
UN-Flüchtlingshilfswerk
Krieg im Iran könnte weitere Fluchtbewegung auslösen
Der Angriffskrieg der USA und Israel gegen Iran könnte weitere Menschen in der Region zur Flucht zwingen. Aus Sicht der EU-Kommission sind große Fluchtbewegungen bislang jedoch ausgeblieben. Sollte sich das ändern, sieht sich Brüssel vorbereitet.
Dienstag, 03.03.2026, 12:11 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 03.03.2026, 12:11 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
Die EU-Kommission sieht trotz des Krieges im Iran bisher keine Anzeichen für massenhafte Flucht aus dem Land. „Aktuell beobachten wir noch keine größeren Bewegungen an den Außengrenzen Irans“, teilte EU-Migrationskommissar Magnus Brunner mit. Man verfolge die Situation und stehe mit den Partnern im Nahen Osten sowie internationalen Organisationen in engem Austausch.
„Mit den neuen Regeln für ein gemeinsames europäisches Asylsystem haben wir einen klaren Krisenmechanismus geschaffen, damit Europa vorbereitet ist und rasch handeln kann“, fügte er hinzu.
Die europäische Asylreform tritt im Juni in Kraft und soll unter anderem die Verteilung von Schutzsuchenden in der EU verbessern sowie schnellere Asylverfahren an den EU-Außengrenzen ermöglichen. Ein Krisenmechanismus sieht etwa bei Massenankünften eine verstärkte Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten vor – besonders EU-Staaten mit vielen Ankünften, etwa Griechenland, sollen dann unterstützt werden.
UN-Flüchtlingshilfswerk warnt vor Folgen der Gewalt
Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR bewertet die Lage anders. Sie zeigt sich zutiefst besorgt über die militärische Eskalation im Nahen Osten und die Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung. Viele betroffene Länder beherbergten bereits Millionen Flüchtlinge und Binnenvertriebene, warnte das UNHCR am Montag in Genf.
Weitere Gewalt könnte noch mehr Menschen in die Flucht zwingen, die humanitären Helfer überfordern und zusätzlichen Druck auf die Aufnahmegemeinschaften ausüben. Das UNHCR forderte von den Konfliktparteien Dialog und Deeskalation, Achtung der Menschenrechte, Schutz der Zivilbevölkerung und eine uneingeschränkte Einhaltung des Völkerrechts.
Die USA und Israel hatten am Samstag eine massive Militäroffensive gegen den Iran begonnen. Das Mullah-Regime reagierte mit Angriffen auf US-Einrichtungen in mehreren Staaten der Region und mit Verteidigungsschlägen auf Israel. (dpa/epd/mig) Aktuell Ausland
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