Rund 1,1 Millionen Schüler in NRW haben Migrationserfahrung. Ihr Anteil liegt inzwischen bei 44,6 Prozent und ist damit gegenüber dem vorherigen Schuljahr erneut leicht gestiegen. Zwischen Coesfeld und Gelsenkirchen liegen allerdings fast 40 Prozentpunkte.
Was passiert mit einem Bundesland, das ausgerechnet jene Menschen zum Problem erklärt, die längst Teil seiner Gegenwart sind und die es für seine Zukunft braucht? Von Nasim Ebert-Nabavi
Die Demokratie genießt in Niedersachsen weiterhin breite Zustimmung. Doch dahinter zeigen sich deutliche Risse: Ethnozentristische, rechtsextreme und antisemitische Einstellungen nehmen zu, die politische Mitte verliert an Bindekraft. Besonders auffällig sind Ressentiments gegenüber Geflüchteten, Migranten und Muslimen.
Die Geschichten führen nach Israel, Palästina, in die Ukraine, die USA und nach Deutschland – Isabel Schayani erzählt in ihrem neuen Buch „Unwahrscheinliche Freundschaften“ von Menschen, die Krieg, politische Gegensätze und persönliche Verluste trennen – und die trotzdem verbunden bleiben. Von Robert Messer
Exklusive Schwimmzeiten für Schwarze Kinder und Jugendliche sollten einen geschützten Raum bieten. Nach einer Debatte über angebliche Benachteiligung Weißer und rassistischen Bedrohungen wurde das Angebot abgesagt. Rassismusforscherin Lisa Janotta erklärt, warum der Konflikt eskalierte. Von Martina Schwager
Nach politischer Gewalt wächst der Druck zu handeln - so auch nach dem Anschlag im Umfeld des Berliner Christopher Street Day. Doch aus einer Tat folgt nicht automatisch, welche politische Antwort angemessen ist. Von Özcan Karadeniz
Was bleibt von Identität, wenn sie verborgen werden muss? Wenn Zugehörigkeit da und unsichtbar ist? Eine selten erzählte Perspektive auf Roma- und jüdische Identität – über Tarnung und Assimilation, Antiziganismus, Antisemitismus und transgenerationale Brüche. Von Björn Klein
Wer selbst um Anerkennung kämpfen musste, kann die Maßstäbe der Mehrheitsgesellschaft gegen Neuankommende richten. So entstehen interne Hierarchien, Konkurrenz um Zugehörigkeit und eine Solidarität, die gerade gegenüber Geflüchteten und Armen brüchig wird. Von Kiflemariam Gebre Wold
Die einen vermissen die alte Ordnung, die anderen feiern die neue Vielfalt - unterschiedliche Badebekleidung, neue Gewohnheiten. Experten sehen darin keinen Grund zur Sorge. Die größeren Probleme sind marode Anlagen und fehlende Wasserflächen für den Schwimmunterricht. Von Alina Grünky und Wolfgang Jung
Wer über Deutschlands Zukunft spricht, kommt an der Demografie nicht vorbei: Nur jeder zehnte Mensch ist zwischen 15 und 24 Jahre alt. Bei Menschen mit Einwanderungsgeschichte liegt der Anteil deutlich höher.