
Flucht nach Europa
Immer mehr Tote auf der gefährlichsten Route
Fast 1.000 Menschen sind 2026 bereits im Mittelmeer gestorben oder verschwunden. Die IOM warnt vor einem besonders tödlichen Jahresbeginn – und fordert endlich sichere und reguläre Wege statt weiterer Tragödien.
Mittwoch, 08.04.2026, 16:09 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 08.04.2026, 16:09 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
Nach den jüngsten Schiffsunglücken ist die Zahl der Toten und Verletzten im Mittelmeer in diesem Jahr auf nahezu 1.000 gestiegen. Allein in den vergangenen Tagen starben vermutlich mehr als 180 Flüchtlinge und Migranten oder wurden als vermisst gemeldet, wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Dienstag mitteilte.
Damit habe der Jahresanfang 2026 die höchsten Opferzahlen seit 2014, hieß es. Am Sonntag seien bei einem der Unglücke im zentralen Mittelmeer mehr als 80 Menschen als vermisst gemeldet worden, nachdem ein Boot kurz nach der Abfahrt aus Libyen gekentert sei. Bei starkem Seegang sei Wasser in das Boot eingedrungen.
IOM-Generaldirektorin: reguläre Fluchtwege ausbauen
Laut IOM konnten 32 Überlebende von einem Handelsschiff und einem Schlepper gerettet werden. Zwei Tote seien geborgen worden. IOM-Generaldirektorin Amy Pope betonte, dass die Rettung von Menschenleben oberste Priorität haben müsse. Gleichzeitig brauche es entschlossene Anstrengungen, um Schleuser zu stoppen und reguläre Fluchtwege für Menschen in Not auszubauen.
Migranten und Flüchtlinge aus Afrika und Asien zahlen Schleuserbanden vergleichsweise hohe Summen, um über das Mittelmeer nach Europa gebracht zu werden. Die Passagen auf den kaum seetauglichen Booten sind hochgefährlich und enden in vielen Fällen in Tragödien. (epd/mig) Aktuell Panorama
Wir informieren täglich über das Wichtigste zu Migration, Integration und Rassismus. Dafür wurde MiGAZIN mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Unterstüzte diese Arbeit und verpasse nichts mehr: Werde jetzt Mitglied.
MiGGLIED WERDEN- Drecksarbeit, Stadtbild, 80 Prozent Warum Merz’ Worte mehr sind als bloße Ausrutscher
- Doppelmoral und -herz Die Türkei fährt zur WM. Oje!
- „Offen für alle Wege“ CDU-Minister offen für Massenabschiebung nach Syrien…
- Kommunalpolitik Wie die AfD Macht über die Verwaltung verschiebt
- Rechtsextreme Gewalt Milde Strafen, harte Kritik nach Urteil zu Knockout 51
- Syrien-Debatte Rückkehrpläne stoßen auf harte Realität

