Die Geburtenrate in Deutschland ist auf 1,32 Kinder je Frau gefallen. Der Rückgang betrifft Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit ebenso wie Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Grund ist ein Krisen-Narrativ. Von Jenny Tobien
Der deutsche Smalltalk, einst die zivile Kunst des unaufgeregten Austauschs über Wetter, Bahn oder Fußball, ist für Migranten längst mehr als nur eine Plauderei. Er ist ein Schnelltest. Von Kiflemariam Gebre Wold
Deutschland jubelt einer Mannschaft zu, die sichtbar gewordene Realität Deutschlands ist: Kinder und Enkel von Eingewanderten tragen den Adler, gewinnen Spiele und widersprechen dem ewiggestrigen Gerede. Von Nasim Ebert-Nabavi
In Kassel, Berlin und Wunsiedel hat die Polizei nach dem WM-Spiel gegen die Elfenbeinküste Hitlergrüße und rassistische Ausfälle gemeldet – weil dort Fußballfans widersprochen haben. Darüber hinaus ist nicht viel zu hören. Von Sedat Dursun
Der Bevölkerungsrückgang trifft Thüringen härter als jedes andere Bundesland. Fachleute warnen vor einem Teufelskreis: Fachkräfte fehlen, Zuwanderung bleibt aus, und rechtsextreme Parteien profitieren von den wachsenden Sorgen.
Ende 2025 lebten rund 83,5 Millionen Menschen in Deutschland, 110.000 weniger als ein Jahr zuvor. Die Nettozuwanderung sank deutlich und konnte das wachsende Geburtendefizit nicht mehr ausgleichen. Von Susanne Rochholz
In Belfast greifen rechte Mobs Migranten an und machen sie zu Schuldigen für Krisen, die sie nicht verursacht haben. Der Zorn trifft die Schwächsten statt die politischen und ökonomischen Verhältnisse. Von Joachim Glaubitz
Mehr als 1,1 Millionen Menschen haben am Pfingstwochenende den Karneval der Kulturen in Berlin besucht. Zum 30-jährigen Jubiläum warnen die Veranstalter aber vor Bürokratie, Auflagen und einer Finanzierungslücke.
Integration wird in Deutschland oft als Bringschuld von Zugewanderten beschrieben. Dabei gelingt Ankommen erst, wenn Nachbarn, Kollegen und Gesellschaft nicht nur Erwartungen formulieren, sondern im Alltag Zugänge schaffen. Von Anissa Kirch
Der neue Thüringen-Monitor zeigt ein widersprüchliches Bild: Die Zustimmung zur Demokratie erreicht einen Höchstwert, zugleich bleiben rechtsextreme Einstellungen bei 18 Prozent stabil. Populismus verschiebt sich dabei stärker nach rechts.