In Berlin sind im vergangenen Jahr erheblich mehr rassistische und rechtsextreme Angriffe sowie Bedrohungen und Propagandaaktionen registriert worden: insgesamt 8.286. Das ist ein neuer Höchststand und ein Anstieg von 7,3 Prozent gegenüber 2024.
Die Zahl erstmals eingereister Schutzsuchender ist 2025 um 46,4 Prozent gesunken. Besonders stark fiel der Rückgang bei Menschen aus Syrien aus, während auch aus der Ukraine deutlich weniger Schutzsuchende registriert wurden. Von Susanne Rochholz
Die „Sea-Watch 5“ ist vor Libyen nach Angaben der Organisation mit scharfer Munition beschossen worden. An Bord waren 90 Gerettete und 30 Crew-Mitglieder; Sea-Watch fordert nun Konsequenzen von der Bundesregierung.
Dalyan Unland machte ein Abitur mit 0,7 – und wurde im Netz rassistisch und sexistisch beleidigt. Der Fall zeigt, wie wenig Leistung zählt, wenn Menschen auf Namen, Herkunftszuschreibungen und Vorurteile reduziert werden. Der junge Mann aus Niedersachsen setzt aber ein Zeichen. Von Elmar Stephan
Eine weiße Jury verurteilte Tommy Lee Walker zum Tod, obwohl Zeugen ihn entlasteten. Fast 70 Jahre später bestätigt Dallas: Der Schwarze Vater wurde zu Unrecht hingerichtet. Immer noch drohen mehreren Männern in den USA nach umstrittenen Urteilen die Hinrichtung. Von Konrad Ege
Die Einbürgerungszahlen in Bayern erreichen einen Rekordwert. Viele Menschen erfüllen nach Jahren in Deutschland die Voraussetzungen. Für Innenminister Herrmann ist das ein Warnsignal gegen zu schnelle Einbürgerungen. Er fordert strengere Regeln.
304 Millionen Menschen leben außerhalb ihres Geburtslandes – nur 3,7 Prozent der Weltbevölkerung. Doch ihre Rücküberweisungen bewegen 905 Milliarden Dollar. Die IOM zeigt, wie weit Fakten und Stimmungsmache auseinanderliegen.
600 Einsatzkräfte, rund 50 Objekte, zwölf Bundesländer: Die Bundesanwaltschaft geht gegen mutmaßliche Mitglieder von „Jung & Stark“ und „Deutsche Jugend Voran“ vor. Der Verdacht zeigt, wie organisiert rechtsextreme Jugendgewalt inzwischen auftritt.
238 Menschen wurden in Schleswig-Holstein Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Nach Recherchen von Zebra blieb die Zahl der Angriffe nahezu konstant – besonders häufig traf es Menschen aus rassistischen Motiven.
Ein rassistischer Ruf aus dem Fanblock, eine Spielunterbrechung, ein zunächst unauffindbarer Täter: Nach dem Regionalligaspiel zwischen Zwickau und Erfurt steht nicht nur ein einzelner Zuschauer im Fokus, sondern auch die Frage, wie konsequent der Fußball auf Rassismus reagiert.