Hessen meldet deutlich mehr rechtsextreme Vorfälle an Schulen: von 39 Fällen auf 159 binnen zwei Jahren. Das Kultusministerium setzt auf Gespräch mit Schülern. In Brandenburg reagiert man anders.
Nach Schüssen auf das Rettungsschiff „Sea-Watch 5“ im Mittelmeer hat die EU-Kommission Aufklärung angekündigt. Zugleich verteidigt sie ihre Zusammenarbeit mit Libyen. Hilfsorganisationen widersprechen und üben scharfe Kritik. Von Natalia Matter und Marlene Brey
Der neue Thüringen-Monitor zeigt ein widersprüchliches Bild: Die Zustimmung zur Demokratie erreicht einen Höchstwert, zugleich bleiben rechtsextreme Einstellungen bei 18 Prozent stabil. Populismus verschiebt sich dabei stärker nach rechts.
Um mehr Menschen nach Afghanistan abschieben zu können, gehen EU und Bundesregierung einen politisch hochumstrittenen Weg. Offiziell erkennen sie die Taliban-Regierung nicht an, de facto sieht es anders aus.
Flüchtlinge aus der Ukraine und EU-Bürger können wieder auf eine kostenfreie Teilnahme an Integrationskursen hoffen. Für Asylbewerber stehen die Chancen, einen Platz zu ergattern, schlechter.
In Berlin sind im vergangenen Jahr erheblich mehr rassistische und rechtsextreme Angriffe sowie Bedrohungen und Propagandaaktionen registriert worden: insgesamt 8.286. Das ist ein neuer Höchststand und ein Anstieg von 7,3 Prozent gegenüber 2024.
Die Zahl erstmals eingereister Schutzsuchender ist 2025 um 46,4 Prozent gesunken. Besonders stark fiel der Rückgang bei Menschen aus Syrien aus, während auch aus der Ukraine deutlich weniger Schutzsuchende registriert wurden. Von Susanne Rochholz
Beim „International Migration Review Forum“ in New York zeigte sich ein tiefer Konflikt in der globalen Migrationspolitik. Während Europa und die USA oft über Kontrolle sprechen, betonen Staaten des Südens Arbeitsrechte, Regularisierung und geteilte Verantwortung.
Die „Sea-Watch 5“ ist vor Libyen nach Angaben der Organisation mit scharfer Munition beschossen worden. An Bord waren 90 Gerettete und 30 Crew-Mitglieder; Sea-Watch fordert nun Konsequenzen von der Bundesregierung.
Wer aus Thüringen weggeht, den zieht es vor allem nach Nordrhein-Westfalen, Bayern oder Sachsen. Bisher wurde der Verlust durch Zuzug auch aus dem Ausland ausgeglichen. Das ändert sich.