Wer über Deutschlands Zukunft spricht, kommt an der Demografie nicht vorbei: Nur jeder zehnte Mensch ist zwischen 15 und 24 Jahre alt. Bei Menschen mit Einwanderungsgeschichte liegt der Anteil deutlich höher.
Frauen und Mädchen werden in Afghanistan systematisch aus Bildung, Arbeit und öffentlichem Leben gedrängt. Neue Gesetze verschärfen Gewalt, Zwangsverheiratung und Abhängigkeit zusätzlich. Medica Mondiale nennt dieses institutionell verankerte System der Diskriminierung „Gender-Apartheid“. Von Claudia Rometsch
Italien kontrolliert wegen der Ereignisse in Ceuta Reisende aus Spanien, obwohl es keine Hinweise auf entsprechende Weiterreisen gibt. Madrid antwortet mit Gegenkontrollen. Aus dem Migrationsstreit wird damit ein Konflikt auf Kosten des Schengen-Verkehrs. Von Emilio Rappold und Christoph Sator
Rund 2.000 Plätze fallen weg, doch ein neuer Standort ist noch nicht beschlossen. Die Grünen verlangen ein belastbares Standortkonzept. Der Flüchtlingsrat warnt, dass eine Verlagerung in abgelegene Einrichtungen Teilhabe und Integration zusätzlich erschweren kann. Von Ira Schaible
Ein Jahr nach dem Nachzugsstopp zieht die SPD eine kritische Bilanz. Trotz Tausender Anträge wurden bislang nur sieben Härtefall-Visa erteilt. Besonders die zulässigen Trennungszeiten von Eltern und Kindern hält die Fraktion für unzumutbar.
Die Küstengemeinde Mandelieu-la-Napoule wollte Burkinis erneut vom Strand verbannen. Das Gericht hob die Regelung im Eilverfahren auf: Für eine konkrete Gefahr durch die religiös geprägte Badebekleidung gebe es keinerlei Anhaltspunkte.
In Kenias Norden kämpfen Bauern und Hirtengemeinschaften gegen Dürre, Bodendegradation und Hunger. Neue Bewässerungstechniken und Wiederbegrünung können helfen, doch viele Resilienzprogramme scheitern am fehlenden Geld. Von Eva Krafczyk
Mehr als 100 Menschen warten im St. Theresa-Hospital auf zahnmedizinische Hilfe. Ein deutsches Team behandelt akute Schmerzen und bildet zugleich lokale Kollegen weiter – darunter einen Zahnarzt, der selbst als Geflüchteter in den Südsudan kam. Von Paul-Philipp Braun
Der Zentralrat der Jenischen hat dem Bundesinnenministerium ein Gutachten vorgelegt. Rund 200.000 Jenische leben nach eigenen Angaben in Deutschland. Nun verlangen ihre Vertretungen staatlichen Schutz für Sprache, Traditionen und gesellschaftliche Sichtbarkeit. Von Christiane Ried
Tim Raue blickt auf seine Jugend bei den „36 Boys“ zurück – auf Gewalt, Gemeinschaft und das Gefühl, endlich Teil von etwas zu sein. Die deutsche Integrationspolitik jener Jahre kritisiert er scharf. Von Andreas Rabenstein