Deutschland ermöglicht Nachkommen von Menschen, denen die Nazis die Staatsangehörigkeit entzogen, die Einbürgerung. In New York nahmen mehrere Juden ihre Urkunden entgegen – als späte Rückverbindung zu einer geraubten Zugehörigkeit. Von Anne Pollmann
Fünf Jahre nach der Machtübernahme der Taliban ist Afghanistan sicherer vor Krieg und Anschlägen. Gleichzeitig verschärfen sich Hunger, Armut und die Einschränkungen für Frauen. Internationale Hilfsprogramme sind massiv unterfinanziert. Von Mathis Richtmann
Rund 2,2 Millionen Mädchen sind in Afghanistan von weiterführenden Schulen ausgeschlossen. Unter der Taliban-Herrschaft leiden zugleich auch Jungen unter Lehrermangel, überfüllten Klassen und einem chronisch unterfinanzierten Bildungssystem. Von Julian Busch
Rund 80.000 Menschen wurden seit April rückgeführt oder abgeschoben, die Kosten sollen bei etwa 16 Millionen Euro liegen. Jetzt fordert Südafrika Geld von Herkunftsländern – mitten in einer aufgeheizten Debatte und anhaltender Gewalt.
Frauen und Mädchen werden in Afghanistan systematisch aus Bildung, Arbeit und öffentlichem Leben gedrängt. Neue Gesetze verschärfen Gewalt, Zwangsverheiratung und Abhängigkeit zusätzlich. Medica Mondiale nennt dieses institutionell verankerte System der Diskriminierung „Gender-Apartheid“. Von Claudia Rometsch
Italien kontrolliert wegen der Ereignisse in Ceuta Reisende aus Spanien, obwohl es keine Hinweise auf entsprechende Weiterreisen gibt. Madrid antwortet mit Gegenkontrollen. Aus dem Migrationsstreit wird damit ein Konflikt auf Kosten des Schengen-Verkehrs. Von Emilio Rappold und Christoph Sator
Mehr als 1.300 unbegleitete Minderjährige sind inzwischen in Ceuta registriert. Spaniens Gesetze schützen sie vor unmittelbaren Abschiebungen. Nun müssen Betreuung, Verteilung auf andere Regionen und mögliche Rückführungen geregelt werden - ein politischer Streit um Aufnahmequoten, Rückführungen und Grenzpolitik. Von Jan-Uwe Ronneburger
In Kenias Norden kämpfen Bauern und Hirtengemeinschaften gegen Dürre, Bodendegradation und Hunger. Neue Bewässerungstechniken und Wiederbegrünung können helfen, doch viele Resilienzprogramme scheitern am fehlenden Geld. Von Eva Krafczyk
Mehr als 100 Menschen warten im St. Theresa-Hospital auf zahnmedizinische Hilfe. Ein deutsches Team behandelt akute Schmerzen und bildet zugleich lokale Kollegen weiter – darunter einen Zahnarzt, der selbst als Geflüchteter in den Südsudan kam. Von Paul-Philipp Braun
Die Freiheitsstatue steht für Millionen Einwanderer für Hoffnung, Freiheit und ein besseres Leben. Historiker Philipp Gassert sieht dieses Willkommensversprechen heute im Streit um US-Einwanderungspolitik und MAGA-Nationalismus unter Druck. Von Christine Süß-Demuth