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Das Rettungsschiff Sea-Watch rettet Flüchtlinge im Mittelmeer (Archivfoto) © sea-watch.org

Vereinte Nationen

Deutlich weniger Bootsflüchtlinge

Im laufenden Jahr sind UN-Angaben zufolge rund 138.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa gekommen. Das weniger als die Hälfte als im Vergleichszeitraum 2016. Ein Rückgang wurde auch bei den Todesfällen registriert.

Freitag, 06.10.2017, 6:21 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 10.10.2017, 17:16 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Die Zahl der in Europa angekommenen Bootsflüchtlinge ist laut den UN in den ersten neun Monaten 2017 stark gesunken. Von Anfang Januar bis Ende September hätten rund 138.000 Männer, Frauen und Kinder über die Mittelmeer-Route die Küsten Europas erreicht, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) der UN am Dienstag in Genf mit. Im Vergleichzeitraum 2016 seien 305.000 angekommene Flüchtlinge und Migranten erfasst worden.

In diesem Jahr gelangten drei von vier Flüchtlingen in Italien an Land, die restlichen verteilten sich laut IOM auf Griechenland, Zypern und Spanien. Hauptgrund für den Rückgang sei die Schließung der sogenannten Balkanroute, auf der Flüchtlinge und Migranten von Griechenland nach Nordeuropa gewandert waren.

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Die Zahl der Menschen, die auf der gefährlichen See-Passage starben, ging weniger stark zurück. Im laufenden Jahr verloren laut der IOM bislang 2.660 Menschen auf hoher See ihr Leben. In den ersten neun Monaten 2016 seien 3.600 Todesfälle registriert worden. Die Dunkelziffer könnten jedoch weitaus höher liegen. (epd/mig)

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