Mehrere Beratungsstellen in Sachsen-Anhalt registrieren 2026 deutlich mehr rassistische und diskriminierende Vorfälle. Besonders häufig treten Vorfälle inzwischen im Arbeitsumfeld und in Schulen auf. Fachstellen gehen zudem von einer hohen Dunkelziffer aus.
Geflüchtete aus der Ukraine bringen im Schnitt höhere Bildungsabschlüsse mit als viele der 2015 eingereisten Schutzsuchenden. Auf dem deutschen Arbeitsmarkt landen beide Gruppen dennoch in überraschend ähnlichen Branchen und Lohngruppen. Ein IAB-Bericht offenbart ein strukturelles Problem - und eine Gruppe hat es besonders schwer.
Eine Feldstudie mit mehr als 8.900 Vereinen und sieben Sportarten zeigt: Anfragen mit ausländisch klingende Namen erhalten seltener positive Antworten. In welchen Sportarten und bei welchen Herkunftsgruppen sind die Unterschiede besonders groß? Und was kann man dagegen tun? Ein Gastbeitrag Von Cornel Nesseler
Das Bamf schiebt in seiner Länderanalyse Roma die Verantwortung für ihre Bildungsbenachteiligung selbst zu - und bedient dabei antiziganistische Stereotype. Die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus kritisiert scharf und fordert die Rücknahme des Textes.
Der erste Jahresbericht der vier Meldestellen in Nordrhein-Westfalen dokumentiert 571 Vorfälle von Rassismus. Viele Betroffene berichten von Beleidigungen, verweigertem Wohnraum oder erschwertem Zugang zu Arbeit und Gesundheitsleistungen. Trotzdem folgen auf die meisten Vorfälle weder eine Anzeige noch Beratung.
Ein Berliner Monitoring zeigt: Anti-Schwarzer Rassismus äußert sich nicht nur in Beleidigungen und Gewalt. Besonders häufig erleben Betroffene Benachteiligung dort, wo Institutionen Schutz gewährleisten, Beschwerden bearbeiten und Rechte durchsetzen sollten – in Behörden und Schulen.
Mehr Therapieplätze sind wichtig, lösen aber nicht jede Hürde. Eine Psychologin an einer Schule in Berlin-Neukölln über Scham, soziale Herkunft, Migrationserfahrungen – und darüber, warum Hilfe nicht immer als Hilfe erlebt wird. Von Esma Coşgun
Beschimpfungen auf der Straße, Benachteiligungen im Beruf und Ausgrenzung in der Schule: Medar NRW hat für das Jahr 2025 insgesamt 104 antimuslimische Vorfälle dokumentiert. Besonders häufig betroffen waren Frauen. Die Meldestelle geht von einem großen Dunkelfeld aus.
Die Bundespolizei darf an Bahnhöfen künftig Menschen ohne konkreten Verdacht kontrollieren und durchsuchen. Wen sie aus der Menge auswählt, bleibt weitgehend ihr überlassen. Für Menschen, die als nicht deutsch wahrgenommen werden, kann die Kontrolle besonders weitreichende Folgen haben – bis hin zur Abschiebungshaft. Von Sedat Dursun
An den Grenzen soll die Bundespolizei unerlaubte Einreisen verhindern. Doch immer wieder berichten Betroffene, sie würden nicht wegen ihres Verhaltens kontrolliert, sondern wegen ihres Aussehens. Der Polizeibeauftragte des Bundes sieht Handlungsbedarf.