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Abgelehnt (Symbolfoto) © de.depositphotos.com

KfW-Studie

Bürokratie erschwert Mittelständlern Fachkräftesuche im Ausland

Fast jedes achte Unternehmen verzichtet trotz Bedarfs auf ausländische Fachkräfte. Viele Firmen beklagen lange Verfahren für Aufenthaltstitel und Arbeitserlaubnisse. Die KfW fordert weniger Hürden.

Donnerstag, 24.09.2026, 14:55 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 24.09.2026, 14:55 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |  

Gut jedes zehnte mittelständische Unternehmen in Deutschland (11,5 Prozent) beschäftigt nach einer Studie der KfW ausländische Fachkräfte. Dabei handele es sich vor allem um große Firmen mit 50 und mehr Beschäftigten. 61 Prozent von ihnen gaben an, ausländische Fachkräfte im Betrieb zu haben. „Je kleiner die Unternehmen, desto seltener spielen Fachkräfte aus dem Ausland eine Rolle für sie“, heißt es in der repräsentativen Befragung der Förderbank, an der rund 13.000 Firmen teilnahmen.

„Die konjunkturelle Schwächephase führt dazu, dass der Fachkräftemangel momentan geringer ist als noch vor einigen Jahren“, sagte KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher. „Der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften wird aber wieder steigen, in dem Maße wie die Konjunktur weiter anzieht.“

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Bürokratische Hürden beklagt

12,4 Prozent der Firmen erklärten darin, auf die Einstellung von ausländischen Fachkräften zu verzichten – obwohl Bedarf bestehe. 45,5 Prozent der betonten, derzeit keinen Bedarf für ausländische Fachkräfte zu haben.

Als Hindernis bei der Rekrutierung ausländischer Beschäftigter nannten gut 69 Prozent der Unternehmen Sprachbarrieren, fast die Hälfte (47,5 Prozent) bemängelte bürokratische und rechtliche Hürden. Die KfW verwies auf oft langwierige Verfahren rund um Aufenthaltstitel und Arbeitserlaubnisse. Diese Barrieren sollten angesichts des demografischen Wandels und des voranschreitenden Fachkräftemangels abgebaut werden, forderte Schumacher.

Industrie vorn, dahinter Handel und Bau

Besonders oft beschäftigen Unternehmen aus der Industrie ausländische Fachkräfte (21 Prozent). Es folgen der Handel (14,3) und das Baugewerbe (13,3), so die Studie, die im Januar unter Firmen aus allen Branchen bis zu einer Umsatzgrenze von 500 Millionen Euro durchgeführt wurde.

Kaum Unterschiede gibt es zwischen Ost- und Westdeutschland. Im Osten liegt der Anteil der Unternehmen, die ausländische Fachkräfte beschäftigen, mit 9,6 Prozent nur etwas niedriger als im Westen mit 11,9 Prozent. Die Differenz beruht laut KfW vor allem auf der Branchenstruktur: Im Westen ist der Anteil größerer Mittelständler in der Industrie und dem Dienstleistungssektor höher. (dpa/mig) Aktuell Wirtschaft

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