Ausländer haben nach Ende einer Ausbildung oft mit Bürokratie zu kämpfen. Das Land will das nun ändern. Ein Verfahrenshinweis soll Ausländerbehörden ermöglichen, den Jobstart früher zuzulassen. Der Schritt zeigt, wie Fachkräftemangel pragmatische Lösungen erzwingt.
Berliner Unternehmen lassen in Namibia künftige Industrieelektriker, Verkäufer und Gastronomiefachkräfte ausbilden. Das Projekt „Talentsbridge“ reagiert auf den Fachkräftemangel in Deutschland – und soll auch Namibia entlasten.
Sachsen-Anhalt altert, Betriebe suchen Personal, Krankenhäuser brauchen Pflegekräfte. Ministerpräsident Sven Schulze wirbt deshalb für Arbeitsmigration – und kritisiert AfD-Vorschläge als untauglich für die akuten Probleme des Landes.
Der Pflegebereich wächst – aber fast ausschließlich durch ausländische Beschäftigte. In einem Engpassberuf, der Millionen Menschen versorgt, wird Migration zur Stütze des Sozialstaats.
Hessen erlebt erstmals einen negativen EU-Zuwanderungssaldo: Aus Polen, Rumänien und Bulgarien gehen mehr Menschen weg, als neu hinzukommen. Integrationsministerin Hofmann warnt vor Ausgrenzung – und vor einem Standortnachteil.
Der Bundesaußenminister reist nach dem Besuch bei den UN weiter nach Marokko. In dem nordafrikanischen Land will er einen strategischen Dialog führen. Es geht auch um Fluchtbewegungen. Doch Menschenrechtslage und EU-Asylpolitik machen die Partnerschaft heikel.
7,7 Milliarden Euro flossen 2024 aus Deutschland als Rücküberweisungen ins Ausland. Hinter der Zahl stehen Familien, Krisenhilfe und stille Entwicklungspolitik von unten. Die Diaspora leistet, was politische Programme oft nur versprechen. Von Kiflemariam Gebre Wold
Ostdeutschland braucht Fachkräfte, doch zugewanderte Menschen mit Berufs- oder Hochschulabschluss zieht es vor allem in Stadtstaaten und den Westen. Das geht aus einer neuen Studie hervor. Ein raues politisches Klima wird damit auch zum wirtschaftlichen Risiko.
Hessen will qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland schneller ins Land holen, weil Personal fehlt. Doch die neue Fast Lane sendet auch ein politisches Signal: Offen ist die Tür vor allem für jene, die wirtschaftlich sofort nützen. Von Jens Albes
Frisches Brot, volle Theken, laufende Produktion: In vielen hessischen Bäckereien sichern Beschäftigte mit Migrationserfahrung längst den Alltag. Ohne Beschäftigte aus Syrien, der Ukraine oder Afghanistan gäbe es Brötchenmangel. Von Michael Brandt