Wer in Deutschland lebt und Eltern im Ausland unterstützt, gerät deutlich häufiger unter Druck – finanziell, emotional und im Beruf. Eine neue Studie macht sichtbar, wie verbreitet diese Familienrealität ist, warum Hilfen oft nicht greifen – und warum Sozial- und Familienpolitik auf den Prüfstand gehören.
Fast ein Drittel der deutschen Schülerinnen und Schüler hat ausländische Wurzeln. Der Deutsche Lehrerverband und die Gewerkschaft GEW fordern höhere Investitionen in Schulen und frühkindliche Bildung. Von Susanne Rochholz und Jürgen Prause
Beim Thema Grillen lodern Debatten um Identität und Vorurteile auf. In der Gesellschaftssatire „Extrawurst“ zerbricht ein Tennisclub am Gasgrill XQ 3010. Das sagt Darsteller Hape Kerkeling dazu. Von Cordula Dieckmann
Deutschland benötigt Einwanderung. Gleichzeitig kann sich mehr als jede fünfte Person eine Auswanderung vorstellen. Besonders unter Menschen mit Migrationsgeschichte erwägen erstaunlich viele, das Land zu verlassen. Das zeigt eine neue Studie. Konkrete Pläne haben aber nur wenige.
Vor 70 Jahren wurde das Anwerbeabkommen mit Italien unterzeichnet. Heute leben weit mehr als eine halbe Million Menschen mit italienischen Wurzeln in Deutschland. Aber: Jeder Dritte ist erst in den vergangenen zehn Jahren eingewandert.
Mehr als die Hälfte der Menschen in Sachsen-Anhalt gelten als „fragile Demokraten“ – offen für autoritäre Lösungen und anfällig für ausländerfeindliche Einstellungen. Neue Daten zeigen, wie tief Vorurteile sitzen und warum das Land in einem Teufelskreis steckt.
Die Studie zeigt: Menschen mit Migrationserfahrung bewerten Vielfalt offener als andere. Doch sie erleben zugleich am häufigsten Diskriminierung und gesellschaftlichen Gegenwind.
Ein neues Gutachten zeigt: Sachsen wird vielfältiger. Doch fehlende Begegnungen, lange Wartezeiten bei Integrationskursen und ein angespanntes politisches Klima bremsen Integration – und gefährden dringend benötigte Einwanderung.
Eine Studie der Adenauer-Stiftung zeigt auffällige Unterschiede, was die Einstellungen von Menschen mit und ohne Migrationserfahrung in Deutschland angeht – mit zum Teil überraschenden Ergebnissen.
Wenn über „toxische Männlichkeit“ gesprochen wird, trifft das Stigma junge Migranten doppelt: Sie kämpfen nicht nur mit Rollenbildern, sondern auch mit Vorurteilen. Was passiert mit ihnen, wenn sie so an den Rand gedrängt werden? Von Edgar Pocius