Seit 2015 wird an der Grenze zwischen Österreich und Bayern kontrolliert – die Ausnahmeregel wurde immer wieder verlängert. Nun gibt es ein weiteres Urteil, das Zweifel an der Rechtmäßigkeit nährt. Migration allein reicht als Begründung nicht aus.
Die Industrieländer ziehen Milliarden aus der Entwicklungshilfe ab – so stark wie noch nie. Und Deutschland ist plötzlich größter Geber, nicht wegen neuer Großzügigkeit, sondern wegen der im Inland angerechneten Kosten für Geflüchtete – und wegen des amerikanischen Rückzugs. Von Maximilian Arnhold
Hamburg startet eine Kampagne gegen Antiziganismus und für mehr Sichtbarkeit von Sinti und Roma. Plakate, Fahrgast-Spots und Social Media sollen Vorurteile angreifen, die in Deutschland bis heute zum Alltag vieler Betroffener gehören.
Sachsens Betriebe brauchen ausländische Arbeitskräfte immer dringender. Doch während ihr Anteil steigt, zeigt sich bei Löhnen und Niedriglohnquote eine harte Schieflage – besonders bei Beschäftigten aus Polen und Tschechien. Der DGB kritisiert.
Weniger Erstanträge, mehr Folgeanträge: Die neuen Bamf-Zahlen zeigen einen klaren Rückgang bei Asylgesuchen in Deutschland. Auffällig ist vor allem Afghanistan, das die Statistik in mehrfacher Hinsicht prägt.
Was wussten die Deutschen über Holocaust und andere NS-Verbrechen? Eine neue Ausstellung in Berlin zeigt, wie Propaganda, Gerüchte und Alltagswissen zusammenspielten – und warum viele nicht genauer hinsehen wollten. Von Linn Manegold
Nach Dürre und Vertreibung eröffnet Fadumo in Garowe ein kleines Restaurant. Während internationale Hilfe schrumpft, zeigt ihr Alltag, wie entscheidend Einkommen, Bildung und Starthilfen für Frauen in Somalia sind. Von Bettina Rühl
Fast 1.000 Menschen sind 2026 bereits im Mittelmeer gestorben oder verschwunden. Die IOM warnt vor einem besonders tödlichen Jahresbeginn – und fordert endlich sichere und reguläre Wege statt weiterer Tragödien.
Antiziganismus ist in Deutschland und Europa kein Randproblem, sondern wieder sichtbarer Alltag. Zum Welt-Roma-Tag warnen Zentralrat und Bundesregierung vor wachsender Feindseligkeit, Gewalt und massiven Defiziten bei Aufklärung und Bildung.
Zehn Jahre nach 2015 spaltet die Rückkehrfrage viele Syrer in Deutschland. Eine Köchin setzt auf Wiederaufbau, ein Neurologe warnt vor Gewalt gegen Minderheiten und politischer Naivität – zwei Berliner Stimmen zwischen Hoffnung und Angst. Von Michael Brandt