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Ein Antragsformular (Symbolfoto) © Krissie @ pixabay.com (Lizenz), bearb. MiG

Ukrainer nicht mitgezählt

Bis Ende September rund 135.000 Erstanträge auf Asyl in Deutschland

Nach coronabedingtem Einbruch in den vergangenen Jahren steigt die Zahl der Asyl-Anträge wieder. Das Bamf hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um ein Drittel verzeichnet – Ukrainer nicht mitgezählt. Die meisten Schutzsuchenden kommen aus Syrien und Afghanistan.

Montag, 24.10.2022, 20:00 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 24.10.2022, 16:19 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

In den ersten neun Monaten dieses Jahres sind in Deutschland rund 135.000 Erstanträge auf Asyl gestellt worden. Wie aus der vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) veröffentlichten Statistik hervorgeht, ist dies ein Anstieg um gut ein Drittel (34,5 Prozent) gegenüber dem Vorjahreszeitraum – ein erwartbarer Anstieg nach dem coronabedingten Einbruch.

Insgesamt verzeichnete die Behörde von Januar bis September 154.557 Asylanträge, davon 134.908 Erst- und 19.649 Folgeanträge. Insgesamt bleiben die Zahlen jedoch teilweise weit hinter den Werten aus den Jahren 2014 bis 2019 zurück. Erst im ersten Corona-Jahr 2020 gab dann es einen größeren Einbruch.

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Allein im September wurden den Angaben zufolge fast 19.000 Asylerstanträge gestellt, ein Anstieg um rund 16 Prozent gegenüber dem Vormonat August. Bei den Hauptherkunftsländern der Asylantragsteller steht auch in diesem Jahr weiter Syrien auf Platz eins, gefolgt von Afghanistan und der Türkei.

Das Fluchtgeschehen aus der Ukraine spiegelt sich in diesem Zahlen nicht wider, weil für Kriegsflüchtlinge von dort ein vereinfachtes Verfahren außerhalb des regulären Asylsystems vereinbart wurde. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wurden von Februar bis August etwa 952.000 Zuzüge aus der Ukraine verzeichnet. (epd/mig)

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