Mit einer Gesetzesreform will Schleswig-Holstein Integration und Teilhabe erleichtern. Ziel: Migranten sollen Fachkräftemangel abfedern. SPD vermisst Verbindlichkeit. Das Gesetz sei floskelhaft.
Gregor Gysi gerät parteiintern unter Druck, weil er Antisemitismus in der Linken mit neuen Mitgliedern mit Migrationsgeschichte verknüpft. Die Kritik zielt auf ein altes Muster: gesellschaftliche Probleme werden Minderheiten zugeschoben, statt ihre tieferen Ursachen zu benennen.
Das Berliner Gesetz für mehr Teilhabe gerät unter Verfassungsverdacht, weil es Bewerber ohne Einwanderungsgeschichte benachteiligen soll. Die Justizsenatorin will das ändern. Offen bleibt die Frage, wie Bewerber mit Migrationserfahrung fair behandelt werden sollen.
Zwei neue „Tatort“-Kommissare, ein alter Reflex: Noch immer gilt es als Sensation, wenn Figuren mit Einwanderungsgeschichte einfach nur ihren Job machen. Edin Hasanovic hält der Republik damit einen Spiegel vor.
Gesundheitsversorgung ist ein Menschenrecht. Doch für Migranten bleibt der Weg dorthin oft voller Hindernisse: Sprachbarrieren und Vorurteile erschweren eine Behandlung auf Augenhöhe. Digitale Angebote können helfen – aber nur, wenn sie fair gestaltet sind.
Gut jeder achte Mensch in Deutschland sieht sich von Diskriminierung betroffen. Besonders häufig erfahren Menschen mit Migrationshintergrund, Frauen mit Kopftuch und Angehörige sexueller Minderheiten Benachteiligungen, wie eine großangelegte Befragung zeigt.
Moderne Neurochirurgie arbeitet heute so präzise wie nie. Doch die beste Technik nützt wenig, wenn Menschen zu spät behandelt werden, Aufklärungsgespräche nicht verstehen oder sich im Gesundheitssystem kaum zurechtfinden. Fortschritt im Operationssaal ist deshalb auch eine Frage der Teilhabe.
Warum wird Mustafa schlechter benotet als Maria – trotz gleicher Leistung? Der Alltag an vielen Schulen in Deutschland bleibt laut einer Studie stark auf Schüler aus der Mehrheitsgesellschaft ausgerichtet. Dabei haben 40 Prozent ausländische Wurzeln. Von Markus Geiler
Viele EU-Zuwanderer kommen zum Arbeiten – und landen hier oft in einer Sackgasse, fühlen sich diskriminiert. Viele denken über Auswanderung nach, wie eine Studie zeigt. Das könne sich Deutschland nicht leisten, warnt die Integrationsbeauftragte – und sieht Innenminister Dobrindt in der Pflicht. Von Basil Wegener
In der zweiten Amtszeit von US-Präsident Trump sind bereits elf Mexikaner in Gewahrsam der US-Einwanderungsbehörden gestorben. Der jüngste Fall betrifft eine Haftanstalt in Kalifornien. Mexiko fordert umfassende Aufklärung.