Kaum ist die Aufregung über Siegmunds Äußerung zu Rüstungsgütern für eine „Abschiebeoffensive“ abgeklungen, legt Thüringens AfD-Chef Höcke nach: Für die Umsetzung der „Remigrations“-Pläne fordert er mehr Durchgriffsrechte für die Polizei – und spricht von „wohltemperierter Grausamkeit“.
Peenemünde wählt am Sonntag Landtag und Bürgermeister. Der kleine Ort kämpft mit fehlenden Arbeitsplätzen und Abwanderung. Gleichzeitig warnen Experten vor möglichen Folgen politischer Veränderungen. Bei der Bundestagswahl 2025 erreichte die AfD hier 53 Prozent. Von Verena Schmitt-Roschmann, Lilli Förter und Helena Dolderer
Die öffentlichen Entwicklungsleistungen Europas sind 2025 deutlich zurückgegangen. Concord kritisiert, dass ein erheblicher Teil der als Entwicklungshilfe gemeldeten Ausgaben Europa gar nicht verlässt. Aucht Deutschlands Zahlen seien künstlich aufgebläht.
Aus dem Modell sollte längst Regelbetrieb geworden sein. Stattdessen reicht die Palette bis heute von staatlicher Islamkunde bis zur provisorischen Trägerschaft. Trotzdem besuchen mehr muslimische Schüler islamischen Religionsunterricht – in absoluten Zahlen.
Toni Heilmaier besuchte eine Schülerausstellung in seinem Münchner Stadtteil. Dort begegnete ihm unerwartet das Bild seiner Großmutter – und mit ihm eine Familiengeschichte, die jahrzehntelang im Verborgenen geblieben war. Von Britta Schultejans
Nach Ceuta verspricht Brüssel gleichzeitig festen Grenzschutz und die Wahrung von Grundrechten – ein gewagter Balanceakt. Geplant sind zeitlich begrenzte Abweichungen bei Asylverfahren und eine stärkere Rolle von Frontex. Vorbild ist die umstrittene Praxis in Polen.
Eine seit 27 Jahren in Deutschland lebende Russin wollte Grundsicherung erhalten, obwohl sie kein entsprechendes Aufenthaltsrecht besitzt. Das Landessozialgericht entschied: Für den Leistungsanspruch ist eine gefühlte deutsche Identität irrelevant.
Deutschland braucht internationales Pflegepersonal, macht den Berufseinstieg aber mit unterschiedlichen Anerkennungen, Visa-Fristen und Zuständigkeiten kompliziert. Der Altenhilfeverband hätte dafür eine ungewöhnlich radikale Idee: Verfahren vereinfachen. Von Nils Sandrisser
Mehr als 250 Seiten sollen Menschen in Sachsen-Anhalt zeigen, wie sie sich gegen mögliche rechtswidrige Entscheidungen einer AfD-geführten Landesregierung wehren können. Sie erklären, wann und wie Betroffene sich wehren könnten – von Sonderklassen für Geflüchtete bis zu Einbürgerungen oder Kürzungen bei Integrationsprojekten.
Je nach Wohnort dauert der Weg zum deutschen Pass in Thüringen sehr unterschiedlich. Vergleichsweise schnell geht es im AfD-geführten Sonneberg, während Verfahren in mehreren von der CDU geführten Kommunen bis zu zwei Jahre dauern.