Die Nationale Stelle zur Verhütung von Folter sieht Menschenrechtsstandards bei Abschiebungen nicht ausreichend kontrolliert. Besonders kritisch bewertet sie fehlende Informationen zu Afghanistan-Abschiebungen und den Umgang mit Familien und Kindern.
Die Gehaltsschwellen für die EU Blue Card unterscheiden sich in Europa stark. Deutschland verlangt 2026 regulär 50.700 Euro brutto im Jahr – mehr als der Durchschnitt der Staaten, aber weniger als die Niederlande, wie eine aktuelle Untersuchung zeigt.
Der NSU-Komplex zählt zu den schwersten Nazi-Verbrechen der deutschen Nachkriegsgeschichte. Susann E. soll die Neonazi-Terrorzelle unterstützt haben. Die Bundesanwaltschaft ist von ihrer Schuld überzeugt. Der Prozess in Dresden zeigt: Es gibt keinen Schlussstrich für Mitwisser.
In seinem Heimatland wird der 250. Unabhängigkeitstag groß gefeiert. Der erste US-Papst hält sich am 4. Juli aber auf Lampedusa auf und erinnert das Schicksal von Migranten. Leo findet klare Worte. Von Robert Messer
Bleiben scheitert am Staat: Komplizierte Visaverfahren und schwer erreichbare Behörden treiben Eingewanderte aus Deutschland. Auch mangelnde Karriereunterstützung und Diskriminierung schwächen die Bereitschaft, zu bleiben. Von Gundula Haage
Nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf das Wohnprojekt „Zelle 79“ in Cottbus ermittelt die Polizei wegen versuchten Mordes. Die Tatverdächtigen sollen aus dem rechtsextremistischen Spektrum stammen. Cottbus gilt als Schwerpunkt des Rechtsextremismus in Brandenburg.
Mathias Döpfner habe Kanzler Friedrich Merz zu einer Zusammenarbeit mit der AfD gedrängt. Das wird in einem RND-Podcast behauptet. Springer nennt die Darstellung eine „glatte Lüge“ – doch frühere Äußerungen von Merz erscheinen nun in anderem Licht.
Polizeimeldungen aus dem Juni zeigen ein Alltagspanorama des Hasses: Menschen werden rassistisch bedroht, geschlagen oder gedemütigt; Hakenkreuze landen an Moscheen, Schulen und Brücken. Die Fallliste ist keine Statistik – aber ein Warnsignal.
Karin Priens Umbau von „Demokratie leben!“ bringt neue Leitlinien, strengere Anträge, mehr Kontrollen und einen neuen Fokus - ohne Islamfeindlichkeit. Die Zivilgesellschaft fürchtet, dass ihr weniger Zeit für die Arbeit gegen Rechtsextremismus und Rassismus bleibt. Von Jörg Ratzsch und Verena Schmitt-Roschmann
Brandenburg setzt bereits indische Pflegekräfte ein, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern planen Kooperationen in Indien und Zentralasien. Der Fachkräftemangel trifft aber auf eine politische und gesellschaftliche Stimmung, die internationale Arbeitskräfte abschrecken kann. Minister wirbt um Akzeptanz.