Sozialer Abstieg im Iran
Im Schatten der Bomben: vom Apotheker zum Taxi-Fahrer
07.05.2026

In Teheran fehlen Medikamente, Behandlungen werden unbezahlbar. Der Krieg trifft Irans Wirtschaft dort, wo Menschen am verletzlichsten sind: in Krankenhäusern und Haushalten, deren Geld für Gesundheit nicht mehr reicht. Apotheker Siamak ist wütend und sucht nach einem Ausweg. Von Arne Bänsch und Mathis Richtmann
Schulden statt Schulen
Globale Finanzordnung treibt Globalen Süden in Schuldenkrise
28.04.2026

Immer mehr Länder im Globalen Süden zahlen Milliarden an Gläubiger, während Geld für Bildung, Gesundheit und Infrastruktur fehlt. Der Schuldenreport 2026 zeigt: Die Krise ist kein Haushaltsproblem, sondern eine Frage globaler Gerechtigkeit – und Migration.
Sicherheitswahn
Kriege treiben Rüstungsausgaben auf neuen Höchststand
27.04.2026

Kriege, Machtkämpfe, Misstrauen: Die weltweiten Militärausgaben steigen laut Sipri zum elften Mal in Folge - auch in Deutschland. 2.887 Milliarden US-Dollar zeigen, worauf Staaten in unsicheren Zeiten setzen – und woran es politisch fehlt. Von Almut Siefert
Amnesty-Jahresbericht
Deutschland trägt Mitschuld an Menschenrechtskrise
21.04.2026

Der neue Amnesty-Bericht beschreibt eine globale Krise der Menschenrechte – und Deutschland steht darin nicht am Rand. Kritisiert werden Wegsehen, politische Doppelmoral und ein Kurs, der Rechte oft nur dann verteidigt, wenn es bequem ist. Von Christoph Meyer und Jörg Blank
Nebenan
Die Hoffnung ist tot
20.04.2026

Ein gestrandeter Wal rührt das Land zu Tränen, entfacht nationale Erregung. Derweil: Krieg, Tod, Elend, Vertreibung, Leid ohne Ende. Timmy legt eine schreckliche Doppelmoral frei, die längst gesellschaftlicher Alltag ist. Von Sven Bensmann
Sudan-Krieg
Berlin-Konferenz: Viele Appelle, mehr Hilfe, wenig Druck
15.04.2026

Die Sudan-Konferenz soll die größte humanitäre Krise der Gegenwart zurück auf die Agenda holen – nicht ganz ohne Eigennutz. Zwischen Hilfszusagen und Appellen bleibt eine unbequeme Wahrheit: Es gibt zu wenig Friedensdruck. Von Eva Krafczyk und Jörg Blank
Gewalt und Vertreibung
Krieg treibt Menschen in die Flucht – auch nach Europa
14.04.2026

Der Sudan erlebt die größte Vertreibungskrise der Welt, doch internationale Hilfe bleibt lückenhaft. Während Millionen in der Region festsitzen, wird der Krieg für immer mehr Menschen auch zur lebensgefährlichen Route Richtung Europa. Rund 14.000 sind nach UN-Angaben bereits über das Mittelmeer geflohen.
Drei Jahre Krieg
Sudans vergessenes Leid: Stillstand nach der Flucht
12.04.2026

Während die Welt auf andere Kriege blickt, versinken Familien aus West-Darfur im Lager Aboutengé in Stillstand. Der Sudan-Krieg hat sie vertrieben, die Hilfskürzungen nehmen ihnen nun auch noch die letzten Zukunftschancen. Von Eva Krafczyk
UN-Hilfswerk
Hunderttausende flüchten aus Libanon vor israelischen Angriffen
31.03.2026

Mehr als 200.000 Menschen sind vor dem Krieg Israels aus dem Libanon nach Syrien geflüchtet. Die meisten sind Syrerinnen und Syrer, die zuvor in den Libanon geflüchtet waren und jetzt in ihre Heimat zurückkommen.
Keine Solidarität
Zwei Drittel der Iraner erhalten keinen Schutz in Deutschland
26.03.2026

Für Gegner der iranischen Regierung ist die Lage im Land schon lange heikel. Bei Protesten zu Jahresanfang gab es Tote, Verletzte und viele Festnahmen. Asylanträge werden dennoch oft abgelehnt – auch die von Frauen.