Vereinte Nationen
Mehr als 140.000 Bootsflüchtlinge kamen 2017 nach Europa
Die Zahl der Bootsflüchtlinge in Europa hat sich im Vergleich zum Vorjahr halbiert, deutlich zurückgegangen ist auch die Zahl der Toten. Das teilt die Internationale Organisation für Migration mit.
Mittwoch, 11.10.2017, 6:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 12.10.2017, 16:40 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
Seit Anfang des Jahres haben laut den Vereinten Nationen mehr als 140.000 Flüchtlinge und Migranten auf Booten die Küsten Europas erreicht. Damit sei die Zahl der in Europa angekommenen Bootsflüchtlinge gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 stark gesunken, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) der UN am Dienstag in Genf mit. Von Anfang Januar bis Anfang Oktober 2016 seien 318.000 angekommene Flüchtlinge und Migranten erfasst worden.
Im laufenden Jahr gelangten drei von vier Flüchtlingen in Italien an Land, die restlichen verteilten sich laut IOM auf Griechenland, Zypern und Spanien. Hauptgrund für den Rückgang sei die Schließung der sogenannten Balkanroute, auf der Flüchtlinge und Migranten über Griechenland nach Europa gereist waren.
Die Zahl der Menschen, die auf der gefährlichen See-Passage starben, ging weniger stark zurück. Im laufenden Jahr verloren laut der IOM bislang 2.754 Menschen auf dem Mittelmeer ihr Leben. Von Anfang Januar bis Anfang Oktober 2016 seien 3.686 Todesfälle registriert worden. Die Dunkelziffern könnten jedoch weitaus höher liegen. (epd/mig)
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