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Schlüssel (Symbolfoto) © Photo Mix @ pexels.com (CC0)

Ukraine-Geflüchtete

Caritas fordert mehr Unterstützung für Gastgeber

Viele Menschen haben Geflüchtete aus der Ukraine privat aufgenommen. Obwohl sie so die Kommunen entlasten, sind sie oft auf sich gestellt mit ihrem Engagement. Caritas fordert mehr Unterstützung für diese Menschen.

Sonntag, 15.01.2023, 20:00 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 15.01.2023, 16:26 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Die Caritas hat mehr Unterstützung für Menschen gefordert, die Flüchtlinge aus der Ukraine privat bei sich aufgenommen haben. Man müsse alles dafür tun, dass nicht nur die geflüchteten Menschen, sondern auch diejenigen, die sie willkommen heißen, unterstützt werden, erklärte Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa. Das Beratungsangebot des Sozialverbandes reicht nach dessen eigenen Angaben längst nicht mehr aus. Die Anlaufstellen hätten zum Teil lange Wartelisten.

Die Beratungsstellen bieten den Angaben zufolge unter anderem die Weitervermittlung von Flüchtlingen an Ämter und Dienste an, damit Gastgeber „sich nicht auch noch um einen Kitaplatz, Anträge für Sozialleistungen oder psychologische Unterstützung kümmern müssen“. Die Stellen bieten zudem Mediationen für Konfliktsituationen an. Menschen über Wochen und Monate bei sich aufzunehmen, die möglicherweise krank vor Sorge um die in der Heimat gebliebenen Angehörigen sind, sei „nicht nur Sonnenschein und Regenbogen“, sagte Welskop-Deffaa.

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Private Unterbringung spielt eine wichtige Rolle

Die Caritas geht nach eigenen Angaben davon aus, dass angesichts der andauernden Kampfhandlungen und des Winters weiter Menschen die Ukraine verlassen werden. Die private Unterbringung werde weiter eine wichtige Rolle spielen müssen, da Wohnraum in vielen Kommunen knapp sei. Das Problem beschränke sich längst nicht mehr auf Großstädte, erklärte der Verband. Die Bundesregierung müsse schnell Lösungen für den gravierenden Mangel an bezahlbarem Wohnraum finden.

Das Engagement der privaten Gastgeber könne zudem jederzeit Belastungsgrenzen übersteigen, „nicht nur wenn die Heizkosten plötzlich durch die Decke gehen“, warnte der Verband. Er regt an, Gastgeber für ihr Engagement zu honorieren. (epd/mig)

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