein-Westfalen dokumentiert 571 Vorfälle von Rassismus. Viele Betroffene berichten von Beleidigungen, verweigertem Wohnraum oder erschwertem Zugang zu Arbeit und Gesundheitsleistungen. Trotzdem folgen auf die meisten Vorfälle weder eine Anzeige noch Beratung.
Nach einem Bericht der EU-Kommission hat die europäische Bevölkerung ihren Höchststand erreicht. Ohne Zuwanderung würde sie bis 2100 nicht nur schrumpfen, sondern rund 130 Millionen Menschen weniger zählen. Migration verhindert den Wandel nicht, bremst aber seinen dramatischsten Verlauf.
Ein Berliner Monitoring zeigt: Anti-Schwarzer Rassismus äußert sich nicht nur in Beleidigungen und Gewalt. Besonders häufig erleben Betroffene Benachteiligung dort, wo Institutionen Schutz gewährleisten, Beschwerden bearbeiten und Rechte durchsetzen sollten – in Behörden und Schulen.
Eine internationale Erhebung zeigt weiterhin breite Zustimmung zur Aufnahme von Menschen, die vor Krieg oder Verfolgung fliehen. Gleichzeitig wachsen Zweifel an Schutzgründen, Integration und der Bereitschaft, weitere Geflüchtete im eigenen Land aufzunehmen.
Beschimpfungen auf der Straße, Benachteiligungen im Beruf und Ausgrenzung in der Schule: Medar NRW hat für das Jahr 2025 insgesamt 104 antimuslimische Vorfälle dokumentiert. Besonders häufig betroffen waren Frauen. Die Meldestelle geht von einem großen Dunkelfeld aus.
Die Gesamtzahl der Beschäftigten fällt, doch hinter dem Minus steckt eine drastische Verschiebung: Während die Zahl deutscher Staatsangehöriger rechnerisch einbricht, wächst die Beschäftigung von Ausländern deutlich. Was das für Deutschland bedeutet - und was die Statistik verzerrt.
Noch wächst die Weltbevölkerung. Doch sinkende Geburtenraten verändern die Zukunft der Menschheit stärker, als es lange schien. Japan, China und Deutschland stehen vor anderen Problemen als Nigeria, Somalia oder die Demokratische Republik Kongo. Von Walter Willems und Marco Rauch
Weniger Ankünfte, mehr Tote: Nach UN-Angaben sank die Zahl der über See angekommenen Geflüchteten um 47 Prozent, während die Opferzahlen stiegen. Restriktive Grenzkontrollen treiben Menschen auf längere und riskantere Fluchtrouten. Von Gundula Haage
Die Geburtenrate in Deutschland ist auf 1,32 Kinder je Frau gefallen. Der Rückgang betrifft Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit ebenso wie Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Grund ist ein Krisen-Narrativ. Von Jenny Tobien
Seit 2020 haben rund 765.000 Menschen aus Nicht-EU-Ländern eine Aufenthaltserlaubnis zur Arbeits- und Fachkräftezuwanderung erhalten. Die Zahlen steigen seit den Regel-Erleichterungen deutlich. Aus welchen Ländern kommen die meisten?