Zwanzig Jahre lang standen Demokratie, Freiheit und Menschenrechte im Zentrum der westlichen Afghanistan-Politik. Heute erleben Geflüchtete das Ende dieses Versprechens nun aus der Ferne – verbunden mit Flucht, Verlust und Ernüchterung. Von Dawood Erfan
Das IInstitut der deutschen Wirtschaft warnt vor spürbaren Folgen, falls Ostdeutschland keine Arbeitskräfte aus Drittstaaten gewinnt: Waren könnten liegen bleiben, Patienten unbehandelt und Restaurants geschlossen bleiben. Zugleich fordert das Institut mehr Weltoffenheit und weniger Diskriminierung. Von Michael Bosse
Die Zahl ausländischer Beschäftigter in Sachsen wächst, doch Gleichbehandlung hält nach Einschätzung des DGB nicht Schritt. Die Gewerkschaft berichtet von niedrigeren Löhnen, Problemen beim Kündigungsschutz und nicht gemeldeten Arbeitsunfällen und fordert ein Ende der Diskriminierung.
Mehrere Beratungsstellen in Sachsen-Anhalt registrieren 2026 deutlich mehr rassistische und diskriminierende Vorfälle. Besonders häufig treten Vorfälle inzwischen im Arbeitsumfeld und in Schulen auf. Fachstellen gehen zudem von einer hohen Dunkelziffer aus.
Geflüchtete aus der Ukraine bringen im Schnitt höhere Bildungsabschlüsse mit als viele der 2015 eingereisten Schutzsuchenden. Auf dem deutschen Arbeitsmarkt landen beide Gruppen dennoch in überraschend ähnlichen Branchen und Lohngruppen. Ein IAB-Bericht offenbart ein strukturelles Problem - und eine Gruppe hat es besonders schwer.
Eine Feldstudie mit mehr als 8.900 Vereinen und sieben Sportarten zeigt: Anfragen mit ausländisch klingende Namen erhalten seltener positive Antworten. In welchen Sportarten und bei welchen Herkunftsgruppen sind die Unterschiede besonders groß? Und was kann man dagegen tun? Ein Gastbeitrag Von Cornel Nesseler
Das Bamf schiebt in seiner Länderanalyse Roma die Verantwortung für ihre Bildungsbenachteiligung selbst zu - und bedient dabei antiziganistische Stereotype. Die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus kritisiert scharf und fordert die Rücknahme des Textes.
Der erste Jahresbericht der vier Meldestellen in Nordrhein-Westfalen dokumentiert 571 Vorfälle von Rassismus. Viele Betroffene berichten von Beleidigungen, verweigertem Wohnraum oder erschwertem Zugang zu Arbeit und Gesundheitsleistungen. Trotzdem folgen auf die meisten Vorfälle weder eine Anzeige noch Beratung.
Ein Berliner Monitoring zeigt: Anti-Schwarzer Rassismus äußert sich nicht nur in Beleidigungen und Gewalt. Besonders häufig erleben Betroffene Benachteiligung dort, wo Institutionen Schutz gewährleisten, Beschwerden bearbeiten und Rechte durchsetzen sollten – in Behörden und Schulen.
Mehr Therapieplätze sind wichtig, lösen aber nicht jede Hürde. Eine Psychologin an einer Schule in Berlin-Neukölln über Scham, soziale Herkunft, Migrationserfahrungen – und darüber, warum Hilfe nicht immer als Hilfe erlebt wird. Von Esma Coşgun