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Seenotrettung im Mittelmeer © Twitter/@MSF_Sea

Mittelmeer

„Geo Barents“ mit fast 300 Menschen an Bord

Weitere knapp 300 Menschen haben Seenotretter im Mittelmeer lebend geborgen – darunter zahlreiche Kinder und Jugendliche. Trotz steigenden Todesfällen und zahlreichen Rettungsaktionen gibt es keine EU-Seenotrettungsmission.

Montag, 17.10.2022, 16:00 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 17.10.2022, 14:38 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Nach mehreren weiteren Rettungsaktionen über das Wochenende sucht die Schiffsbesatzung der „Geo Barents“ mit fast 300 Geflüchteten an Bord nach einem Hafen in Europa. Zuletzt seien in der Nacht 76 Menschen, darunter 17 Kinder und Jugendliche, von einem Holzboot in Seenot im Mittelmeer gerettet worden, erklärte die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ am Montag auf Twitter.

Als die Retter den Unglücksort erreicht hätten, sei bereits Wasser in das Boot eingedrungen. „Ohne unsere Anstrengungen wären diese Menschen dem Ertrinkungstod im Meer überlassen worden.“ Insgesamt seien inzwischen 293 Flüchtlinge und Migranten auf der „Geo Barents“.

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Keine staatliche Seenotrettung

Im Mittelmeer gibt es keine staatlich organisierte Seenotrettung. Lediglich private Initiativen halten nach Flüchtlingen in Lebensgefahr Ausschau. Die Mittelmeer-Überquerung ist eine der gefährlichsten Fluchtrouten weltweit.

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) starben dabei in diesem Jahr bereits 1.685 Menschen oder werden vermisst. Die Dunkelziffer dürfte viel höher liegen. (epd/mig)

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