Die Politik wirbt um Zuwanderung, spart aber bei deren Kindern. In Kitas fehlen Personal, Plätze und Förderung. So beginnt Teilhabe für viele mit einem staatlich organisierten Fehlstart. Dabei haben Kitas das Potenzial als Integrationsmotor. Von Johannes Brandstäter
Gut jeder achte Mensch in Deutschland sieht sich von Diskriminierung betroffen. Besonders häufig erfahren Menschen mit Migrationshintergrund, Frauen mit Kopftuch und Angehörige sexueller Minderheiten Benachteiligungen, wie eine großangelegte Befragung zeigt.
Am Weltfrauentag geht es oft um Quoten und Lohnlücken. Fast vergessen ist: Einen entscheidenden Kampf um gleiche Bezahlung in Deutschland führten migrantische Arbeiterinnen am Fließband – gegen ein System, das sie kleinhalten, billig entlohnen und unsichtbar machen wollte. Von Dr. Soraya Moket
Warum wird Mustafa schlechter benotet als Maria – trotz gleicher Leistung? Der Alltag an vielen Schulen in Deutschland bleibt laut einer Studie stark auf Schüler aus der Mehrheitsgesellschaft ausgerichtet. Dabei haben 40 Prozent ausländische Wurzeln. Von Markus Geiler
Viele EU-Zuwanderer kommen zum Arbeiten – und landen hier oft in einer Sackgasse, fühlen sich diskriminiert. Viele denken über Auswanderung nach, wie eine Studie zeigt. Das könne sich Deutschland nicht leisten, warnt die Integrationsbeauftragte – und sieht Innenminister Dobrindt in der Pflicht. Von Basil Wegener
Eine von vom Bundesinnenministerium geförderte Studie offenbart: rassistischer Vorurteile sind in Behörden verbreitet. Trotz des klaren Befunds ignoriert Dobrindt die Ergebnisse – im Gegenteil: Sein Haus spielt Rassismus runter. Die Antidiskriminierungsbeauftragte findet deutliche Worte.
Eine neue Großstudie zeigt, wie verbreitet Vorurteile und rassistische Vorstellungen in Ämtern und Behörden verbreitet ist. Routinen, Ermessensspielräumen und Behördenkultur entscheiden oft über Chancen. Wer weniger glaubwürdig erscheint, bekommt weniger Hilfe – und viele Betroffene schweigen, weil sie keine Konsequenzen erwarten.
Viele Jahre konnten Menschen, die Diskriminierung erlebt haben, sich an eine landeseigene Beratung wenden. Das Angebot fällt nun weg, weil es kein Geld mehr gibt. Die Landesregierung begegnet der Kritik.
In Deutschland entscheidet oft schon ein Name oder ein Akzent, ob sich Türen öffnen oder schließen – lange bevor Qualifikation, Persönlichkeit oder Leistung überhaupt eine Chance bekommen. Von Deborah Wolf
SPD und Grüne planen eine Gesetzesänderung, damit Hochschulen bei antisemitischen Vorfällen schneller durchgreifen können. Künftig sollen Immatrikulationen verweigert und Studierende leichter exmatrikuliert werden.