
Frontex
Zahl der Flüchtlinge deutlich zurückgegangen
Die Zahl der Geflüchteten, die in die EU kommen, ist im laufenden Jahr deutlich gesunken. Dennoch kamen bereits mehr als 1.500 Menschen bei dem Versuch ums Leben, das Mittelmeer zu überqueren.
Donnerstag, 13.11.2025, 11:32 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 13.11.2025, 11:32 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
Die Zahl der neu ankommenden Geflüchteten in die Europäische Union ist in den ersten zehn Monaten dieses Jahres um 22 Prozent gesunken. Nach vorläufigen Zahlen der EU-Grenzschutzagentur Frontex sind rund 152.000 Personen ohne gültige Einreisdokumente eingereist, wie die Behörde in Warschau mitteilte.
Trotz des allgemeinen Rückgangs seien die menschlichen Kosten verheerend, erklärte Frontex weiter. Nach Schätzungen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind in diesem Jahr bislang mehr als 1.500 Menschen beim Versuch gestorben, das Mittelmeer zu überqueren.
Hauptabfahrtsland war Libyen
Deutliche Rückgänge verzeichneten laut Frontex insbesondere die westafrikanische Route (minus 59 Prozent), die Westbalkanroute (minus 46 Prozent) und die östliche Landgrenze (minus 38 Prozent). Die zentrale Mittelmeerroute blieb mit fast 59.000 Ankünften die meistgenutzte und machte etwa zwei Fünftel aller irregulären Einreisen aus. Hauptabfahrtsland war weiterhin Libyen.
Auf der östlichen Mittelmeerroute ging die Zahl der Übertritte um ein Viertel auf rund 43.000 zurück, während auf der westlichen Mittelmeerroute ein Anstieg um 27 Prozent registriert wurde. Dort kamen die meisten Migranten aus Algerien und Marokko.
Entlang der Route zwischen Libyen und Kreta blieb der Migrationsdruck im Oktober hoch. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2024 stieg die Zahl der entdeckten Überfahrten in den ersten zehn Monaten um 272 Prozent. (epd/mig) Aktuell Panorama
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