Herkunftsbedingte Benachteiligung wirkt wie Gift für politische Bindung. Ein SVR-Befund zeigt besonders in der zweiten Generation deutlich: Wer Ungleichbehandlung erlebt, vertraut Bundestag und Bundesregierung seltener – ein Risiko für die demokratische Kultur.
Noch wächst die Weltbevölkerung. Doch sinkende Geburtenraten verändern die Zukunft der Menschheit stärker, als es lange schien. Japan, China und Deutschland stehen vor anderen Problemen als Nigeria, Somalia oder die Demokratische Republik Kongo. Von Walter Willems und Marco Rauch
Nach dem frühen WM-Aus stellt sich das DFB-Team sportlicher Kritik, prangert aber Hasskommentare an. Besonders Jonathan Tah wurde im Netz angegriffen – oft mit Anspielungen auf seine Hautfarbe. Auch die Niederländer und die Fifa beklagen ähnliche Probleme. Das weckt Erinnerungen.
Die Geburtenrate in Deutschland ist auf 1,32 Kinder je Frau gefallen. Der Rückgang betrifft Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit ebenso wie Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Grund ist ein Krisen-Narrativ. Von Jenny Tobien
Demoskop Güllner sieht das bundesweite Wählerpotenzial der AfD bei 28 Prozent nahezu ausgeschöpft. Zugleich hätten SPD und Union deutlich größere Reserven, würden viele grundsätzlich geneigte Wähler aber mit ihrem Angebot abschrecken.
Rund ein Viertel mehr Fälle: Die antiziganistischen Vorfälle im nördlichsten Bundesland haben 2025 zugenommen. Dabei geht fast jede zweite Diskriminierung von Menschen mit offizieller Funktion aus.
Beleidigungen, Diskriminierungen und Gewalt gegen Muslime nehmen deutlich zu: Claim hat bundesweit 4.096 antimuslimische Vorfälle dokumentiert, ein Drittel mehr als im Vorjahr. Die Organisation fordert einen neuen Nationalen Aktionsplan gegen Rassismus und eine effektivere Strafverfolgung von Hasskriminalität. Von Jonas Grimm
Sachsen sieht sich bei der Integration von Zugewanderten auf gutem Weg. Zugleich benennen die Daten Defizite bei Schulabschlüssen, Spracherwerb, Erwerbstätigkeit und Diskriminierung. Eine neue Förderrichtlinie soll mehr Chancen ermöglichen.
In Deutschland lebten 2025 rund vier Millionen Geflüchtete und Vertriebene. Seit 1950 kamen etwa 3,3 Millionen als Opfer von Flucht und Vertreibung ins Land. Ukraine und Syrien prägen die Fluchtstatistik.
Der Bevölkerungsrückgang trifft Thüringen härter als jedes andere Bundesland. Fachleute warnen vor einem Teufelskreis: Fachkräfte fehlen, Zuwanderung bleibt aus, und rechtsextreme Parteien profitieren von den wachsenden Sorgen.